Die Aussichten für
künftige Empfänger der gesetzlichen Rente sind nicht rosig. Jüngere Beschäftigte sammeln durch einen meist späteren Berufseinstieg und Phasen von Arbeitslosigkeit im Durchschnitt zusehends weniger Renten-Entgeltpunkte. Zudem haben diese Punkte für viele Versicherte durch die Renten-Reformen der vergangenen Jahre auch noch an Wert verloren. Das Niveau der gesetzlichen Altersrente wird daher weiter absinken. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie.
Die Veränderungen bei den Erwerbsbiographien und rechtlichen Ansprüchen haben sich in den vergangenen Jahren bereits deutlich auf die Altersbezüge jüngerer Ruheständler ausgewirkt. Das zeigen die Resultate einer Forschungsarbeit von Falko Trischler und Ernst Kistler vom Internationalen Institut für Empirische Sozialökonomie (Inifes). So liegt seit der Jahrtausendwende der
monatliche Rentenzahlbetrag, den Neu-Rentner erhalten, im Mittel deutlich unter der allgemeinen Durchschnittsrente aller im Ruhestand befindlichen Personen. Im Jahr 2009 kamen Neu-Rentner auf 686 Euro monatliches Altersgeld. Das waren gut 80 Euro weniger als beim Rentenbestand.