Auch das Thema Berufsunfähigkeit steht an: „Wer jetzt schon einsteigt kann langfristig von niedrigeren Beiträgen profitieren“, sagt Peter Grieble, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.
Krankenversicherung
Eine
Krankenversicherung ist Pflicht. Studenten sind noch bis zum 25. Lebensjahr über die Eltern versichert. Erst danach müssen sie sich selbst bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Auszubildende benötigen von Anfang an eine eigene Mitgliedschaft. Der Beitragssatz ist bei allen Kassen gleich, 15,5 Prozent, allerdings können die Krankenkassen Extras anbieten: Eine Bezuschussung von Sportkursen und alternativen Heilmethoden oder es gibt ein interessantes Bonussystem, bei dem man sogar noch Geld sparen kann. Azubis und Studenten sollten die Leistungen genau unter die Lupe nehmen und die Wahl den individuellen Bedürfnissen anpassen.
Reist der Student oder Azubi ins Ausland, ist eine Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll, da der Schutz in der Gesetzlichen in der Regel nicht ausreicht. Die Policen gibt es schon ab acht Euro im Jahr. „Ist ein Auslandssemester im Rahmen der Ausbildung geplant, ist ein spezieller Krankenschutz nötig. Denn die übliche Auslandsreisekrankenversicherung gilt nur für Aufenthalte bis zu sechs Wochen“, sagt Grieble. Die Kosten liegen zwischen 350 und 450 Euro im Jahr.
Private Haftpflichtversicherung
Sie ist eine der wichtigsten Policen. Sie springt dann ein, wenn man anderen einen Schaden zufügt oder Sachgüter beschädigt. Da jeder für Schäden, die er anderen zufügt, in voller Höhe haftet, kann das im schlimmsten Fall den finanziellen Ruin bedeuten. Studenten und Azubis sind allerdings noch gut über das Elternhaus abgesichert, vorausgesetzt die Eltern besitzen eine solche Police: Volljährige Kinder sind bis zur Beendigung der ersten Ausbildung im Vertrag der Eltern mitversichert, auch wenn sie nicht mehr zuhause leben. Erst danach müssen sie sich um eine eigene Police kümmern.