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08.01.2012 00:12

Riester-Sparen 2012

Vergleichen und mehr Rente kassieren

von
Altersvorsorge Riester Riester-Rente 2010 Riester-Vertrag Garantierente Überschuss Finanzportal Biallo.de
Rund 14 Millionen Sparer sorgen mit einem Riester-Vertrag inzwischen für ihr Alter vor. Doch ein Vergleich zeigt - nicht jedes Versicherungsangebot ist gleich gut.
"Riestern" lohnt sich, denn diese Sparform wird staatlich gefördert. Neben Steuervorteilen gibt es jedes Jahr Zulagen von bis zu 154 Euro pro Person. Hinzu kommen 185 Euro jährlich für jedes Kind, das vor 2008 geboren wurde. Für danach auf die Welt gekommene Sprösslinge spendiert der Staat sogar 300 Euro jährlich. Junge Sparer bis 25 Jahre erhalten zusätzlich einmalig eine Start-Prämie von 200 Euro. Um die vollen Zulagen zu erhalten, muss man vier Prozent seines Vorjahres-Bruttogehaltes in einen Riester-Vertrag einzahlen.

Riester-Sparen ist in unterschiedlichen Varianten möglich: als klassische oder fondsgebundene Rentenversicherung, sowie als Fondssparplan und Banksparplan und für all diejenigen, die ein Eigenheim finanzieren wollen, wurde die Sonderform des "Wohnriesterns" geschaffen. Alle Modelle haben eines gemeinsam: Sie sind eine sichere Sache. Egal welcher Vertrag abgeschlossen wird, das einbezahlte Kapital und die Zulagen sind am Ende garantiert.

Förderquoten von bis zu 80 Prozent

Eine junge Familie mit 5-jährigem Kind, die zum Beispiel 2012 das zweite Kind erwartet, kann dann bis zu 793 Euro als staatlichen Zuschuss für die private Altersvorsorge im Jahr einstreichen. Voraussetzung: Beide Ehepartner haben einen Riester-Vertrag abgeschlossen und zahlen inklusive Zulage vier Prozent des steuerpflichtigen Vorjahreseinkommens ein. Bei einem Familieneinkommen von 30.000 Euro müsste der Vertrag inklusive Zulagen mit jährlich 1.200 Euro bespart werden, die Familie bräuchte somit nur 407 Euro jährlich selbst zuschießen. Darüber hinaus sind Beiträge bis zu 2.100 Euro steuerlich absetzbar. Übersteigt die Steuerersparnis die Zulagen, wird die Differenz vom Finanzamt erstattet. Insgesamt sind bei Riester-Verträgen so staatliche Förderquoten von bis zu 80 Prozent möglich.
Vergleich Riester-Rentenversicherung
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Sämtliche Angaben ohne Gewähr
Besonders wichtig - Marktangebote vergleichen

Doch die staatliche Förderung ist nur eine Seite des Sparens – entscheidend ist auch, was die Anbieter später an monatlichen Renten tatsächlich auszahlen. Nur wer vorher die Marktangebote richtig vergleicht, kann sich zusätzlich die besten Vertragsrosinen der Versicherungsgesellschaften herauspicken. Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, moniert zudem, dass viele Angebote keine Angaben zu den Kosten eines Vertragswechsels oder keine hinreichenden Angaben zu den Abschluss- und Verwaltungskosten enthalten.
 
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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
01.09.2011 15:59 Uhr - von Ronny C.
Riester ist meistens Geldverschwendung
Mehr Infos gibt es hier: http://www.unser-finanzsystem.de/vermogensaufbau/altersvorsorge/riester-rurup Ein kleiner Auszug: - bürokratischer Zusatzaufwand zur Erlangung der jährlichen Förderung - bei Kündigung vor Rentenbeginn ( z. B. wegen Arbeitslosigkeit ) muss die komplette Förderung zurückgezahlt werden - Vermittlungsprovisionen und Vertragsabschlusskosten werden innerhalb der ersten fünf Jahre komplett mit den Einzahlungen des Riester-Sparers verrechnet und nicht über die gesamte Vertragslaufzeit verteilt abgezogen. Bei vorzeitiger Vertragskündigung bleibt daher dem Versicherten meist nur ein geringer Restwert der bereits eingezahlten Beiträge erhalten. Bei Kündigung oder Beitragsfreistellung - zumindest in den ersten fünf Jahren - in aller Regel Verlust trotz Zulagenförderung - Niedrige Renditen durch vorgeschriebene Garantiezusagen und hohen Verwaltungsaufwand - Rentenbezüge müssen in voller Höhe versteuert werden - im Erbfall vor Auszahlungsbeginn und Auflösung des Vertrages werden sämtliche Fördermittel zurückgefordert
31.08.2011 18:52 Uhr - von Tom Meier
Garantiewerte-Vergleich evtl. gar nicht sinnvoll?
