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Risikolebensversicherung

Großer Nutzen für wenig Geld

14.01.2009 08:00
Großer Nutzen für wenig Geld
Die Risikolebensversicherung ist kein klassisches Altervorsorge-Produkt, dennoch gehört sie dazu. Denn stirbt in einer Familie der Hauptverdiener, muss die Familie womöglich die angesparten Alters-Rücklagen anzuzapfen. Oder es fehlen wegen des frühzeitigen Todes die Mittel, eine Altersvorsorge aufzubauen. Davor bewahrt die Risikolebensversicherung.

Was leistet sie?

Eine Risikolebensversicherung sichert den Tod der versicherten Person ab, ganz gleich ob dieser durch Unfall oder Krankheit eintritt. Den Hinterbliebenen wird dann die bei Vertragsabschluss festgelegte Versicherungssumme ausgezahlt. Bleibt die versicherte Person jedoch bei bester Gesundheit, erlischt der Versicherungsschutz zum Ende der Vertragslaufzeit und der Versicherungsnehmer erhält auch keine Zahlungen aus der Police. Es gibt zwar Policen, die einen Teil der Versicherungssumme nach Ablauf der Vertragslaufzeit zurückzahlen, doch das Modell ist unrentabel. Eine Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann dagegen sinnvoll sein. Als Faustregel für die Versicherungssumme gilt: Das 300fache des Monatsbedarfs für eine dauerhafte Rente ohne Kapitalverzehr. Das heißt: die Zinsen des angelegten Geldes sollten für den errechneten Monatsbedarf ausreichen, ohne dass auf das angelegte Geld zurückgegriffen werden muss. Als Mindestbetrag sollten 200.000 Euro vereinbart werden.

Für wen eignet sie sich?

Für alle, die im Todesfall Hinterbliebene zu versorgen haben. Dabei geht es nicht immer nur um die Sicherung des Lebensunterhalts. Auch wenn Kredite abzubezahlen sind, etwa für einen Hauskauf, ist eine Fortzahlung der Raten im Todesfall wünschenswert.

Wie hoch ist die Steuerlast?

Die Auszahlung aus einer Risikolebensversicherung ist bei verheirateten Paaren in der Regel steuerfrei, da hier sehr hohe Freibeträge gelten. Bei nicht verheirateten Paaren fällt jedoch meist Erbschaftssteuer an. Um das zu umgehen, sollte derjenige, der das Geld im Todesfall erhalten soll, die Police abschließen und seinen Partner versichern. Sollte dieser frühzeitig sterben, geht die Versicherungssumme an den Versicherungsnehmer, ohne dass Erbschaftssteuer anfällt

Was kostet eine Police?

Die Höhe der Beiträge richtet sich vor allem nach der Höhe der Versicherungssumme. Grundsätzlich gilt: Je jünger Sie einsteigen, desto günstiger sind die Beiträge. Raucher müssen höhere Tarife zahlen als Nichtraucher, Frauen zahlen aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung wesentlich geringere Beiträge als Männer. Auch Versicherungsnehmer mit gefährlichen Berufen oder Hobbys müssen mit einem Risikozuschlag rechnen. Bei manchen Unternehmen muss man auch für Übergewicht tiefer in die Tasche greifen.
Sie können ohne Bedenken einen günstigen Anbieter wählen, vorausgesetzt der Vertrag bietet die Option der Nachversicherung (siehe „Worauf sollte man achten?“). Paare können davon profitieren, eine gemeinsame Police nutzen zu können. In diesem Fall zahlt die Versicherung die Todesfallsumme nur einmal für einen der beiden Partner, je nachdem wer zuerst vor Vertragsende sterben sollte. Die Beiträge für eine solche Police sind rund zehn Prozent günstiger, als wenn man zwei einzelne Policen abschließt.
Wer in jungen Jahren knapp bei Kasse ist, hat die Möglichkeit, eine Police mit variablen Beiträgen zu wählen. Hier steigen die Beiträge Jahr für Jahr, angepasst an das Jahr für Jahr steigende Todesfallrisiko. Allerdings wird der Gesamtbeitrag dadurch nicht günstiger. Bei Policen mit fallender Versicherungssumme sinken die Beiträge kontinuierlich, und damit sinkt auch die Höhe der Versicherungssumme. So eine Police ist dann geeignet, wenn abzusehen ist, dass die Ausgaben im Laufe der Jahre sinken, etwa weil die Kinder ausziehen oder die Immobilie abbezahlt ist.

Worauf sollte man achten?

Laufzeit: Die Hinterbliebenen sollten abgesichert sein, bis sie finanziell auf eigenen Beinen stehen können. In der Regel betragen die Laufzeiten rund 20 Jahre. Will man nur seine Kinder absichern, kann man die Laufzeit auch kürzer wählen, beispielsweise bis die Ausbildung beendet ist und der Nachwuchs finanziell auf eigenen Beinen steht. Nachversicherung: Eine Police sollte die Möglichkeit bieten, die Versicherungssumme und die Laufzeit anzupassen, sollten sich die Lebensverhältnisse ändern.
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