Der Rendite-Turbo für die Riester-Rente sind die staatlichen Förderungen. Für die Experten der Stiftung Warentest ist Riestern eine lukrative Altersvorsorge – wenn der Sparer drei wichtige Faktoren beachtet: Er wählt einen guten Vertrag mit geringen Gebühren, nutzt die vollen staatlichen Zulagen und zahlt bis zum Vertragsende regelmäßig seine Beiträge ein.
Fällt die Wahl auf eine
Riester-Rentenversicherung, sollten Sparer vorab genau die Marktangebote vergleichen, denn die Leistungsunterschiede sind groß. So fressen bei manchen Anbietern schon mal die Verwaltungskosten die staatliche Grundzulage auf. Empfehlenswert ist ebenfalls, sich vor Vertragsunterzeichnung an Hand einer Verlaufstabelle aufzeigen zu lassen, wie sich das angesparte Kapital und die Rente in der Ansparphase entwickeln.
Riestern mit Fonds ist laut Finanztest-Expertin Susanne Meunier wegen der höheren Ertragschancen für junge Sparer bis Ende 30 interessant. „Sie haben noch viel Zeit bis zum Ruhestand und können so das Auf und Ab der Börsen verkraften.“ Voraussetzung für den Erfolg ist allerdings der Abschluss einer sehr guten Fondspolice. Zwar sind
echte Verluste auch bei Riester-Sparern mit Fondsinvestment ausgeschlossen, denn alle Anbieter müssen mindestens die Einzahlungen samt Zulagen zum Rentenbeginn garantieren. Doch auch wenn beim falschen Produkt kein Geld verloren gehen würde, hätte man es dann doch lukrativer anlegen können. Beim Vergleich verschiedener Tarife hilft der
Biallo-Rechner zu fondsgebundenen Riester-Rentenversicherung.
Unzufriedene dürfen immer umsteigen. Dabei raten die Vorsorge-Experten: „Der günstigste Weg ist nicht die Kündigung sondern die Beitragsfreistellung und ein Neubeginn bei einem anderen Anbieter.“ Das heißt, nicht mehr in den alten Vertrag einzahlen, sich einen neuen besseren suchen und künftig dort die Förderung kassieren. Der alte Anbieter muss trotzdem den dort bisher eingezahlten Betrag inklusive aller staatlichen Zulagen zum Rentenbeginn bereit halten. Im Jahr 2012 spendiert der Staat jährlich eine Grundzulage von 154 Euro pro Person sowie je 185 Euro für Kinder, die vor 2008 geboren wurden und je 300 Euro für jedes ab dem 1.1.2008 geborene Kind.