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04.11.2011 09:05

Krankenkassen

BKK Heilberufe macht zum Jahresende dicht

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Zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres muss eine gesetzliche Krankenkasse schließen: Nach der BKK City im Sommer muss jetzt die BKK Heilberufe zum Jahresende zusperren. Was Versicherte bei der Suche nach einer neuen Krankenkasse beachten müssen.
Krankenkassen BKK Heilberufe macht zum Jahresende dicht Finanzportal Biallo.de
BKK Heilberufe - Diagnose: Pleite
Nach der Schließung der BKK Heilberufe zum Jahresende soll sich nicht wiederholen, was im Sommer für Negativschlagzeilen gesorgt hat: Mitglieder der damals geschlossenen City BKK waren auf der Suche nach einer neuen Kasse von verschiedenen Krankenkassen abgewimmelt worden. Nachdem das Bundesversicherungsamt am Mittwoch die Schließung der BKK Heilberufe verfügt hatte, beeilte sich Doris Pfeiffer, die Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, mit einer Erklärung: Mitglieder der vor der Schließung stehenden BKK brauchen sich um ihren Versicherungsschutz keine Sorgen zu machen. Alle können eine neue Kasse frei wählen.

Die BKK Heilberufe hat derzeit rund 340.000 Mitglieder. Der allgemeine Beitragssatz liegt bei 15,5 Prozent, der Zusatzbeitrag bei zehn Euro. Das Bundesversicherungsamt (BVA) lässt die BKK wegen "fehlender dauerhafter Leistungsfähigkeit" mit Ablauf des 31. Dezember 2011 schließen. „Bedauerlicherweise haben die in den letzten Jahren ergriffenen Sanierungsmaßnahmen letztlich nicht zum Erfolg geführt, so dass wir diese insbesondere für die Versicherten und Beschäftigten der Krankenkasse schmerzhafte Entscheidung treffen mussten“, erklärte der Präsident des Bundesversicherungsamtes, Dr. Maximilian Gaßner. Die BKK für Heilberufe habe bereits seit mehreren Jahren und damit auch schon vor Einführung des Gesundheitsfonds unter erheblichen wirtschaftlichen Problemen und deutlich rückläufigen Mitgliederzahlen gelitten.
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Extraleistungen der Krankenkassen
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Versicherungsschutz bleibt lückenlos bestehen

Die bisherigen Versicherten der BKK für Heilberufe müssten sich um ihren Versicherungsschutz keine Sorgen machen, dieser bleibe lückenlos bestehen. Sie könnten unabhängig von Alter und Gesundheitszustand in jede in ihrem Bundesland geöffnete gesetzliche Krankenkasse wechseln, die sie ohne weiteres aufnehmen muss. Gaßner rät allen Versicherten, sich schnellstmöglich über den Kassenwechsel zu informieren "und sich am besten vor Ablauf der Schließungsfrist für eine neue Krankenkasse zu entscheiden“.

Bei der Wahl der neuen Kasse, sollte man überlegen, was man bisher bei seiner Krankenkasse genutzt hat: Spezielle Programme für chronisch Kranke beispielsweise sollte dann auch die neue Kasse anbieten. Wer gesund ist, sollte vor allem auf den Service wert legen: Ist einem eine Geschäftsstelle mit persönlichem Ansprechpartner wichtig? Wie sieht es mit der Erreichbarkeit der Hotline aus?

Bonbon Extraleistungen

Auch in den Extraleistungen kann Potenzial stecken. Das sind die Leistungen, die die Kassen über den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskatalog hinaus anbieten können. So kann die Kostenübernahme für Reiseimpfungen interessant sein oder eine zusätzliche Untersuchung für Kinder sowie Extraleistungen im Bereich Haushaltshilfe im Krankheitsfall. Bonusprogramme hingegen, mit denen alle Kassen werben, sollten kein Grund sein, eine bestimmte Kasse zu wählen. Wichtiger sind die Leistungen im Krankheitsfall.

Wenn es wieder, wie im Fall City BKK, zu Problemen für Versicherte kommt, von der Kasse ihrer Wahl angenommen zu werden, kündigt das Bundesversicherungsamt Durchgreifen an. Gaßner: „Ich erwarte, dass die Krankenkassen und ihre Verbände aus den Vorgängen rund um die Schließung der City BKK gelernt haben. Sie werden dafür Sorge tragen, dass der Krankenkassenwechsel für die Versicherten der BKK für Heilberufe problemlos und unbürokratisch funktioniert. Das BVA wird das Verhalten der Krankenkassen genau beobachten. Sollte es wieder Krankenkassen geben, die sich rechtswidrig verhalten und versuchen, Versicherte abzuwimmeln, wird das BVA mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln hiergegen vorgehen.“
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