Die angebotenen Tarife bei Zahnzusatzversicherungen stark in den Leistungen und damit auch in den Kosten. Wer seinen Geldbeutel schonen möchte, aber trotzdem eine Absicherung für die größten Kostenrisiken wünscht, entscheidet sich beispielsweise für den Tarif KEZ der
Asstel. Bei Zahnersatz im Rahmen der Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung werden 100 Prozent der Kosten erstattet. Enthält die Versorgung privatärztliche Leistungen werden 80 Prozent erstattet, wenn man eine ununterbrochene zehnjährige Vorsorge beim Zahnarzt mittels Bonusheft nachweisen kann. Ansonsten werden 70 Prozent erstattet. Die Behandlung mit Implantaten ist auf vier begrenzt. Die Erstattung ist in den ersten Jahren begrenzt, auf maximal 750 Euro in den ersten beiden Jahren bzw. 1.500 Euro in den ersten drei Versicherungsjahren. Eine 40 Jahre alte Frau bezahlt dafür rund 10 Euro im Monat, ein Mann 6 Euro.
Vergleichbar damit ist das Ergo-Direkt-Angebot (Mann/Frau: 9,90 Euro im Monat). Hier werden 90 Prozent der Kosten übernommen bei der Tarifkombination ZAB und ZAE sowie 100 Prozent bei der Regelversorgung. Die Erstattungshöhen zu Versicherungsbeginn sind knapper als bei der Asstel: In den ersten vier Jahren insgesamt 1.000 Euro.
Umfangreicher Schutz kostet
Wünscht man umfangreicheren Schutz - eine Erstattung von Inlays, eine höhere Anzahl an Implantaten oder weitere Zahnbehandlungen wie Parodontose- oder Wurzelbehandlung - kann man gute Tarife wählen bei der Hanse Merkur (EZ und EZT); Kostenpunkt: 18 für einen 40 Jahre alten Mann bzw. rund 19 Euro für Frauen. Oder beim Münchener Verein (769 + 564). Hier zahlen Männer mit 40 Jahren rund 36 Euro, Frauen 48 Euro. Damit sind Zahnersatzkosten zu 90 Prozent abgedeckt bei Regelleistung und zu 50 Prozent bei privatärztlicher Leistung. Zusätzlich werden Kosten zu 90 Prozent für Inlays und Prophylaxemaßnahmen übernommen. Der Vorteil dieses Tarifs: Man kann die einzelnen Versorgungsbausteine individuell zusammensetzen und entweder nur Basisversorgung abdecken (Tarif 769: 24 Euro Mann bzw. 32 Euro Frau) oder eben zur Rundumversorgung nach und nach aufstocken.
Tipp: Hat man bereits eine Zahnzusatzversicherung und ärgert sich über steigende Beiträge, sollte man vor einem Wechsel prüfen, ob der eigene Versicherer nicht inzwischen einen neuen, günstigeren Tarif mit vergleichbaren Leistungen anbietet.