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14.01.2009 08:00

Immobilienkauf

Eigenheimer wohnen rentabler

Eigenheimer wohnen rentabler
Ein zentraler Baustein der privaten Alterssicherung ist die eigene Immobilie. Das schuldenfreie Eigenheim entlastet die Haushaltskasse und sorgt für soziale und finanzielle Sicherheit im Rentenalter. Stimmen die Rahmenbedingungen, fahren Eigentümer langfristig gesehen besser als Mieter.

Was spricht für das Eigenheim?

Für eine Investition in die eigenen vier Wände sprechen viele Gründe: hohe Wertbeständigkeit, Inflationsschutz, langfristiger Vermögensaufbau, soziale Sicherheit, finanzielle Vorteile im Alter. Gegen das Eigenheim sprechen vor allem die hohen Finanzierungskosten und fortlaufende Aufwendungen für Instandhaltungen und Unterhalt des Objekts. Über eines sollten sich Interessenten allerdings im klaren sein: Die Mieten steigen immer weiter, der einmal gezahlte Kaufpreis dagegen nicht. Unterm Strich bezahlen Mieter fürs Wohnen im Lauf der Jahre immer mehr, Käufer dagegen immer weniger, da das Einkommen stetig steigt.
Wegen hoher Anschaffungspreise auf Wohneigentum zu verzichten, ist keine gute Idee. Schließlich addieren sich die monatlichen Mietzahlungen im Lauf der Jahre zu riesigen Summen. So gibt eine vierköpfige Familie, die 900 Euro Kaltmiete pro Monat zahlt, im Lauf von 25 Jahren 270.000 Euro fürs Wohnen aus. Dabei sind Mietsteigerungen noch gar nicht eingerechnet.
Hinzu kommt: Mieter müssen einen besonders harten Einschnitt verkraften, wenn sie in den Ruhestand eintreten. Denn Mieterhaushalte müssen die steigenden Wohnkosten von dem nun geringeren Einkommen bestreiten. Das Forschungsinstitut Empirica ermittelte, dass Eigentümer zu Beginn der Finanzierung etwa ein Drittel ihres Haushaltsnetto-Einkommens in die eigenen vier Wände investieren, Mieter dagegen nur 17 Prozent. Nach rund 15 Jahren erreichen beide in etwa die gleiche Kostenbelastung von ca. 18 Prozent. Weitere zehn Jahre später, in der Regel zu Rentenbeginn, braucht der Eigenheimer nur noch zehn Prozent seines Nettoeinkommens fürs Wohnen aufzuwenden, Mieter dagegen 30 Prozent.
Der Einspareffekt nach Kredittilgung ist enorm. Nach Berechnungen der Landesbausparkassen bedeutet mietfreies Wohnen im Rentenalter durchschnittlich gut 30 Prozent mehr Einkommen für diese Haushalte. So sparen ledige Senioren mit Eigenheim im Schnitt 520 Euro pro Monat gegenüber Single-Rentnern in einer Mietwohnung. Verheiratete Pensionäre sparen noch mehr: Sie wohnen durchschnittlich 613 Euro pro Monat preiswerter als Ehepartner in einer gemieteten Immobilie. Auch die Vermögensentwicklung spricht für einen Kauf. Mieter können sich zwar zu Gute halten, dass sie ihre zunächst geringere finanzielle Belastung gegenüber dem Eigenheimkäufer in eine höhere Sparrate umwandeln und dann im Alter von ihrem Ersparten Leben können. Vermögensvergleiche zeigen jedoch, dass der Eigentümer auch dann besser fährt, wenn der Mieter sein Mehreinkommen rentabel anlegt. Zwar können Miethaushalte bei gleicher Ausgangslage ihr Vermögen anfänglich besser steigern als Käufer. Doch dank der Wertsteigerung der Immobilie und der Mietfreiheit nach Kredittilgung zieht der Eigentümer später nicht nur gleich, er überflügelt regelmäßig den Mieter.

Wie hoch ist das Risiko?

Risiken bestehen vor allem bei der Finanzierung des Eigenheims. Stirbt der Kreditnehmer bzw. der Hauptverdiener einer Familie oder wird er berufsunfähig, kann die Finanzierung gefährdet sein. Wichtig ist daher optimaler Versicherungsschutz, etwa mittels Risikoleben- und Berufsunfähigkeitsversicherung oder speziellen Kreditausfallpolicen der Bank.

Wie hoch ist die Steuerlast?

Die eigene Immobilie ist steuergünstig. Eigentümer zahlen zwar jährlich Grundsteuer, doch diese fällt im Vergleich zu einem ähnlich großen Vermögenswert, für den zu versteuernde Kapitalerträge anfallen, gering aus. Hinzu kommt, dass Eigennutzer ihre Immobilie jederzeit steuerfrei verkaufen können.

Infos zu Ausstieg und Kündigung

Die eigenen vier Wände kann man jederzeit wieder verkaufen. Bei langfristigen Kreditverpflichtungen kann Vorfälligkeitsentschädigung für die Bank anfallen, zudem gehen die einstigen Kaufnebenkosten verloren. Andererseits: Hat die Immobilie inzwischen eine Wertsteigerung erfahren, kann ein Verkaufsgewinn erzielt werden.
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