Die Unfallpolice ist eine der beliebtesten Versicherungspolicen. Wenn sie auch nicht zu den wichtigsten zählt. Das Risiko, infolge eines Unfalls dauerhaft invalide zu sein und deshalb seinen Beruf nicht mehr ausüben zu können, ist laut Statistik zum Glück relativ gering. Trotzdem ist die Police für manche Gruppen von Bedeutung.
Grundsätzlich ist die
Berufsunfähigkeitsversicherung die wichtigere Police, denn sie sichert den Einkommensverlust auch durch Krankheit ab. Allerdings können manche keine Police erhalten oder nur zu ungünstigen Konditionen. Für sie ist die Unfallpolice eine Alternative. Dazu gehören Kinder – möglicherweise sind lebenslange Unterhaltszahlungen zu leisten - Hausfrauen, Freizeitsportler, die eine sehr risikoreiche Sportart ausüben, Erwerbstätige, die keine Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten, weil sie Vorerkrankungen haben oder sich die Beträge nicht leisten können, etwa, weil sie einen sehr risikoreichen Beruf ausüben.
Benötigen auch Rentner eine Police?
Eine normale Unfallversicherung läuft in der Regel im Rentenalter aus. Einige Unternehmen bieten für die Zeit danach Policen an, die extra auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten sind. Der Nutzen ist umstritten. Einen Einkommensverlust müssen Senioren nicht mehr ausgleichen. Möglicherweise aber einen Wohnungsumbau. Allerdings erhalten Senioren meist eine lebenslange monatliche Rente, anstatt der üblichen einmaligen Kapitalzahlung. Erschwerend kommt hinzu, dass die Unternehmen körperliche Vorschädigungen wie beispielsweise Osteoporose oder Arthrose bei der Berechnung des Invaliditätsgrades miteinbeziehen und dadurch die monatliche Rente sinkt. Auch Stürze oder andere Unfälle, die infolge eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls zustande kommen, sind oft nicht versichert. Einige Versicherer zahlen aber auch in solchen Fällen. Die Beiträge für solche Policen sind wesentlich höher als die üblicher Unfallversicherungen.
Was leistet eine Police?
Eine Unfallversicherung leistet bei Arbeits- und Freizeitunfällen, die eine körperliche Beeinträchtigung zur Folge haben und die voraussichtlich länger als drei Jahre anhält. Das Geld soll in erster Linie den Einkommensverlust ausgleichen, den Umbau von Auto oder Wohnung sowie besondere Hilfsmaßnahmen oder Therapien finanzieren. Die Höhe der Auszahlung ist an den Grad der Invalidität geknüpft. Die volle Summe gibt es nur, wenn der Versicherungsnehmer als komplett invalide einzustufen ist. Im Falle einer Teilinvalidität zahlt der Versicherer nur einen bestimmten Prozentsatz der vereinbarten Versicherungssumme. Der Prozentsatz richtet sich nach einer sogenannten Gliedertaxe.