„Für welche Personengruppe sich ein Riester-Vertrag lohnt, lässt sich pauschal nicht sagen“, sagt BdV-Vorstand Axel Kleinlein. Das hänge von vielen einzelnen Punkten ab – zum Beispiel dem bislang bestehenden Rentenanspruch, dem Alter, der Kinderzahl, ob eine Immobilie vorhanden sei und Schulden bestehen. Wichtig sei, sich vor Vertragsabschluss bei unabhängigen Stellen ausgiebig zu informieren. Wer nicht gerade Versicherungsmathematiker mit guten Steuer-Kenntnissen ist, dem rät Kleinlein ab, im Alleingang eine Police abzuschließen.
Negativbeispiele sollten nicht von notwendiger Altersvorsorge abhalten
Keinesfalls sollte man sich aber abschrecken lassen, sich mit dem wichtigen Thema Altersvorsorge zu beschäftigen. Der Bund der Versicherten berät hierzu ebenso wie die Verbraucherzentralen. Auf biallo.de finden sich ausführliche Informationen zu den verschiedenen Vorsorgeformen und mit den Versicherungsrechnern lassen sich die Angebote zahlreicher Versicherer vergleichen. Entscheidend für die Rendite ist nach der Wahl der individuell passenden Form schließlich auch das richtige Produkt. Bei der k
lassischen Riester-Rentenversicherung besteht laut Vergleichsrechner für eine 30 Jahre alte Frau mit einem Jahreseinkommen von 30.000 Euro ein Unterschied bei der späteren garantierten Rente von bis zu rund 50 Euro – monatlich. Zugrunde gelegt wurde ein monatlicher Beitrag von 100 Euro inklusive staatlicher Förderung, 35 Jahre Laufzeit, zehn Jahre Rentengarantie und dynamischer Rentenbezug.
Ebenso wichtig wie die Produktwahl ist auch, tatsächlich die Zulagen zu beantragen. 1,3 Milliarden Euro wurden allein 2008 nicht abgerufen. Diesen Betrag nennt der
„Vorsorgeatlas Deutschland“ des Forschungszentrums Generationenverträge der Universität Freiburg im Auftrag von Union Investment. Riester-Sparer, die bislang noch keinen Dauerzulagenantrag gestellt haben, können dies in diesem Jahr noch rückwirkend bis 2009 nachholen.