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Versicherungsvergleich auf biallo.de zeigt, dass etwa die Europa Versicherung einem männlichen Sparer, der 30 Jahre lang in eine Police einzahlt, eine Gesamtrendite auf das eingezahlte Kapital von 4,83 Prozent in Aussicht stellt. Die Debeka prognistiziert 4,61 Prozent und die Axa Versicherung 4,19 Prozent. Die Übersicht zeigt auch, dass Direktversicherer über eine günstige Kostenstruktur verfügen, denn sie führen den Renditevergleich fast ausnahmslos an.
Tipp: Um die Rendite aufzubessern, können Versicherte ihre Versicherungsprämie jährlich statt monatlich bezahlen. Das hebt die Vertragsrendite um rund 0,3 Prozent, weil ungünstige Teilzahlungsaufschläge entfallen.
Kostenschlüssel bleibt undurchsichtig
Verbraucherschützer wie Hajo Köster vom Bund der Versicherten sehen Kapitallebensversicherungen allerdings kritisch: „Die Kostenstruktur von Lebenspolicen ist intransparent“, so Köster. Niemand wisse, wie viel Sparbeitrag im Endeffekt rentierlich angelegt werde. „Abschlussgebühren, laufende Vertragskosten und Rücklagen für den Todesfall belasten die Rendite.“ Transparenter sei es, Risikoschutz und Sparvorgang voneinander zu trennen.
Trotz der Kritik, sollten Lebensversicherte ihre Policen nicht vorschnell kündigen.
Das ist in aller Regel unrentabel. Ein Blick auf die Anlagealternativen zeigt zudem, dass die vergleichsweise hohen Ertragsgutschriften von Lebenspolicen sowie die hohe Kapitalsicherheit so manchen Vergleich nicht scheuen müssen. Niedrig verzinste Banksparpläne und unsichere Aktienfondssparpläne stellen derzeit jedenfalls keine überzeugende Sparalternative dar. Nach Angaben des Fondsverbandes BVI erzielten Sparpläne mit deutschen Aktienfonds in den letzten zehn Jahren lediglich eine Durchschnittsrendite von 1,6 Prozent. Aktienfonds-Sparpläne mit europäischen bzw. internationalen Aktien erlitten sogar Verluste.