Versicherungsschutz bleibt lückenlos bestehen
Die bisherigen Versicherten der BKK für Heilberufe müssten sich um ihren Versicherungsschutz keine Sorgen machen, dieser bleibe lückenlos bestehen. Sie könnten unabhängig von Alter und Gesundheitszustand in jede in ihrem Bundesland geöffnete gesetzliche Krankenkasse wechseln, die sie ohne weiteres aufnehmen muss. Gaßner rät allen Versicherten, sich schnellstmöglich über den Kassenwechsel zu informieren "und sich am besten vor Ablauf der Schließungsfrist für eine neue Krankenkasse zu entscheiden“.
Bei der
Wahl der neuen Kasse, sollte man überlegen, was man bisher bei seiner Krankenkasse genutzt hat: Spezielle Programme für chronisch Kranke beispielsweise sollte dann auch die neue Kasse anbieten. Wer gesund ist, sollte vor allem auf den Service wert legen: Ist einem eine Geschäftsstelle mit persönlichem Ansprechpartner wichtig? Wie sieht es mit der Erreichbarkeit der Hotline aus?
Bonbon Extraleistungen
Auch in den
Extraleistungen kann Potenzial stecken. Das sind die Leistungen, die die Kassen über den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskatalog hinaus anbieten können. So kann die Kostenübernahme für Reiseimpfungen interessant sein oder eine zusätzliche Untersuchung für Kinder sowie Extraleistungen im Bereich Haushaltshilfe im Krankheitsfall. Bonusprogramme hingegen, mit denen alle Kassen werben, sollten kein Grund sein, eine bestimmte Kasse zu wählen. Wichtiger sind die Leistungen im Krankheitsfall.
Wenn es wieder, wie im Fall City BKK, zu Problemen für Versicherte kommt, von der Kasse ihrer Wahl angenommen zu werden, kündigt das Bundesversicherungsamt Durchgreifen an. Gaßner: „Ich erwarte, dass die Krankenkassen und ihre Verbände aus den Vorgängen rund um die Schließung der City BKK gelernt haben. Sie werden dafür Sorge tragen, dass der Krankenkassenwechsel für die Versicherten der BKK für Heilberufe problemlos und unbürokratisch funktioniert. Das BVA wird das Verhalten der Krankenkassen genau beobachten. Sollte es wieder Krankenkassen geben, die sich rechtswidrig verhalten und versuchen, Versicherte abzuwimmeln, wird das BVA mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln hiergegen vorgehen.“