Hausbesitzer in sogenannten Risikogebieten hatten bislang nach Beobachtungen des Bund der Versicherten (BdV) große Schwierigkeiten, ihre Immobilie gegen Elementarschäden zu versichern. Dazu zählen Schäden durch Naturgefahren wie Hochwasser, Starkregen, Sturm oder Schneedruck. Beim BdV heißt es: „Dort, wo es vergleichsweise oft zu Überschwemmungen oder Erdbeben kommt, sind Verträge, die derlei Elementarschäden absichern, entweder extrem teuer oder sie werden gar nicht erst angeboten.“
Vier Prozent der bayerischen Häuser galten als nicht versicherbar
Laut BdV erkennen die Gesellschaften zumindest die Notwendigkeit der Versicherung und überlegen, die Zugangsvoraussetzungen lockerer zu handhaben. So galten bei der Versicherungskammer Bayern (VKB) bisher rund drei bis vier Prozent der Gebiete als „nicht versicherbar“, nach einer Neugestaltung der Bedingungen wurde dieser Anteil auf weniger als drei Promille gesenkt.
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Die Versicherungskammer Bayern bietet eine Wohngebäudeversicherung mit „KlimaKasko“ an. Damit können sich Gebäudebesitzer gegen sämtliche Risiken aus Naturgefahren absichern. Ergänzend wird dieser umfassende Versicherungsschutz auch in der Hausratversicherung angeboten. Eine ähnliche Marketing-Offensive bei der Absicherung gegen Elementarschäden hat auch die Allianz gestartet.
Nach Angaben der bayerischen Staatsregierung ist in Bayern nur jedes zwanzigste Haus gegen Elementarschäden versichert. Dabei rechnet das bayerische Umweltministerium als Folge des Klimawandels mit vermehrten Unwetterrisiken (starke Niederschläge, Stürme und Überschwemmungen).
Elementarschäden nicht bei Wohngebäudeversicherung eingeschlossen
Der Preis für diese Versicherung hängt zum einen vom Gebäudewert ab, zum anderen auch von der Schadenswahrscheinlichkeit. Dazu haben die Versicherer ein Zonierungssystem mit vier Gefahrenzonen eingeführt.
Für ein Einfamilienhaus in der niedrigsten Gefahrenzone (ZÜRS 1), in der sich ca. 87 Prozent der Gebäude in Deutschland befinden, kostet eine Versicherung gegen Elementarschäden für das Gebäude und den Hausrat pro Jahr ca. 90 Euro.