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19.05.2011 13:21

Pflegerentenversicherung

Jeder zweite pflegebedürftig – neue Rentenpolicen schließen Finanzlücke

von
Pflegerentenversicherung Jeder zweite pflegebedürftig – neue Rentenpolicen schließen Finanzlücke Finanzportal Biallo.de
Das Risiko im Alter zum Pflegefall zu werden, ist weit höher, als die meisten annehmen: Jeder zweite wird im Laufe seines Lebens pflegebedürftig.
Während heute knapp über zwei Millionen Menschen pflegebedürftig sind, sollen im Jahr 2030 bereits 3,36 Millionen Menschen in Deutschland auf Pflege angewiesen sein, so belegen es aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Im Zeitraum zwischen 2005 und 2030 steigt die Zahl der Pflegebedürftigen somit um 58 Prozent. In Zukunft wird insbesondere der Anteil der über 85-Jährigen zunehmen. Versicherer stellen sich auf dieses Szenario ein und erweitern ihre Produktpalette zunehmend um Pflegerentenversicherungen. Diese sollen die private finanzielle Absicherung gewährleisten, denn die gesetzlichen Zuschüsse reichen nicht aus.

Die Zahlen machen deutlich wie wichtig die private Vorsorge ist: Eine vollstationäre Pflege in Pflegestufe III kostet nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes Ende 2007 im Durchschnitt 2.766 Euro im Monat, in Stufe II 2.341 Euro und in Stufe I 1.915 Euro. Oft fallen aber inzwischen bis zu 3.300 Euro im Monat in Pflegestufe III an. Der Zuschuss der gesetzlichen Pflegeversicherung deckt nur rund die Hälfte der Kosten: In Stufe III erhält man im Jahr 2012 monatlich 1.550 Euro, in Stufe II 1.279 Euro und in Stufe 1.023 Euro. Es bleibt in jedem Fall eine Versorgungslücke von bis zu 1.800 Euro im Monat.
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Männer sind laut Pflegereport 2,48 Jahre pflegebedürftig, Frauen 3,67 Jahre. Je nach Pflegestufe kommt hier ein Eigenanteil von 70.000 Euro (Männer) bis 100.000 Euro (Frauen) zusammen, geht man davon aus, dass sie die gesamte Pflegezeit in Stufe II in einem Pflegeheim verbringen. Dabei sollte man berücksichtigen, dass man im Laufe der Pflegebedürftigkeit meist unterschiedliche Pflegestufen durchläuft. Die Verweildauer in Pflegestufe I ist am längsten. Ein Großteil der Betroffenen wird hier noch zuhause von Angehörigen gepflegt.

Um das Kostenrisiko einer Pflegebedürftigkeit zu minimieren, bieten die Versicherungen Policen an: Pflegetagegeldpolicen und Pflegekostenversicherungen sind bekannte Produkte. Relativ neu auf dem Markt sind Pflegerentenpolicen. Damit sichert man sich eine monatliche Rente im Pflegefall. Über diese kann der Kunde frei verfügen, die Art der Pflege – ob ambulant oder stationär – ist unerheblich. Die Beiträge bleiben über die gesamte Laufzeit stabil. Zudem steigt die Rente zusätzlich an, denn der Kunde profitiert von Überschüssen, die ihm zusätzlich zur garantierten Leistung gut geschrieben werden. Allerdings sind diese nicht garantiert.

Im Gegensatz zu den anderen beiden Versicherungsvarianten – Pflegetagegeld- und Pflegekostenpolicen - erhält man hier einen Teil der eingezahlten Beiträge zurück, sollte man die Police vorzeitig kündigen oder aber der Todesfall eintreten, bevor Leistungen in Anspruch genommen wurden. Denn bei den meisten Pflegerentenversicherungen ist ein Sparvorgang integriert: Bei Kündigung oder Tod – je nach Police – erhält der Kunde einen Rückkaufswert oder eine Beitragsrückerstattung. Die Tabellen zeigen Beispiele für Kosten einer Rentenpolice.
Garantierte Rente 1.000 Euro im Monat in Pflegestufe III sowie Leistungen in Stufe I und II. Alle Beiträge ohne Todesfallleistung. Alle Tarife leisten auch bei Demenz.
 
Anbieter Tarif* Beitrag im Monat

Mann 45 Jahre
Beitrag im Monat

Frau 45 Jahre
WWK Pflege Rente Flexi 47,85 EUR 70,54 EUR
Ideal PflegeRente Exklusiv 51,90 EUR 71,20 EUR
Zurich PflegeRente Exklusiv 51,90 EUR 71,20 EUR
Nürnberger NP2610 53,42 EUR 78,45 EUR
Signal Iduna PflegeExklusiv 60,87 EUR 89,30 EUR
Deutscher Ring PflegeRente Premium 62,10 EUR 91,20 EUR
Volkswohl Bund SPV Exklusiv 74,39 EUR 107,30 EUR
*Anm.: Die Bedingungen sind genau zu vergleichen. Die einzelnen Tarife bieten unterschiedlich hohe Leistungen in Stufen I und II und unterscheiden sich z.T. in der Beitragszahldauer.

Quelle: www.biallo.de, Stand: Januar 2012

 
 
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