Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise legten Frauen im Jahr 2009 besonders viel Geld für die private Altersvorsorge zurück. Durchschnittlich 200 Euro im Monat überwiesen sie in Rentenverträge, Männer sparten im Schnitt 216 Euro. Nach Ermittlungen der Postbank stiegen die monatlichen Altersrücklagen bei Frauen im Vergleich zum Vorjahr um 36 Euro während der Zuwachs bei Männern nur 16 Euro betrug. Doch nicht nur Frauen zeigen ein wachsendes Problembewusstsein, auch bei jungen Menschen gewinnt die Altersicherung an Bedeutung. In einer Forsa-Umfrage gaben 79 Prozent der 20- bis 29-Jährigen an, sich mit dem Thema Zusatzrente intensiv beschäftigen zu wollen. Im Vorquartal lag dieser Wert bei 71 Prozent. Wer in jungen Jahren einsteigt, hat den Vorteil, dass er bereits mit geringem Beitrag viel erreichen kann.
Über zwölf Millionen Riester-Sparer nutzen die öffentliche Förderung, um ein finanzielles Polster fürs Alter anzusparen. Doch nicht alle Beschäftigten haben Anspruch auf Riester-Zulagen. Gewerbetreibende, Freiberufler und berufständisch Versicherte, etwa Ärzte oder Anwälte, gehen leer aus. Für diese Gruppen besteht jedoch die Möglichkeit, mit Hilfe eines Rürup-Vertrags öffentliche Unterstützung zu erhalten. Das Ansparen der auch als Basis-Rente bekannten Vorsorgeform geschieht mit Hilfe einer privaten Rentenversicherung oder eines Fondssparplans mit angeschlossener Rentengarantie.
Keine Kapitalauszahlung möglich
Der Einzahler erwirbt lebenslange Rentenansprüche, die ab dem 60. Lebensjahr ausgezahlt werden können. Im Gegensatz zu Riester-Renten sind allerdings keine Kapitalauszahlungen möglich. Positiv: Im Gegensatz zu Lebens- und Rentenversicherungen sind Rürup-Guthaben im Konkursfall vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt. Zudem erfolgt keine Anrechnung als Vermögen bei Inanspruchnahme von Arbeitslosengeld II.