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04.05.2011 14:20

Krankenkassenpleite

Versicherte der City BKK müssen wechseln

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Die gesetzliche Krankenkasse City BKK schließt ihre Pforten zum 1. Juli. Es ist die erste Kasse, die seit Einführung des Gesundheitsfonds wegen mangelnder finanzieller Leistungsfähigkeit vom Bundesversicherungsamt geschlossen wird. 168.000 Versicherte müssen sich nun eine neue Kasse suchen.
Pleite der City BKK Versicherte müssen wechseln
Versicherte der City BKK müssen sich eine neue Krankenkasse suchen
„Man kann nicht aus dem Versicherungsschutz herausfallen. Auch wer eine Erkrankung hat, muss keine Angst haben, auf irgendwelchen Kosten sitzen zu bleiben“, sagt Kai Vogel, Krankenversicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Bei der Wahl einer neuen Kasse sollte der persönliche Gesundheitszustand in die Entscheidung mit einfließen.

In den nächsten Wochen werden die Mitglieder der City BKK ein Schreiben erhalten, das sie über die Schließung der Kasse informiert. Sie haben dann bis zwei Wochen nach dem offiziellen Schließungstermin – also bis 14. Juli – Zeit, selbst eine neue Kasse zu wählen. Der Versicherungsschutz gilt dann rückwirkend ab 1. Juli. Es entsteht also keine Lücke in der Absicherung. Es gibt einen Annahmezwang in der gesetzlichen Krankenversicherung: Auch wer Erkrankungen oder chronische Leiden hat, darf weder ausgeschlossen werden noch sind Wartezeiten zu erfüllen. Versäumt man die Frist, selbst eine neue Kasse zu wählen, wird man von seinem Arbeitgeber einfach bei einer Kasse angemeldet. Freiwillige Mitglieder haben eine Frist von drei Monaten, eine neue Kasse zu finden.
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Die Versicherten der City BKK haben nun die Chance, eine Kasse zu wählen, die keinen Zusatzbeitrag erhebt. Die City BKK hat seit Januar dieses Jahres 15 Euro im Monat verlangt. Nur die BKK Hoesch verlangt ebensoviel. Die anderen Kassen verlangen acht bzw. zehn Euro. Noch verzichtet ein Großteil der Kassen auf die Erhebung eines Zusatzbeitrags. Ob das auch in Zukunft so sein wird, kann keiner voraussagen. „Es gibt Kassen, die versprochen haben, für 2011 keinen Zusatzbeitrag zu erheben. Diese sollte man zuerst unter die Lupe nehmen“, rät Vogel. Dazu gehören viele AOK, die Barmer GEK, die Techniker, die BIG, die IKK classic und die BKK Mobil Oil. Bei der HKK und der BKK A.T.U. erhält man 2011 sogar eine Prämie zurückerstattet. Trotzdem sollte man vorher bei der Kasse noch mal nachfragen. Es kann immer sein, dass von einem auf den anderen Monat doch ein Zusatzbeitrag fällig wird.
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Worauf es bei der Kassenwahl ankommt

Bei der Wahl der neuen Kasse, sollte man überlegen, was man bisher bei seiner Krankenkasse genutzt hat: Spezielle Programme für chronisch Kranke beispielsweise sollte dann auch die neue Kasse anbieten. Wer gesund ist, sollte vor allem auf den Service wert legen: Ist einem eine Geschäftsstelle mit persönlichem Ansprechpartner wichtig? Wie sieht es mit der Erreichbarkeit der Hotline aus?

„Auch in den Extraleistungen kann Potential stecken“, sagt Vogel. Das sind die Leistungen, die die Kassen über den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskatalog hinaus anbieten können. Da kann die Kostenübernahme für Reiseimpfungen für Manchen interessant sein oder eine zusätzliche Untersuchung für Kinder sowie Extraleistungen im Bereich Haushaltshilfe im Krankheitsfall. Bonusprogramme hingegen, mit denen alle Kassen werben, sollten laut Vogel kein Grund sein, eine bestimmte Kasse zu wählen. Wichtiger sind die Leistungen im Krankheitsfall.
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