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07.07.2011 15:04

Gesundheitsreform 2011

Kosten werden auf Versicherte abgewälzt

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Ihre Gesundheit ist für die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen in diesem Jahr noch teurer gekommen. Mit der Gesundheitsreform zu Jahresbeginn stieg nicht nur der allgemeine Beitragssatz.
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Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP)
In diesem Jahr ist die paritätische Finanzierung der Krankenversicherung weitgehend beendet worden. „Die Kosten werden auf die Versicherten abgewälzt. Alle Ausgabensteigerungen werden künftig über die Zusatzbeiträge aufgefangen“, sagte Kai Vogel, Gesundheitsexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Beitragssatz - erst runter, dann rauf


Der allgemeine Beitragssatz wurde im Januar auf 15,5 Prozent von 14,9 Prozent erhöht. Dort befand er sich schon einmal als 2009 der einheitliche Beitragssatz eingeführt wurde. Im Rahmen des Konjunkturpakets wurde er dann wieder abgesenkt. Nun ist er wieder auf seinem Einführungsniveau. Der Beitrag wird auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt: 8,2 Prozent trägt der Arbeitnehmer (bisher 7,9), 7,3 Prozent der Arbeitgeber (bisher 7,0). Bei einem Bruttoeinkommen von 3.000 Euro im Monat macht das eine Mehrbelastung von 108 Euro im Jahr aus.
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Foto(s): Falko Matte/Fotolia.com Johannes Eisele/ddp
Kernstück der Reform ist der Zusatzbeitrag, den schon einige Kassen eingeführt haben und den sie zusätzlich zum allgemeinen Beitragssatz erheben. Während der Arbeitgeberanteil bei 7,3 Prozent eingefroren wird, müssen Versicherte den Zusatzbeitrag alleine schultern. Mit dieser Gesundheitsreform dürfen die Kassen Zusatzbeiträge unabhängig vom Einkommen des Versicherten erheben (bisher maximal ein Prozent des Bruttoeinkommens). Übersteigt der Betrag zwei Prozent des Bruttoeinkommens greift der Sozialausgleich . Doch das ist der Knackpunkt: Bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro im Monat sind immerhin 60 Euro im Monat an Zusatzbeitrag zu leisten, ohne dass der Versicherte in den Genuss des Sozialausgleichs kommt. Das sind 720 Euro im Jahr. Erst was darüber hinaus geht, soll über den Sozialausgleich aufgefangen werden. Und das auch nur teilweise.
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Gesundheitsreform 2011
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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
24.09.2010 17:52 Uhr - von Karl Forbes
Einfallslos
Wie kann ein Mensch solche Exsitenz bedrohliche Einfälle haben? Hier urteilt eine Person wohl im unreifen Alter über Leute,die seit Jahrzehnten sich den Buckel krumm arbeiten.
23.09.2010 09:58 Uhr - von werner.breuer
Gesundheits-Entwurf für Reförmchen 2011
Kleiner Mann ganz groß bei der neuen Gesundheitsreform! Hurra, mal wieder geht der kleine Mann, mit Vorbildfunktion, in Sachen Kostenübernahme an die Spitze der Gesundheitsreform! Alle verantwortungslosen Arbeitgeber, Pillendreher und Schmarotzer, inklusive der Politiker haben hier keine Chance aus Ihrer Kleinmütigkeit heraus zu finden. Wie traurig wäre unsere Gesellschaft ohne denn kleinen Mann?
22.09.2010 16:53 Uhr - von schörschi
Gesundheitsreform - und kein Ende...
Diese CDU-FDP-Koalition!!! Immer schön bei der Umverteilung von „Unten“ nach „Oben“! Mal sehen, was denen als Nächstes einfällt! Und vor allem: die haben noch 3 Jahre Zeit, so weiterzumachen! Da läuft mir die Galle über, weil die in meinen Augen nur Lobby-Politik betreiben! Armes Deutschland - speziell was die sogenannte „Mittelschicht“ und die Einkommensgruppen darunter angeht! PUH - jetzt habe ich aber mal Dampf abgelassen. Wahrscheinlich war´s auch sehr viel Polemik. Aber wer z. B. das mit der Lobby-Politik nicht glaubt, sollte nur mal den bialloblog-Eintrag vom 10.09.2010 lesen - mit Sicherheit könnte man diesen noch um viele Beispiele ergänzen...
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