Zwischen den einzelnen Versicherungsgesellschaften bestehen allerdings erhebliche Leistungsunterschiede, wie ein Vergleich des Finanzportals biallo.de zeigt: So zahlt die Alte Leipziger einem Riester-Sparer mit 30.000 Euro Jahreseinkommen nach 35 Jahren Sparzeit und einer durchschnittlichen Wertentwicklung des Fondsdepots von sechs Prozent eine Monatsrente von 478 Euro. Axa würde in diesem Fall 464 Euro überweisen, die Allianz 428 Euro und die Postbank Versicherung 412 Euro. Wer hingegen bei der CiV Leben eine fondsbebundene Riester-Rente abschließt, der erhält nur 354 Euro ausgezahlt. Noch schlimmer trifft es Kunden der Familienfürsorge. Mit 317 Euro Monatsrente müssen sie sich mit rund einem Drittel weniger Rente zufrieden geben als beim besten Anbieter.
Besteuerung im Alter
Wer ein Haus mittels Eigenheimrente erwirbt, der muss die durch die Riester-Förderung entstandenen Vorteile im Rentenalter versteuern. Da das Eigenheim keine Rente zahlt, hat der Gesetzgeber das Konstrukt des Wohnförderkontos erfunden. Auf diesem Konto werden die für den Immobilienerwerb entnommenen Riester-Gelder sowie die anschließenden, geförderten Tilgungsbeiträge aufgerechnet und jährlich fiktiv mit zwei Prozent verzinst. Das Finanzamt berechnet dann ab Renteneintritt bis zum 85. Lebensjahr Steuern. Alternativ kann man die Steuerschuld auch auf einen Schlag begleichen, dafür gewährt der Fiskus 30 Prozent Rabatt.