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18.12.2015 15:13

Börsenausblick 2016 Solider Optimismus für Aktien

von Max Geißler Autor
Niedrige Sparzinsen forcieren das Interesse für Aktien. Doch welche Region hat Potential? Investmentexperten geben einen Ausblick auf 2016.
Börsenausblick 2016 Solider Optimismus für Aktien
Schwierige Prognose: Wie entwickeln sich die Börsen 2016 weltweit?

Europäische Aktien: Leicht positiv

Für Europa sind viele Börsenexperten verhalten positiv gestimmt. Der niedrige Ölpreis kurbele den Konsum an und der schwache Euro stütze die Exportwirtschaft, argumentiert zum Beispiel Matthew Siddle, Manager des Fidelity European Growth Fund. Leichte Sorgenfalten bereitet allerdings die wirtschaftliche Schwäche Chinas und anderer Schwellenländer. Der Aktienexperte hofft, dass höhere Staatsausgaben und niedrigere Zinsen die Volkswirtschaften der Schwellenländer wieder auf Wachstumskurs bringen und dadurch die europäische Erholung stützen. Für Nick Sheridan, Fondsmanager bei Henderson Global Investors, haben Europäische Aktien weiterhin „Luft nach oben“. Zwar gehe die Erholung langsam voran, aber der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone habe jüngst ein 54-Monatshoch erklommen und viele Unternehmen hätten ihre Prognosen für 2016 angehoben. Auch Allianz Global Investors ist verhalten optimistisch: Der niedrige Ölpreis und steigender Konsum würden das Wachstumsniveau in der Eurozone 2016 bei 1,0 bis 1,5 Prozent halten. Rein aus Bewertungssicht seien europäische Aktien attraktiver als japanische oder US-Aktien. In einer Umfrage von Universal Investment beziffern Vermögensverwalter das Wertsteigerungspotential des Euro-Stoxx 50 auf gut acht Prozent.
Biallo-Tipp: Bestücken Sie Ihr Depot mit einem Aktienfonds Schwerpunkt Euroland. Der Henderson Euroland Fund A2 weist zum Beispiel eine Fünfjahresrendite von gut 14 Prozent aus.
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US-Aktien: Gute Aussichten

Den USA bescheinigen die Investmenthäuser für das kommende Jahr bessere Aussichten als Europa. Die US-Wirtschaft sei in guter Verfassung, bestätigt die Fondsgesellschaft Fidelity. „Für Wachstumsimpulse dürften die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt, die weitere Erholung des Konsums und das hohe Auftragspotential in der Bauindustrie sorgen“, so Fondsmanager Angel Agudo. In das gleiche Horn bläst der Fondsanbieter Vontobel. Die Analysten erwarten dass die US-Wirtschaft sogar noch einen Gang höher schaltet und 2016 mit 2,8 Prozent wächst. Wachstumstreiber dürfte vor allem die kräftige Binnennachfrage sein. Nicht ganz so optimistisch zeigt sich Allianz Global Investors. Die Analysten rechnen für die größte Volkswirtschaft der Welt im kommenden Jahr mit einem Wachstum von 2,0 bis 2,5 Prozent. Die Deutsche Bank geht ebenfalls von 2,5 Prozent Wachstum aus, allerdings werde die US-Wirtschaft die anhaltend schwache Investitionsneigung spüren. Zudem bereite die schwache Ölindustrie Sorge. Die befragten Vermögensverwalter prognostizieren für den viel beachteten Aktienindex S&P 500 ein Wertsteigerungspotential von rund fünf Prozent. Schroders Investment rät im volatilen Aktienumfeld zu dividendenstarken Aktien, die mit ihren regelmäßigen Ausschüttungen eine defensive Aktienalternative darstellen.
Biallo-Tipp: Vorrangig in US-Blue Chips investiert der DWS Top Dividende, der auf hohe Unternehmensausschüttungen setzt. Die ING-Diba bietet den Fonds ohne Ausgabeaufschlag.

