
Die private finanzielle Vorsorge für den Pflegefall wird immer wichtiger
Bundesbürger werden immer älter, und an der wachsenden Pflegebedürftigkeit ab 80 führt kein Weg vorbei. Weil die gesetzliche Pflegeversicherung nicht ausreicht, werden private Zusatzversicherungen immer wichtiger.
Nach Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes wird es bis 2030 rund 58 Prozent mehr Pflegebedürftige in Deutschland geben. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt von heute 2,1 Millionen auf 3,4 Millionen im Jahre 2030. Derzeit sind rund die Hälfte der Pflegebedürftigen 80 Jahre und älter. Bis 2030, so schätzen die Statistiker, wird sich der Wert auf 65 Prozent erhöhen.
Angstfaktor Pflegeheim
Pflegebedürftig zu sein ist schon schlimm genug – noch schlimmer aber ist für die meisten die Vorstellung, für diese Pflege auf eine Heimunterbringung angewiesen zu sein. Nach einer Studie des Deutschen Altenpflegemonitors wollen sich nur acht Prozent der über 50 Jahre alten Bürger stationär im Heim pflegen lassen. So sind 81 Prozent (2006: 83 Prozent) der Befragten der Ansicht, dass das Personal in der Altenpflege zu wenig Zeit habe. 63 Prozent glauben, dass die Pflege zu teuer sei. Nur 24 Prozent sind der Meinung, Pflegebedürftige würden respektvoll behandelt. Fast jeder Zweite geht davon aus, dass Pflegebedürftige mit Medikamenten ruhig gestellt würden. Nur 23 Prozent haben den Eindruck, dass man in der Pflege gut versorgt sei.
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Wenn die staatliche Pflegeversicherung nicht reicht, bleibt eigentlich nur die private finanzielle Vorsorge. „Das Thema Pflege wird aus unserer Sicht immer wichtiger. Um die drohende Pflegelücke zu stopfen, wird der Bedarf an passenden Zusatztarifen steigen“, sagt Peter M. Endres, Vorstandschef der KarstadtQuelle Versicherungen.