Zusatzversicherung für Kinderbetreuer
Wenn jemand Kinder regelmäßig beaufsichtigt und so zum Teil seinen Lebensunterhalt verdient, ist oft eine Zusatzversicherung notwendig. Nach Angaben des BdV schließen zwar viele
Haftpflichtversicherungen die gewerbliche Tätigkeit von Tagesmüttern mit bis zu vier Kindern ein, aber Betroffene sollten zur Sicherheit bei ihrem Versicherer nachfragen und die Mitversicherung schriftlich bestätigen lassen.
Neben der
Absicherung von Haftpflichtschäden spielt für Kinder die Versicherung von eigenen Gesundheitsschäden eine große Rolle. So rät der BdV, Kinder vor bleibender Invalidität nach einem Unfall zu schützen. BdV-Beraterin Boss sagt: „So früh wie möglich abschließen, die Grundsumme sollte mindestens 200.000 Euro betragen und eine Progression sollte mit eingeschlossen werden.“
Stiftung Warentest geht sogar noch einen Schritt weiter: Statt einer
reinen Unfallversicherung favorisieren die Verbraucherschützer eine Kinderinvaliditätsversicherung, die auch die viel häufigeren Schwerbehinderungen nach Krankheiten abdeckt. Allerdings warnen die Verbraucherschützer vor „fiesen Klauseln im Kleingedruckten“ und fordern Verbraucher auf, die
Vertragsbedingungen vor Abschluss einer solchen Versicherung genau zu überprüfen und vor allem die Gesundheitsfragen penibel genau zu beantworten. Ganz billig sind solche Versicherungen für Kinder nicht – von 300 bis 500 Euro Jahresbeitrag ist auszugehen.