Immer wieder liest man bei Riester-Versicherungen vom Garantiewertevergleich. Dabei ist dieser evtl. gar nicht so sinnvoll: Garantien kann ein Versicherer natürlich nur vergeben, wenn er das Kundengeld besonders sicher anlegt. Wo er Geld bspw. in Aktien anlegt, kann er keine oder nur sehr niedrige Garantien geben. Dabei sind das genau jene Bestandteile, die - bei guter Diversifikation - langfristig die meiste Rendite bringen. Und so wird es dann recht wahrscheinlich, dass ein Versicherer mit niedriger garantierter Rente am Ende die höchste tatsächliche Rente erwirtschaftet. Ein besserer Gradmesser für ein gutes Produkt als die Garantierente wäre daher, wie viel Geld der Versicherer für seine eigene Verwaltung und seinen Gewinn aufwendet.
18.01.2011 12:15 Uhr - von Redaktion Biallo.de
Anmerkung der Redaktion zu "Sven S."
Es ist wenig hilfreich, einen möglichen Nachteil immer sofort auf das gesamte Angebot anzuwenden. Es bringt nichts, wenn man sich an einigen Negativ-Kosten-Beispielen weniger Versicherer aufhängt und alle anderen – zum Teil fast gebührenfreien – Riester-Angebote plus die hohen staatlichen Förderungen vor allem für Familien unter den Tisch fallen lässt. Es bringt auch nichts, wenn man gegenüber dem Vorsorgesparen per Rentenversicherungen mit den ach so schlimmen Auswirkungen von Inflation und möglichen Preissteigerungsraten argumentiert, dies aber anscheinend beim konventionellen Ansparen unberücksichtigt lässt. Es bringt ebenfalls nichts, auf der Sache mit den Geringverdienern (die wir bereits vorher kommentiert hatten…) herumzureiten, wenn man keine Ahnung davon hat, ob das in 20 oder 30 Jahren, wenn die Leute in Rente gehen, überhaupt noch relevant ist. Was ist, wenn sie dann gar nichts haben? Und sich allein auf Altersvorsorge über „Bundeswertpapiere“ zu verlassen, ist wohl die absolute Vorfreude auf spätere Altersarmut. Grundsätzlich muss man bei der Altersvorsorge immer einen Aspekt im Auge behalten: Niemand weiß, wie alt er wird – es ist immer eine Art Wette. Normal angespartes Kapital ist aber irgendwann einmal aufgebraucht, eine lebenslang garantierte Rente aber nie.
18.01.2011 11:23 Uhr - von Redaktion Biallo.de
Anmerkung der Redaktion zu "Siedes"
Fakt ist - nach einer schon etwas zurückliegenden Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes dürfen alle Rentner, die ihren Ruhestand im Ausland verbringen, ihre volle Riester-Rente einschließlich der staatlichen Riester-Zulagen behalten.
14.01.2011 09:09 Uhr - von Siedes
Prima Sven S. !!!!
Nicht viele analysieren gut wie du. Bleiben aus meiner Sicht 2 Dinge zu ergänzen: Die Förderungen muss man auch zurückzahlen, wenn man als Rentner dann den Lebensabend im sonnigen Ausland (ohne Steuerpflicht in Deutschland) leben wird. Wer sich darüber noch wundern könnte, dass mit dem AWD die Herren Riester und Rürup als Berater zu sehen sind, dem empfehle ich z.B. das Buch "Das Kartell der Kassierer", es ist zwar aus dem Jahr 1993, zeigt aber die Zusammenarbeit vom Geldkassieren lebender Institutionen seit etwa 35 Jahren bis heute.
13.01.2011 09:42 Uhr - von Sven S.
