Ist das Geld knapp, sollten Riester-Sparer ihren Vorsorgevertrag nicht voreilig stornieren. Die vorzeitige Vertragsauflösung hat mehrere Nachteile: Erstens entstehen Storno-Gebühren, zweitens gibt es keine Kapitalgarantie und drittens muss man die bislang erhaltenen staatlichen Zulagen zurückzahlen.
Ein Sparer mit zwei Kindern im Alter von sechs und acht Jahren, der bereits seit fünf Jahren riestert, müsste allein 2.620 Euro an staatlichen Zulagen ans Finanzamt zurückzahlen, wenn er das Vorsorge-Kapital nicht in einen neuen Riester-Vertrag investiert. Wer einen
Riester-Vertrag auf Fondsbasis bespart, muss außerdem in schwachen Börsenphasen befürchten, dass seine Fondsanteile an Wert verloren haben und er deutlich weniger von der Fonds- oder Versicherungsgesellschaft zurückerhält, als er bislang eingezahlt hat. Lediglich klassische Rentenversicherungen und Banksparpläne bieten Kapitalsicherheit und Zinsgarantie. Allerdings belasten bei Versicherungspolicen die hohen Abschluss- und Vertragskosten den Rückkaufswert.