Für viele Riester-Vorsorgesparer stellt sich häufig die Frage: Welches ist die geeignete Produktvariante für mich? Bei der Auswahl gilt in der Regel: Je älter ein Sparer, desto sicherer sollte die Anlage sein.
Riestern mit Fonds ist vor allem dann interessant, wenn noch genug Zeit bis zur Rente ist. In Aktien zu investieren ist laut der Experten der Stiftung Warentest für Sparer bis zu einem Alter von 40 die renditeträchtigste Altersvorsorge. Sie haben noch ausreichend Zeit, eventuelle Rückschläge an den Börsen wieder aufzuholen, denn vor zwischenzeitlichen Kursstürzen ist niemand gefeit. Echte Verluste sind allerdings auch bei Riester-Sparern mit Fondsinvestment ausgeschlossen. Alle Anbieter müssen mindestens die Einzahlungen samt der staatlichen Zulagen zum Rentenbeginn garantieren.
Zu beachten ist lediglich, dass diese Kapitalgarantie nicht während der Vertragslaufzeit gilt. Zwischendurch kann es auf Grund von Kursschwankungen tatsächlich zu Verlusten kommen. In kritischen Börsenzeiten oder bei grundsätzlich schlecht laufenden Investmentfonds ist daher ein Wechsel des Anbieters mit vorzeitigem Ausstieg aus einem
Riester-Vertrag nicht immer ratsam. Auch eventuell angefallene Abschlussgebühren würden das Restkapital noch schmälern.
Notfalls Anbieter wechseln
Die richtige Strategie lautet hier: Nicht mehr in den alten Vertrag einzahlen, sich einen neuen besseren suchen und künftig dort die Riester-Zulagen und Steuervorteile kassieren. Der alte Anbieter muss trotzdem den dort bisher eingezahlten Betrag inklusive aller vom Staat geförderten Zulagen zum späteren Rentenbeginn für den Sparer bereithalten. Wer also merkt, dass er sich für den falschen Riester-Fondsvertrag entschieden hat, kann jederzeit die Notbremse ziehen und abwandern.
Sparer haben die Wahl zwischen einem Riester-Fondssparplan oder einer fondsgebundenen Riester-Rentenversicherung. Beide Anbietergruppen prognostizieren Renditen bis zu sechs Prozent. Wer Wert auf eine breite individuelle Fondsauswahl legt, ist bei der Versicherungsvariante in der Regel besser aufgehoben. Bei allen Riester-Modellen fällt zudem keine Abgeltungssteuer wie bei herkömmlichen Fondssparplänen an.