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Bundesschatzbriefe

Sparen ohne Risiko

14.01.2009 08:00
Sparen ohne Risiko
Wertpapiere des Bundes sind bei zinsorientierten Sparern, die Wert auf Sicherheit legen, sehr beliebt. Als Sparplan für den Vermögensaufbau empfehlen sich besonders Bundesschatzbriefe.

Was sind Bundesschatzbriefe?

Die seit 1969 angebotenen Sparbriefe zählen zu den festverzinslichen Wertpapieren. Sie bieten neben einer festen Laufzeit jährlich wachsende Zinsen. Man unterscheidet zwei Typen von Schatzbriefen:
  • Typ A hat eine Laufzeit von sechs Jahren und zahlt jährlich Zinsen.
  • Typ B läuft immer sieben Jahre und schüttet die Zinsen plus Zinseszinsen am Ende der Laufzeit aus.
Anleger können Bundesschatzbriefe ab Anlagesummen von 50 Euro bei jeder Bank, Sparkasse und bei den Außenstellen der Bundesbank kaufen. Sparpläne offeriert aber nur die Bundesbank. Vorteil: Die Geldinstitute dürfen keine Gebühren beim Verkauf berechnen. Für die Lagerung der Papiere benötigt man allerdings ein Depot. Banken berechnen dafür Depotgebühren.  Wer diese Kosten umgehen will, der kann seine Schatzbriefe bei der Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH in Frankfurt/M. gebührenfrei lagern. Die Geldinstitute leiten die Eröffnungsanträge kostenfrei weiter. Die Rendite von Bundesschatzbriefen lag in der Vergangenheit in etwa auf dem Niveau von Banksparplänen bzw. Euro-Rentenfonds. Dank der jährlich wachsenden Zinssätze erreichen die Endrenditen manchmal auch höhere Werte. Für Sparer heißt das: ausdauernd sein.

Für wen sind sie geeignet?

Als sichere Geldanlage sind Bundesschatzbriefe für risikoscheue Anleger bestens geeignet. Zum Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge empfiehlt sich entweder ein monatlicher Sparplan oder die Einmalanlage eines größeres Geldbetrags.

Wie hoch ist das Risiko?

Da die Bundesrepublik Deutschland als Schuldner der Schatzbriefe fungiert, ist das Risiko äußerst gering. Bislang gab es noch nie einen Zahlungsausfall.

Wie hoch ist die Steuerlast?

Die Zinserträge sind steuerpflichtig. Steuerfrei bleiben nur Zinszahlungen unterhalb des jährlichen Sparerfreibetrags (801/1.602 Euro, Ledige/Verheiratete). Beide Schatzbrief-Typen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Ertragsbesteuerung jedoch erheblich. Weil Typ B die Zinsen ansammelt und erst am Ende der Laufzeit ausschüttet, kann der Ertrag schnell steuerpflichtig werden. Typ A zahlt dagegen jedes Jahr Zinsen. In diesem Fall hilft der jährlich einsetzbare Sparerfreibetrag die Steuerlast zu senken.

Infos zu Ausstieg und Kündigung

Schatzbriefe sind flexibel. Bereits ein Jahr nach Kauf können Anleger Briefe ohne Verluste wieder verkaufen bzw. umtauschen. Pro Monat darf man Schatzbriefe im Wert von 5.000 Euro zurückgeben, Ehepartner bis zu 10.000 Euro.

Besonderheiten

Im Gegensatz zu klassischen Banksparbriefen ist der Umtausch von Bundesschatzbriefen in besser verzinste Papiere während der Laufzeit möglich. Aufmerksame Sparer können damit von steigenden Marktzinsen profitieren und ihre Rendite steigern.
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