Im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen wird immer wieder der Rotstift angesetzt. Das bekommt der Patient seit Jahren zu spüren: Praxisgebühr, kein Zuschuss mehr zum Brillenkauf, Ringen um jedes Krankengymnastikrezept. „Die private Krankenzusatzversicherung gewinnt an Bedeutung“, sagt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten in Hamburg. Denn mit ihr können gesetzlich Versicherte ihren Kassenstatus aufbessern.
Die Police setzt sich aus einzelnen Bausteinen zusammen, die jeder nach individuellen Bedürfnissen kombinieren kann. Vor Vertragsabschluss müssen umfassende Fragen zur Krankengeschichte beantwortet werden. Wer bereits (chronische) Vorerkrankungen hat, muss damit rechnen, entweder hohe Risikozuschläge bezahlen zu müssen oder aber die jeweilige Krankheit wird aus dem Versicherungsschutz ausgenommen. Ob sich dann allerdings die Zusatzabsicherung noch lohnt, ist fraglich.
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Bei der Police sollte man besonders auf zwei Dinge achten: Sie sollte nicht mit der Einschränkung „Zahlung nur nach Vorleistung der GKV“ Kosten erstatten. Denn wenn die Krankenkasse eine bestimmte Behandlung in ihrem Leistungskatalog gar nicht vorgesehen hat, muss auch der private Versicherer nichts dafür zahlen. Des weiteren sollte man darauf achten, dass Arzthonorare auch in größeren Höhen übernommen werden. Also nicht nur zum einfachen Gebührensatz, sondern auch zum 2,3-fachen oder gar 3,5-fachen Satz.