Das unabhängige Analysehaus Morgen & Morgen hat das Leistungsspektrum einiger Tarife untersucht. Nur Tarife von elf Unternehmen erhielten eine Top-Bewertung. Bestnoten bekamen u.a. die Offerten von Deutscher Ring, Signal Iduna, Volkswohl Bund, WWK und Ideal. Allerdings variiert die Qualität sogar innerhalb eines Unternehmens: Während der Deutsche Ring sich für den Tarif „PflegeRente Komfort“ und „Pflegerente Premium“ mit fünf Rating-Sternen schmücken kann, erhält die „PflegeRente Elementar“ nur drei Sterne.
Für den Verbraucher bedeutet dies: Er muss das einzelne Produkt genau überprüfen und vor allem einen Blick auf die garantierte Leistung werfen. Denn die monatliche
Rente im Pflegefall besteht aus einer garantierten Leistung – also jener Leistung, die von Anfang an bei Vertragsabschluss zugesichert wird – und den Überschüssen. Diese sind nicht garantiert und hängen davon ab, wie gut das Unternehmen gewirtschaftet hat und was es an seine Kunden an Gewinn ausschütten kann. Deshalb können Interessenten zunächst nur auf die garantierte Leistung setzen. Sie sollte mit den Summen anderer Versicherer verglichen werden.
Der Vorteil von Rentenpolicen gegenüber Tagegeldpolicen, mit denen man ebenfalls den Pflegefall absichern kann, ist der integrierte Rückkaufswert: Kündigt man den Vertrag, erhält man eine bestimmte Summe ausbezahlt, so dass nicht alle einbezahlten Beiträge verloren sind. Diese bleiben übrigens die ganze Laufzeit über stabil. Günstig ist, wenn die Police die Beitragsfreiheit im Pflegefall vorsieht. Man sollte einen Tarif wählen, der auch in niedrigen Pflegestufen leistet, denn diese kommen laut Statistik viel öfter vor, als Pflegestufe III. Über die Pflegerente kann der Kunde frei verfügen, die Art der Pflege – ob ambulant oder stationär – ist unerheblich.