Wo leistet die Private mehr?
Die freie Krankenhauswahl, die Chefarztbehandlung und die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer bei einem stationären Aufenthalt sind eindeutige Vorteile. Auch beim Zahnarzt werden deutlich höhere Kosten erstattet. Im ambulanten Bereich kann man sich auch von reinen Privatärzten behandeln lassen. Ebenso erstatten die Versicherer alternative Heilmethoden und Heilmittel in wesentlich größerem Umfang. Vor allem: „Was einmal vertraglich zugesichert ist, bleibt bestehen. Eine Kürzung von Leistungen wie in der Gesetzlichen gibt es nicht“, sagt Rudnik. Ist allerdings eine
Familie zu versichern, wird die Private deutlich teurer als die gesetzliche Krankenkasse, denn hier ist für jedes Familienmitglied ein eigener Vertrag abzuschließen.
Was kostet die private Krankenversicherung?
Geschlecht, Alter, Gesundheitszustand und der Umfang des gewählten Tarifs fließen in die Beitragsberechnung ein. Ein 30 Jahre alter gesunder Mann zahlt beispielsweise bei der Huk-Coburg rund 190 Euro im Monat (Arbeitgeberanteil bereits abgezogen) für einen guten Schutz, eine Frau 250 Euro. Die Hanse Merkur berechnet 160 Euro bzw. 199 Euro. Wie viel Sie eine Police kosten würde, können Sie mit dem
Biallo.de-Vergleich zur privaten Krankenversicherung ermitteln. Mit steigendem Alter erhöhen sich die Prämien, im Durchschnitt um etwa fünf Prozent im Jahr, hat der BdV beobachtet. Um die Kostensteigerung im Rentenalter abzumildern, gibt es die Alterungsrückstellung, die der Versicherer von den Prämien abzweigt.