Ein Großteil der Pflegebedürftigen sind Frauen. „Die Gelder der gesetzlichen Pflegekasse reichen in der Regel nicht aus, um eine Pflege voll zu finanzieren“, sagt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten.
Private Zusatzversicherungen können die Finanzlücke schließen.
Die letzte Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes von 2009 macht deutlich, dass vor allem Menschen ab dem Rentenalter von Pflegebedürftigkeit betroffen sind: 83 Prozent der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre und älter, rund ein Drittel, 35 Prozent, war über 85 Jahre alt. Laut Statistik werden die meisten Menschen zuhause von Angehörigen gepflegt. Sie erhalten demnach aus der gesetzlichen Pflegekasse das Pflegegeld:
- In Pflegestufe I sind das 235 Euro,
- in Stufe II 440 Euro und
- in Stufe III 700 Euro im Monat.
Wenn
Angehörige die Pflege unentgeltlich ausüben, mag man mit diesen Summen auskommen. Knapp wird es, wenn man mit dem Geld anderweitig Hilfe und Unterstützung finanzieren will. Wird man zuhause von einem ambulanten Pflegedienst versorgt, fallen die Zuschüsse höher aus, sie decken aber auch dann in der Regel nur die Hälfte der anfallenden Kosten. Den Rest muss der Pflegebedürftige selbst bezahlen.