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06.03.2009 08:00

Frauen und Altersvorsorge

Selbst ist die Frau

von
Frauen Altersvorsorge Rente Verbraucherportal biallo.de
Nicht nur am Weltfrauentag - dem 8. März - sollte man sich bewußt machen: Noch immer sind Frauen in Deutschland gerade beim Verdienst nicht gleichberechtigt. Zudem vernachlässigen sie Finanz- und Altersvorsorge. Versäumnisse, die teuer werden können.
Frauen haben es gleich in mehrfacher Hinsicht schwerer als Männer vorzusorgen: Frauen leben länger – und brauchen deshalb im Alter länger Geld. Ein heute geborenes Mädchen hat nach den Daten des Statistischen Bundesamts eine Lebenserwartung von 82,3 Jahren. Frauen sind jedoch – meist der Kinder wegen – deutlich kürzer berufstätig als Männer. Und: 40 Prozent der berufstätigen Frauen arbeiten nach einer Studie der Deutsche Bank Research derzeit in Teilzeit – und verdienen auf gleicher Position im Schnitt etwa 20 Prozent weniger als Männer. Kein Wunder, dass die gesetzlichen Rentenansprüche von Frauen oft viel niedriger sind als die der Männer. Die Rentenlücke ist zumeist beträchtlich.
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Dennoch überschätzen viele Frauen die Höhe ihrer gesetzlichen Rente. „Die Erkenntnis, dass man für sein Einkommen und seine Altersvorsorge selbst verantwortlich ist, haben viele Frauen noch nicht so richtig erkannt“, sagt Stefanie Kühn, Finanzplanerin aus Grafing bei München. Die Ehe ist jedenfalls kein Ersatz für die eigene Absicherung, da immer mehr Ehen scheitern. Nach Trennung oder Scheidung steigt das Armutsrisiko für Frauen stark an.


Richtig für das Alter vorsorgen

Sorgfältige Altersvorsorge hängt von verschiedenen Faktoren ab: Dem Lebensalter und somit der Zeit bis zum Ruhestand, den Lebensumständen wie Familien- und Vermögenssituation sowie den eigenen Zielen und Wünschen.

Vermögensaufbau: Frauen sollten sich zunächst an flexible Geldanlageformen halten. Verbraucherschützer raten daher jungen Frauen von langfristig laufenden Versicherungsverträgen zum Vermögensaufbau ab. Fondssparpläne sind viel besser geeignet – und bieten für jedes Risikoprofil etwas. Wird das Geld mal knapp, kann man auch weniger zurücklegen oder eine Rate aussetzen. Wer risikoscheu ist, greift besser zu einem Banksparplan als zu einer Rentenpolice. „Finger weg“ gilt laut Verbraucherschützern für sogenannte Frauen-Policen. Dabei handele es sich um Marketing-Gags.

Finanzielle Reserve: Auch wer das erste selbstverdiente Geld auf dem Konto hat - statt es auszugeben, sollte als Berufseinsteigerin eine Reserve von drei Nettogehältern aufbauen.

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Versicherungen: Da die Altersvorsorge noch nicht im Vordergrund steht, sollte zunächst für den richtigen Versicherungsschutz gesorgt werden. Eine Privathaftpflicht und eine Berufsunfähigkeitspolice sind notwendig, der Abschluss von unflexiblen Langfristverträgen zur Absicherung dagegen nicht. Es empfiehlt sich, die Risikoabsicherung von der Geldanlage zu trennen: Kombiprodukte wie eine Rentenversicherung mit Berufsunfähigkeitsschutz sind ungeeignet, denn der Risikoschutz kann verloren gehen, wenn man die Police mal aus finanziellen Gründen beitragsfrei stellen will.
 

Riester-Rente: Besonders interessant für Frauen fast jeden Alters ist die Riester-Rente. Sie können schon mit einem geringen Betrag einsteigen und erhalten dafür einen ordentlichen Zuschuss vom Staat - derzeit mit 154 Euro Grundzulage. Jungen Leuten winkt zudem ein staatlicher Förderbonus von einmalig 200 Euro im ersten Beitragsjahr.

Auch für Mütter mit kleinen Kindern ist „riestern“ attraktiv. Sie bekommen 185 Euro pro Kind und Jahr, für alle ab 2008 geborene Kinder sogar 300 Euro. Solange die Kinder jünger als drei Jahre sind, haben Mütter, die weniger als 30 Stunden pro Woche arbeiten, einen direkten Anspruch auf einen Riester-Vertrag. Ihr Mindestbeitrag beträgt 60 Euro im Jahr. Sogar wer auf 400-Euro-Basis arbeitet ist, kann unter bestimmten Bedingungen einen eigenen Riester-Vertrag besparen. Auch verheiratete nicht berufstätige Mütter werden gefördert - sofern der Ehepartner für sich selbst einen Riester-Vertrag unterschreibt, in den er den nötigen Mindestbeitrag von 60 Euro einzahlt. Daneben schließt er für seine Frau einen weiteren Vertrag ab. Sie erhält dann auf ihren Vertrag die staatlichen Zulagen für sich selbst und die Kinder, ohne selbst einzuzahlen.

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