Die Zahl der Geldanleger wächst, die sich dafür interessieren, in welchen Unternehmen, Branchen und Regionen ihre sauer gesparten Beiträge angelegt werden. Bei Versicherungen allerdings hält sich die
Nachfrage nach ökologischen, ethischen oder nachhaltigen Produkten bisher in Grenzen. Hajo Köster, Berater beim Bund der Versicherten, bestätigt: „Bislang haben wir uns mit grünen Versicherungen nicht näher beschäftigt. Nachfragen explizit hierzu spielen keine Rolle im Berateralltag.“
Doch es gibt Ausnahmen, wie die
Diskussion um die Anlagen von Riester-Fonds zeigt. Und: Fach- und Führungskräfte der Versicherungen rechnen damit, dass die Zahl nachhaltiger Versicherungsprodukte schon bald spürbar zulegen wird. Beim Vertriebsmonitor für die Assekuranz 2010, der vom Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen und vom Deutschen Ring Krankenversicherungsverein erstellt wurde, gaben 94 Prozent der Befragten an, dass das Thema Nachhaltigkeit bereits heute für den geschäftlichen Erfolg relevant sei. Bei zwei von drei Assekuranzen sind die ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit schon jetzt wichtiger Bestandteil der Geschäftspolitik.