"Riestern" lohnt sich, denn diese Sparform wird staatlich gefördert. Neben Steuervorteilen gibt es jedes Jahr Zulagen von bis zu 154 Euro pro Person. Hinzu kommen 185 Euro jährlich für jedes Kind, das vor 2008 geboren wurde. Für danach auf die Welt gekommene Sprösslinge spendiert der Staat sogar 300 Euro jährlich. Um die vollen Zulagen zu erhalten, muss man vier Prozent seines Vorjahres-Bruttogehaltes in einen Riester-Vertrag einzahlen.
Riester-Sparen ist in unterschiedlichen Varianten möglich: als klassische oder fondsgebundene Rentenversicherung, sowie als Fondssparplan und Banksparplan und für all diejenigen, die ein Eigenheim finanzieren wollen, wurde die
Sonderform des "Wohnriesterns" geschaffen. Alle Modelle haben eines gemeinsam: Sie sind eine sichere Sache. Egal welcher Vertrag abgeschlossen wird, das einbezahlte Kapital und die Zulagen sind am Ende garantiert.
Förderquoten von bis zu 80 Prozent
Eine junge Familie mit 5-jährigem Kind, die zum Beispiel 2010 das zweite Kind erwartet, kann jetzt bis zu 793 Euro als staatlichen Zuschuss für die private Altersvorsorge im Jahr einstreichen. Voraussetzung: Beide Ehepartner haben einen Riester-Vertrag abgeschlossen und zahlen inklusive Zulage vier Prozent des steuerpflichtigen Vorjahreseinkommens ein. Bei einem Familieneinkommen von 30.000 Euro müsste der Vertrag inklusive Zulagen mit jährlich 1.200 Euro bespart werden, die Familie bräuchte somit nur 407 Euro jährlich selbst zuschießen. Darüber hinaus sind Beiträge bis zu 2.100 Euro steuerlich absetzbar. Übersteigt die Steuerersparnis die Zulagen, wird die Differenz vom Finanzamt erstattet. Insgesamt sind bei Riester-Verträgen so staatliche Förderquoten von bis zu 80 Prozent möglich.