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14.01.2009 08:00

Versorgungslücke

Im Alter steigt das Armutsrisiko

Im Alter steigt das Armutsrisiko
70 Prozent der letzten Nettobezüge als Rente – diese Zeiten sind bald vorbei. Die Lücke zwischen den finanziellen Ansprüchen im Alter und den tatsächlich vorhandenen Renten wird künftig dramatisch größer.

Was ist das?

Versorgungslücke nennt man die Differenz zwischen den benötigten Finanzmitteln im Alter und den tatsächlichen Einnahmen. Um diese Lücke in Zahlen zu definieren, sollten Sie ermitteln, wieviel Geld Sie voraussichtlich im Ruhestand benötigen werden. Wenn Sie davon ausgehen, Ihren jetzigen Lebensstandard halten zu wollen, stellen Sie anhand von Kontoauszügen eine Liste mit sämtlichen Ausgaben auf. Dabei sollten Sie zwischen den Fixkosten und den variablen Kosten unterscheiden. Zu den Fixkosten, die jeden Monat in etwa in gleicher Höhe anfallen, gehören beispielsweise
  • Wohn- und Nebenkosten,
  • Strom,
  • Telefon und Fernsehen,
  • Kreditverpflichtungen,
  • Versicherungen,
  • andere Beiträge wie Abonnements o.ä.
Zu den variablen Kosten gehören Ausgaben für
  • Lebensmittel und Getränke,
  • Kleidung,
  • Auto und Verkehr,
  • Reisen,
  • Freizeitaktivitäten,
  • Geschenke,
  • Gesundheit.
Diesen Ausgaben werden die Einnahmen nach Beendigung des Berufslebens gegenübergestellt. Dazu gehören Einnahmen aus
  • der gesetzlichen Rente,
  • einer eventuellen betrieblichen Altersvorsorge,
  • Vermietung und Verpachtung,
  • Versicherungen ,
  • Erbschaften und Schenkungen.
Die Differenz aus beiden Summen - Ausgaben und Einnahmen - ergibt die Versorgungslücke, die man über private Vorsorgeprodukte schließen sollte.

Worauf sollte man achten?

Bei der Berechnung der Ausgaben sollten Sie unbedingt die Inflationsrate berücksichtigen. Ein Rentner benötigt heutzutage für sich alleine im Durchschnitt 1.500 Euro monatlich. Rechnet man die Inflationsrate hinzu, entspricht das in 30 Jahren einem monatlichen Bedarf von rund 3.000 Euro.
Zudem sollten Sie bei der Einnahmen- und Ausgabenermittlung berücksichtigen, dass es einige Faktoren gibt, die die jeweiligen Summen erhöhen oder auch senken. So können Sie beispielsweise von niedrigeren Wohnkosten ausgehen, wenn Sie in eine kleinere Wohnung umziehen würden. Auch Ausgaben für nun überflüssige Versicherungen, wie eine Berufsunfähigkeits- oder Risikolebensversicherung, fallen weg. Ebenso sind abbezahlte Kredite keine finanzielle Belastung mehr oder erwachsene Kinder, die keine Unterstützung mehr brauchen.
Umgekehrt können im Alter aber auch neue Kosten hinzukommen. Beispielsweise steigen die Ausgaben für die Gesundheit in der Regel. Vielleicht wird auch ein Umbau der Wohnung nötig oder eine Haushaltshilfe und Handwerkerleistungen, weil man viele Dinge nicht mehr alleine erledigen  kann.

Wieviel Kapital sollten Sie ansparen?

Pro 400 Euro Rente im Monat benötigt man 100.000 Euro an Kapital (bei einer angenommenen Verzinsung von vier Prozent). Wünscht man 2.000 Euro im Monat würde man also 500.000 Euro Kapital benötigen. Das angesparte Geld würde dann inklusive Kapitalverzehr für 25 Jahre ausreichen. Allerdings muss man berücksichtigen, dass 2.000 Euro heutzutage in 30 Jahren 4.000 Euro bedeuten (Inflationsrate!). Dies wiederum entspricht einem nötigen Kapitalstock von 500.000 Euro! Wenn Sie sich diese Zahlen bewusst machen, wird deutlich, wie wichtig eine frühzeitige Altersvorsorge ist.

Wie schließen Sie die Lücke?

Um die Versorgungslücke zu schließen, sollten Sie nicht alles in eine Sparoption investieren. Vielmehr sollten Sie in verschiedene Produkte einzahlen, die wir Ihnen hier vorstellen.

Mit unserm Versorgungslücken-Rechner können Sie einfach Ihren Bedarf an zusätzlicher privater Altersvorsorge ermitteln.

Versorgungslücke berechnen

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