
Die Familie richtig absichern
Laut Statistik stirbt jeder fünfte Deutsche vor seinem 65. Lebensjahr. Gerade Familien, in denen ein Ehepartner das Haupteinkommen verdient, stehen dann häufig am Rande des Ruins. Um so verwunderlicher, dass die Risikolebensversicherung in vielen Haushalten fehlt.
Sie sollte auf der Prioritätenliste ganz oben stehen, führt in der Praxis aber eher ein Schattendasein: die Risikolebensversicherung. Für alle, die Familienmitglieder versorgen müssen, ist eine Risikolebensversicherung unverzichtbar. Gleich nach einer privaten Haftpflicht und einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man auf eine Risikolebensversicherung setzen, die im Todesfall die Hinterbliebenen finanziell absichert. Stattdessen schließen die meisten eine teure Kapitallebensversicherung ab, die ebenfalls im Todesfall eine Summe auszahlt - die falsche Wahl, sagen Verbraucherschützer.
Denn die Todesfallsumme bei einer Kapitallebensversicherung ist in der Regel viel zu gering. Da der Sparanteil der Police so teuer ist, bleibe nur ein viel zu geringer Betrag für die Risikosumme übrig. Grundsätzlich sollte man nie Sparvertrag und Versicherungspolice kombinieren, da die Rendite viel zu mager ist.
Police auf „verbundene Leben“
Genauso problematisch könne es werden, wenn die Frau verstirbt und den Mann mit den Kindern zurücklässt. Man benötigt möglicherweise eine Tagesmutter, ein Au-Pair oder eine Haushälterin. Auch das geht ins Geld. Deshalb sollten Paare eine Police auf „verbundene Leben“ abschließen: Die Versicherungssumme wird im Ernstfall einmal ausgezahlt, ganz gleich, wer von beiden stirbt.
Der entscheidende Punkt bei einer Risikolebensversicherung ist die Versicherungssumme. Als Faustregel gilt: Der monatliche Mindestbedarf ist mit 300 zu multiplizieren. Die Summe daraus ergibt die notwendige Versicherungssumme, also bei 1.000 Euro im Monat wären das 300.000 Euro Todesfallschutz. Das wäre der Idealfall, wenn man allein von den Zinsen leben möchte, ohne den Gesamtbetrag anzutasten. Wem das zu hoch ist, kann auch eine niedrigere Todesfallsumme wählen. 200.000 Euro sind aber das Minimum.
Die Risikolebensversicherung gibt es auch in Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Allerdings kann die Laufzeit zum Problem werden: Denn den Risikoschutz benötigt man unter Umständen nicht in der ursprünglichen Höhe bis zum Rentenalter - die BU dagegen schon. Während es bei einer einzelnen Risikopolice möglich ist, die Versicherungssumme anzupassen und damit die Beträge zu reduzieren, kann man das bei kombinierten Verträgen nicht.
Wollen Sie mehr wissen? In der Langfassung informieren wir über:
- Was sichert die Police ab?
- Für wen ist sie sinnvoll?
- Wie lange sollte die Laufzeit sein?
- Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
- Was sollte man über die Möglichkeiten der Nachversicherung und des Unfalltodzusatzschutzes wissen?
- Was muss man bei den Gesundheitsfragen im Vertrag beachten?
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