Riesterrente lohnt sich nicht
Die Riesterrente ist für die große Mehrheit der Bevölkerung nicht vorteilhaft. Tobias hat hier genau die wunden Punkte getroffen und bei Herrn Mahler und Daniela handelt es sich vermutlich um aufgeschreckte Finanzberater. Übrigens kommt unter anderem auch die Vebraucherzentrale Hamburg zum Ergebnis: "Verbraucher haben von den staatlichen Zulagen bei Riester häufig nichts. Die Zulagen werden im Endeffekt von den Versicherungen etc. kassiert". Der bürokratische Aufwand ist sehr hoch, was auch für die offenen und verdeckten Kosten gilt. Bei Kündigung oder Beitragsfreistellung drohen hohe Verluste für die Kunden. Bei Kündigung vor Rentenbeginn muss die komplette Förderung zurückbezahlt werden. Die Garantiezusagen mindern stark die Rendite und der Garantiebetrag wird nicht verzinst. Die Preissteigerungsrate beträgt jährlich und durchschnittlich ca. 2 bis 3 %. Zieht man von den garantierten Beitragseinzahlungen Kosten und Inflationsrate ab, bedeutet die Garantie einen hohen Verlust. Die Riester-Anbieter können mit unseren Beiträgen arbeiten und daraus Einnahmen erzielen, verzinsen sie für uns Kunden aber nicht. Ein Supergeschäft für die Anbieter! Entnimmt man aber Beträge für Wohnriester, muss man alles verzinsen und versteuern. Im Alter muss dann alles versteuert werden und vererbbar auf die Kinder sind die Verträge nicht. Das durchschnittliche voraussichtl. Lebensalter wird unverschämt hoch angesetzt, so dass die Anbieter die spätere Rente niedrig ansetzen können, wobei ja noch Kosten und Steuern abgezogen werden. Die meisten sterben vor dieser künstlichen Lebensaltersgrenze, so dass der Anbieter den Rest im Vertrag kassieren darf. Wieder ein Supergeschäft! Gerade Geringverdiener könnten im Alter Probleme bekommen, weil, wie nicht nur die Sendung WISO aufgedeckt hat, die Riesterförderung auf die Grundsicherung angerechnet wird. Die Rürup-Rente ist übrigens noch schlechter. Mit Riester und Rürup verdienen sich Versicherungen etc. eine goldene Nase und wir Verbraucher sind die Dummen dabei. Wie gestern im Fernsehen zu sehen war, sitzen der ehemalige Arbeitsminister Riester und der ehem. Regierungsberater Rürup zusammen mit dem Gründer des umstrittenen AWD-Finanzvertriebes, Maschmeyer, in einem Frankfurter Beratungsbüro. Noch Fragen? Man kann jedem nur empfehlen, mit ganz normalen Banksparplänen, Bundeswertpapieren usw. anzusparen. Dann hat man weniger Kosten, weniger Ärger, das Geld gehört wirklich einem selbst, man kann jederzeit verfügen wie man will und kann es sogar verereben.
12.01.2011 22:12 Uhr - von Daniela R.
Teilweise wahr und teilweise richtig
Ich finde Tobias regt sich künstlich auf und sollte mal einen Gang zurück schalten und etwas entspannen. In ein paar Punkten hat er teilweise recht, genauso wie der obige Artikel teilweise recht hat. Sie sind eben aus gewissen Blickwinkeln geschrieben, dessen sollte sich der Leser bewusst sein. Ob Tobias oder der Autor des Artikels im Namen einer Branche schreiben, soweit würde ich nicht gehen. Für gewisse Leute wie Arbeitslose und Geringverdiener lohnt sich Riestern sicher, weil sie nur einen geringen Beitrag zahlen, aber mit vergleichsweise hohen Zulagen vom Staat gefördert werden (60 Euro zu 154 Euro). Wenn man die Förderung als Rendite bzw. Verzinsung sieht, dann ist dies sicher nicht schlecht, den so eine hohe Verzinsung kriegt man woanders so schnell nicht. Für Familien mit Kindern ist es ggf. noch lukrativer, weil die Kinder zusätzlich mit beachtlichen Zulagen gefördert werden. Sicher ist es richtig, dass Top-Verdiener auf Riester nicht angewiesen sind und am besten eine andere private Altersvorsorge wählen. Für Selbständige und Freiberuflicher bietet sich etwa unter Steueraspekten die Rürup-Rente an - die gibt es ja auch noch ...
