Bei der Sofortrente zahlt ein Sparer eine bestimmte Summe auf einmal in den Vertrag ein und erhält sofort Anspruch auf eine lebenslange monatliche Rente. Im Gegensatz zu Bank- oder Fondsauszahlplänen zahlt die Versicherung ein Leben lang, Zahlungen fließen auch dann noch, wenn das investierte Geld aufgebraucht ist. Es spielt also keine Rolle, ob der Versicherte 80, 90 oder 100 Jahre alt wird. Die Höhe der Anfangsrente hängt vom eingezahlten Betrag, dem Geschlecht und dem Alter bei Rentenbeginn ab. Zusätzlich erwirtschaften die Versicherungsgesellschaften Kapitalrenditen, die es erlauben, die Rente mit der Zeit zu steigern. Die Höhe einer Sofortrente hängt somit – zumindest teilwiese – vom wirtschaftlichen Erfolg des Versicherers ab.
Interessenten können bei Vertragsabschluss wählen, ob die zu Beginn der Auszahlung festgelegte Rentenhöhe stets gleich hoch bleiben soll (konstante Sofortrente) oder von Jahr ansteigen soll (dynamische Rente). Bei konstanten Rentenzahlungen liegt der Auszahlbetrag anfänglich höher als bei dynamischen Renten. Somit erhalten Versicherte von Anfang an überdurchschnittliche Auszahlungen. Jedoch verliert die Sofortrente durch die Inflation ständig an Wert. Zudem kann sie im ungünstigen Fall auch gekürzt werden, etwa wenn das Unternehmen die prognostizierten Überschüsse nicht erwirtschaftet. Dynamische Auszahlungen starten anfänglich zwar niedriger, bieten aber aufgrund ihrer Steigerungen einen Inflationsschutz. Außerdem darf die Rente ab einer bestimmten Höhe nicht mehr gekürzt werden. Zusätzlich gibt es noch eine Kombination aus beiden Varianten, die allerdings nur begrenzte Rentensteigerungen zulässt.
Wie hoch die dynamische Rentensteigerung letztlich ausfällt, lässt sich nie exakt vorhersagen. Neben der Grundverzinsung des Kapitalstocks (aktuell 2,25 Prozent, Neuverträge ab 2012: 1,75 Prozent) werden Versicherte an den erwirtschafteten Überschüssen beteiligt. Die Höhe der Überschüsse schwankt von Gesellschaft zu Gesellschaft und von Jahr zu Jahr. Ob eine Überschussbeteiligung gezahlt wird, hängt vom Anlageerfolg der Versicherung ab. In schlechten Jahren kann der Überschuss komplett entfallen – entsprechend mickrig fällt die Rentensteigerung aus.