Deutsche Aktien: Das Umfeld stimmt

Der deutsche Aktienmarkt wird insgesamt positiv gesehen. Die von Universal Investment befragten Vermögensverwalter erwarten den DAX im kommenden Jahr etwa acht Prozent höher als Ende November 2015. Ähnlich optimistisch ist Christian von Engelbrechten, Fondsmanager des Fidelity German Growth Fund: „Im Jahr 2015 haben die meisten Firmen die Erwartungen der Analysten übertroffen, dieser Trend dürfte auch 2016 anhalten“, so sein Credo. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Dax liege ungeachtet der starken Unternehmensbilanzen immer noch 20 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Niedrige Zinsen und der schwache Euro sowie die hohe Widerstandskraft deutscher Unternehmen bilden den Nährboden für gute Anlagechancen im kommenden Jahr. Jens Wilhelm, Vorstand von Union Investment, sieht hingegen erste Wolken am deutschen Konjunkturhimmel aufziehen: „Der VW-Skandal könnte die sektoral anfälligen Exporte belasten, außerdem werde in Deutschland zu wenig investiert.“ Demgegenüber komme aber Bewegung in die Binnenkonjunktur, was zu einem BIP-Wachstum von 1,8 Prozent führen werde. Die Deutsche Bank legt noch ein Zehntel drauf und prognostiziert ein Konjunkturplus von 1,9 Prozent. Dafür dürften nach ihrer Ansicht neben den steigenden Realeinkommen vor allem höhere Ausgaben Flüchtlinge sorgen.
Biallo-Tipp: Nutzen Sie die guten Renditeperspektiven mit einem Dax-ETF, zum Beispiel dem Comstage DAX TR Ucits ETF. Hierfür zahlen Sie nur 0,08 Jahresgebühr.
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Schwellenländer Aktien: Noch ist Vorsicht geboten

Für Schwellenländer erwarten viele Analysten ein Ende der Kurskorrektur. Die Allianz rät umsichtigen Anlegern über erste Investments in reformbereiten Ländern nachzudenken. Nach Ansicht von Ulrich Stephan von der Deutschen Bank befindet sich das Schwergewicht China auf dem Konsolidierungspfad: „Ich rechne für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt mit einem gesunden Wachstum von 6,5 Prozent.“ Neben der anziehenden Immobilienwirtschaft könnte der Konsum zu einem bedeutenden Teil des Wachstums beitragen. Japan dürfte 2016 hingegen nicht mehr so stark wie bisher von der Yen-Schwäche profitieren, dennoch sollte das Wachstum 1,5 Prozent erreichen. Nach Ansicht der Schweizer Großbank UBS werde das Wachstum in den Schwellenländern 2016 verhalten bleiben, sollte aber von 4,1 in diesem auf 4,3 Prozent im kommenden Jahr steigen. Allerdings bilden mögliche Zinserhöhungen in den USA ein hohes Risiko. Ähnlich sieht es Schroders Investment, weshalb die Analysten bei Schwellenländer-Investments eher vorsichtig gestimmt sind.
Biallo-Tipp: Der Aktienfonds Robeco Asia Pacific Equity streut Anlagegelder nicht nur auf Asien, sondern auch auf Ozeanien – das mindert Kursschwankungen. Mit einer Fünfjahresrendite von 7,8 Prozent führt er unsere Fondstabelle Aktienfonds Asien/Ozeanien an.

Fazit: Risiken streuen mit Aktienfonds

Wenn Sie auf der Suche nach Rendite sind, führt kein Weg an Aktien vorbei. Da Einzelaktien ein hohes Maß an Risiko beinhalten, sollten Sie eher auf Aktienfonds setzen. Hier verspricht eine Mischung aus europäischen Aktienfonds, US-Fonds und deutschen Aktienfonds eine chancenreiche Kombination für 2016. Tipp: Mit Indexfonds halten Sie die Gebühren niedrig. Sogenannte ETF sind auf alle führenden Aktien-Indizes wie Dax, Dow Jones oder den Euro Stoxx 50 erhältlich.

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