12.01.2011 09:15 Uhr - von Klaus-Peter Mahler
Ich kann es nicht mehr hören!
Meine Güte, nervt dieses Riester-Bashing. Es ist mit einem Taschenrechner und sogar mit einem einfachen Dreisatz nachvollziehbar, dass sich die Riester-Rente in den meisten Fällen lohnt. Die Förderquote über Zulagen und Steuervorteile liegt in den meisten Fällen bei 50 % und mehr - wie wollen Sie die Rendite besser pushen, sehr geehrter Tobias - zumal mit der vollen Sicherheit eingezahlter Beiträge und Zulagen? Es gibt zudem Verträge mit einer Garantie erreichter Höchststände … Und dann verlangen die bösen Banken doch tatsächlich Gebühren für ihre Dienste? Meine Güte, arbeiten Sie umsonst? Machen Sie Ihren Job zum Nulltarif? Wer keine vermeintlich hohen Kosten auf seinen Riester-Vertrag laden will, der kann Banksparpläne abschließen – sollte Ihnen bekannt sein. Da ist auf Euro und Cent klar, was am Ende rauskommt – wie transparent darf´s denn noch sein? Und im Alter mögen die Beiträge dem Wortlaut des Gesetzes nach zu versteuern sein. Aber als alleinstehender Rentner können Sie im Alter knapp 10000 Euro zu versteuernde Alterseinkünfte haben, Paare haben 20000 Euro frei, bevor sie die Adresse vom Finanzamt überhaupt kennen müssen. Wenn Sie im Alter tatsächlich über zu hohe Steuern klagen können, dann kann man sicher sein, dass Sie die Riester-Rente sicherlich nicht brauchen. Und wo liegt Ihrer Meinung nach denn die Alternative für viele Kleinsparer, die im Monat nur ein paar Euro zur Verfügung haben? Sollen die ganz auf Altersvorsorge verzichten und auf Grundsicherung im Alter setzen. Die können ihren Enkeln dann ja erzählen, dass sie nichts haben, weil Leute wie Sie immer wieder behauptet haben, es würde sich ja nicht lohnen zu sparen, weil die Vorsorge-Verträge ja angeblich so teuer und wenig lukrativ waren… Zeigen Sie doch mal, wo für die Masse der Menschen die Alternativen liegen, wenn sie sich nicht für die staatlich geförderte Altersvorsorge entscheiden mögen! Nicht jeder mag und kann sein Geld selbst anlegen und verwalten. Wie gesagt: Es nervt einfach nur noch …
11.01.2011 21:26 Uhr - von Tobias
Veröffentlichung meiner heutigen Erwiderung
Verehrte Redaktion, nach dem Sie auf meinen Kommentar reagiert haben, bestehe ich darauf, dass Sie auch meine bereits übersandte Erwiederung auf Ihren Eintrag von 17.10 Uhr bringen. Meine Erwiderung entlarvt nämlich, dass ihre Redaktion die Hausaufgaben nicht gemacht hat. Ich kann Ihnen übrigens noch 15 weitere Belege namhafter Leute bringen, die Ihre Position förmlich zermalmen. Ich hoffe nicht, dass biallo auf eine freundliche Berichterstattung über die Finanzindustrie und zu Lasten von uns Verbrauchern getrimmt ist. Falls meine Erwiderung auf den Redaktionshinweis nicht kommt, werde ich mich damit nicht abfinden und andere Wege in die Öffentlichkeit zur biallo-Berichterstattung beschreiten und mich auch schriftlich an die Führungsspitze von biallo wenden.
