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05.04.2011 10:10

Datenversicherungen und Schutz vor Datenverlust

Sinnvolle Sicherheit für den heimischen PC

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Die weltweit auf Computer-Festplatten und anderen Speichermedien abgelegten privaten Daten wachsen immer weiter. Gegen Diebstahl, Missbrauch oder Löschen der privaten Daten hilft keine Versicherung.
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Datensicherheit lässt sich nicht an einen Versicherer delegieren
Forscher der University of Southern California und der katalonischen Universität Oberta haben ermittelt, in welchem Tempo die Zahl der weltweit gespeicherten Daten wächst: Bereits 2007 betrug nach Angaben der Forscher die Menge an gespeicherten Daten 295 Exabyte (eine Zahl mit 18 Nullen). Würden alle diese Informationen auf CD-ROM gespeichert und aufgestapelt, ergäbe dies einen Turm, der bis hinter den Mond reicht. Bereits heute verfügen einfache Computer oft über eine Festplatte von 500 Gigabyte, in vielen Haushalten befinden sich oft mehrere interne und externe Festplatten dieser Größe.

Der Schutz eigener Dateien lässt sich aber nicht delegieren. „Eine spezielle Versicherung nur für auf dem PC gespeicherte Daten ist uns nicht bekannt“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV). Zwar sind nach ihren Angaben bei der Privathaftpflichtversicherung Schäden aus der Teilnahme im Internet wie durch den Austausch, die Übermittlung oder die Bereitstellung elektronischer Daten mitversichert, aber für den Schutz der eigenen Dokumente, Bilder oder Videos gibt es bisher keine wirksame Versicherung.
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„Lebensversicherung für digitale Informationen“

Private PC-Nutzer können diese digitalen Informationen vor Hardwareschäden, Datenverlust oder Diebstahl nur mit eigenen Schutzkonzepten sichern. Viele dieser Dateien haben nach Einschätzung von Michael Hon-Mong, Geschäftsführer des Backup- und Security-Spezialisten Acronis in München, „einen sehr hohen ideellen Wert, der nicht ungeschützt bleiben sollte.“ Eine regelmäßige Datensicherung durch ein Backup stellt nach seiner Meinung eine „Lebensversicherung für die digitalen Informationen“ dar.

Auch vorhandene Hausratversicherungen schützen die privaten Daten kaum. „Werden Fotos, Filme, Daten usw. durch Feuer oder Einbruch-Diebstahl vernichtet, zahlt eine vorhandene Hausratversicherung den Schaden. Allerdings nur den materiellen und nicht den ideellen Wert“, so BdV-Beraterin Boss.

Deckungsschutz der Hausratversicherung überprüfen

Privatkunden sollten ihre Hausratversicherung auf jeden Fall überprüfen. Nach Angaben der Gothaer Versicherung sehen alte Verträge einen Ersatz für Datenverlust in der Regel nicht vor. „Eine zeitgemäße Hausratpolice schließt den durch die Beschädigung von Hard- und Software verursachten Datenverlust mit ein“, sagt Franz Horsthemke, Experte für die Elektronik-Versicherung des Gothaer Konzerns . Aber auch bei Elektronikversicherungen der Gothaer gilt als Voraussetzung: „Der Schaden ist durch eine der versicherten Gefahren – Feuer, Einbruchsdiebstahl, Leitungswasser oder Sturm – verursacht worden.“

Nur wenn Daten oder Programme durch eine dieser versicherten Gefahren vernichtet werden, zahlt die Versicherung die Kosten für das Wiederaufspielen oder -herstellen der Daten.

Regelmäßiges Backup ist Pflicht


„Wichtig für die Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes ist, dass der Kunde regelmäßig eine Sicherungskopie aller wichtigen Daten erstellt und diese an einem separaten Ort aufbewahrt. Außerdem sollte er ständig seine Antivirenprogramme und Firewalls aktualisieren“, so Horsthemke.

Schäden durch Daten und Programme mit Schadenfunktion wie Trojanern, Viren und Würmern sind nicht versichert. Auch gegen den reinen Datendiebstahl muss sich der Computernutzer selbst schützen. Elektronikversicherungen sind nach Beobachtungen des BdV auf keinen Fall ein „Rundum-Schutz“. Fazit von BdV-Beraterin Boss: „Die Liste der Ausschlüsse ist lang und den Versicherungsbedingungen zu entnehmen.“

Ihr Tipp: Finger weg von solchen Verträgen, lieber gut aufpassen, Sicherungskopien fertigen oder für den Fall der Fälle selber Geld zur Seite legen.
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