Einige große Krankenkassen streichen den Zusatzbeitrag 2012. Dazu gehören KKH Allianz, Deutsche BKK und DAK. Versicherte können dann acht Euro monatlich einsparen. Möglich wird dies durch die positive Finanzlage der Kassen.
Der „kassenindividuelle Zusatzbeitrag“ wird seit 2007 erhoben, nachdem er von der großen Koalition beschlossen worden war.
Durch diesen Zusatzbeitrag – im Durchschnitt acht Euro im Monat – den der Versicherte alleine bezahlen muss, haben die Krankenkassen, die ihn erhoben haben, inzwischen viele Mitglieder verloren. Sie sind zu anderen Kassen abgewandert.
Ein Großteil der Kassen hat nie einen Zusatzbeitrag verlangt. Die Finanzsituation der betroffenen Kassen hat sich nicht zuletzt auch durch Fusionen verbessert. Ganz aktuell: Die DAK, die zum 1. Januar 2012 mit der BKK Gesundheit und der BKK Axel Springer zur DAK-Gesundheit fusioniert hat. Bisher haben alle drei Kassen den Zusatzbeitrag verlangt, nun entfällt er zum April 2012 – 6,6 Millionen Versicherte profitieren davon. Die KKH Allianz hat sich den 1. März zum Termin für die Abschaffung gesetzt.
Damit verlangen alle großen Krankenkassen in Deutschland, darunter auch Barmer GEK, Techniker, AOK Bayern und Baden-Württemberg, IKK Klassik und Knappschaft keine Zusatzbeiträge. Einige kleinere Kassen gehen sogar einen Schritt weiter und gewähren sogar Prämienausschüttungen. Dazu gehört die HKK Handelskrankenkasse, die wie 2011 auch 2012 jeweils 60 Euro an ihre Versicherten ausschüttet. Die BKK A.T.U. zahlt für dieselben Jahre immerhin 30 Euro aus.