11.01.2011 17:46 Uhr - von Tobias
Redaktion ist auf dem Holzweg
Sehr geehrte Biallo-Redaktion, Ihre Reaktion auf meinen Kommentar zeigt, dass Sie die Fallstricke der Riesterrente noch nicht einmal ansatzweise durchschaut haben. Bezüglich der zahlreichen Belege, dass sich die Riesterrente nicht rechnet und auch noch viel zu bürokratisch ist, verweise ich auf die Studie von Prof. Dr. Klaus Jaeger, Freie Universität Berlin, Fachbereich Wirtschaftswissenschaft: "Wer profitiert in welchemn Umfang von den staatl. Subventionen der Riesterrente". Prof. Jaeger kommt wie viele andere auch zu dem Ergebnis, dass vor allem die Finanzbranche profitiert und nicht die Sparer. Hohe und teiweise verdeckte Kosten, Risikoaufschläge, ein künstlich zu hoch angesetztes Lebensalter, Versteuerung im Alter etc. führen dazu, dass von der staatl. Förderung kaum oder nichts übrig bleibt. Unter anderem der Versicherungsberater Karl Eberhardt, verschicherungsberater-online.de, dort unter "Sonstiges und Aktuelles" hat nachgewiesen, dass die Berechnungen der Stiftung Warentest nicht stimmen, die übrigens staatlich gefördert wird und dann staatl. geförderte Produkte bewerten soll. Ein Witz! Entnimmt man Geld für Wohnriester, muss man es bis ins Alter verzinsen. Für die garantierte Höhe der Beitragseinzahlungen bekommt man jedoch gar keinen Zins, so dass nach Abzug der Inflationsrate ein deutlicher Verlust entsteht. Sie sollte das Thema wirklich mal nacharbeiten und Ihre Defizite beseitigen. Riester ist ein bürokratisches, unflexibles, teueres Monster und für die meisten Leute nicht zu empfehlen.
11.01.2011 17:10 Uhr - von Redaktion Biallo.de
Hinweis der Redaktion
Hallo Tobias, viel wurde in den letzten Jahren in den Medien über den Sinn oder Unsinn der Riester-Rente diskutiert, Vor- und Nachteile gegeneinander aufgewogen. Dass sich aber, wie von Ihnen behauptet, riestern niemals lohnt, ist wohl eher eine unbewiesene These aus dem Reich der Mythen. Wo soll das wirklich grundsätzlich aufgezeigt sein? Sicher ist wohl: Ein Riester-Vertrag ist in bestimmten Konstellationen sehr sinnvoll und in anderen weniger lukrativ. Und nicht jeder Riester-Vertrag ist gleich gut. Aber vor allem Familien erhalten eine sehr hohe staatliche Förderquote. So bekommt eine Familie mit zwei kleinen Kindern (nach 2008 geboren) für ihre beiden Riester-Verträge zurzeit vom Staat bis zu 908 Euro jährlich geschenkt. Wo würden sie aktuell mehr Rendite im Vergleich zu ihrer zu tätigenden Investition erhalten? Warum sollten diese Sparer also von den Zulagen, wie von Ihnen behauptet, nichts haben. Und dass auf die Rente später Steuer anfällt, ist zwar nicht toll, aber alle Renten, für die man anspart bzw. ansparen kann, werden ja später versteuert. Da nehme ich doch wenigstens die staatlichen Geschenke vorher mit. Gerne wird auch verbreitet, dass Riester für Personen mit sehr geringem Einkommen ein Zusatz-Geschäft wäre und sich eventuell keine Vorteile gegenüber der staatlichen Grundsicherung im Alter ergeben: „Wer wenig verdient und trotzdem riestert, spart nur dem Sozialstaat Geld“, heißt es da. Kann möglich sein, dass es so kommt. Aber wissen Sie, ob es in 30 Jahren, wenn der Sparer in Rente geht, es überhaupt noch eine staatliche Grundsicherung gibt? Dann wären Sie vielleicht froh, Sie hätten wenigstens die kleine Riester-Rente zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen hier mal einen Blick in das Sonderheft der Stiftung Warentest „Spezial Riester-Rente“ vom November 2010. Dort werden u.a. für bestimmte Personengruppen auch Renditen für unterschiedliche Laufzeiten „ohne Verzinsung des Kapitals“ errechnet, also nur was allein die staatliche Förderung bringt. Selbst „nach Steuern“ sind übrigens da allesamt im Plus.
11.01.2011 14:05 Uhr - von Tobias
Riestern lohnt sich kaum
Wieso verbreitet Biallo immer noch das Märchen, dass riestern hohe Förderquoten bedeute und sich lohne? Das Gegenteil ist doch längst erwiesen. Die Anbieter haben meist eine hohe und schwer durchschaubare Kostenstruktur, die die Einzahlungen stark mindern. Außerdem ist im Alter alles wieder zu versteuern, was das Ergebnis weiter verschlechtert. Von den Zulagen hat man also nichts. Schließlich gelten die Garantien ohne Verzinsung, so dass die Garantiesumme einen hohen Verlust bedeutet.
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