Private Altersvorsorge ist mittlerweile unverzichtbar. Vor allem Jüngere müssen sich um Zusatzvorsorge bemühen, da das Rentenniveau der Gesetzlichen Rentenversicherung künftig weiter absinken wird. Dabei gilt: Je wichtiger eine Entscheidung ist, desto mehr Zeit muss man sich nehmen. Wer das Modell einer privaten Rentenversicherung wählt, sollte daher vor einer Vertragsunterschrift in Ruhe die Marktangebote überprüfen.
Wichtig sind dabei: Welche Kosten entstehen mir, wie viel garantierte Rente zahlt mir bei identischen Vertragsbedingungen ein Anbieter und auf welche Klauseln muss ich achten. Selbst eine monatliche Differenz von 30 Euro bei der Rentenauszahlung macht über die Jahre hochgerechnet mehrere Tausend Euro aus. Sich jahrelang an den falschen Versicherer binden, kann somit im Alter teuer werden.
Verzichtet werden sollte in der "Ansparphase" auf einen sogenannten dynamischen Rentenversicherungsvertrag. Hier steigt ein Sparer mit einem niedrigen Beitrag ein und dieser erhöht sich dann langsam. Laut Gesamtverband der deutschen Versicherer wird rund die Hälfte aller Lebens- und Rentenpolicen mit einer dynamischen Prämiensteigerung abgeschlossen. Versicherungsvertreter argumentieren hier gerne, dies würde gegen die Inflation helfen.
Private Rentenversicherung - besser keine Dynamik in der Ansparphase
Die Experten der Stiftung Warentest raten dagegen von dieser Variante ab. „Die jährlich steigenden Beiträge kosten unnötig viel Geld, da bei jeder Dynamikstufe wieder Abschlusskosten anfallen“, so die Verbraucherschützer. Dadurch verringert sich jedesmal der für den Kapitalaufbau zur Verfügung stehende Sparbetrag.
Dagegen sollte man später in der "Auszahlungsphase" auf eine „volldynamische Rente“ setzen. Diese steigt von Jahr zu Jahr um einen bestimmten Prozentsatz. Zwar ist die Höhe der Steigerungsrate nicht garantiert, jedoch stets die einmal erreichte Rentenhöhe. „Großer Vorteil dieser Variante ist, dass die Rente nie fällt“, betonen die Verbraucherschützer. Mit der volldynamischen Variante schafft sich der Rentner dann gleichzeitig den gewissen Inflationsausgleich.