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09.07.2014 09:34

Interview Robert Freitag, Sutor Bank

von Max Geißler Autor
Robert Freitag, Geschäftsleiter der Sutor Bank, über neue Wege bei der Vermögensverwaltung und die Öffnung des professionellen Kapitalmanagements für Kleinanleger.
Interview Robert Freitag, Sutor Bank
Robert Freitag, Geschäftsleiter der Sutor Bank
Biallo.de: Herr Freitag, die Sutor Bank nennt sich die „Privatbank für alle“ und hat den Anspruch, die Vermögensverwaltung zu „demokratisieren“ – was steckt dahinter?

Robert Freitag: Normal Verdienende mit durchschnittlichem Vermögen stecken heute in einem Dilemma: Legen sie ihr Geld in Sparbüchern und auf Tagesgeldkonten an, erhalten sie kaum noch Zinsen. Vor der Anlage am Kapitalmarkt, wo es noch Renditen gibt, schrecken viele wegen des vermeintlichen Risikos zurück. Produktunabhängige Beratung in Gelddingen ist nur selten zu bekommen. Deshalb ist unser Ansatz als Privatbank für alle eine hochqualitative Vermögensverwaltung, die bislang nur Vermögende bezahlen konnten, auch für Normalverdiener leistbar zu machen – und sie damit zu demokratisieren. Denn gerade Haushalte mit durchschnittlichem Vermögen benötigen Unterstützung bei Altersvorsorge und Inflationsschutz.

Biallo.de: Wo legt der Kunde denn sein Geld konkret an, wenn er zu Ihnen kommt?


Robert Freitag:
Alle unsere Angebote, vom Kapitalaufbau über vermögenswirksame Leistungen (VL) bis hin zur preiswerten Vermögensverwaltung basieren auf nach wissenschaftlichen Kriterien zusammengestellten Wertpapierportfolios. Dabei setzen wir ausschließlich auf passiv gemanagte Aktien- und Rentenfonds, hochspekulative Investments wie Derivate und Hedgefonds sowie teure, aktiv verwaltete Fonds lehnen wir ab. Je nach Angebot bzw. Risikoprofil des Kunden werden Aktien- und Rentenfonds stärker oder schwächer gewichtet. Die Portfolios können bis zu 100 Prozent in Aktien- oder Rentenfonds gewichtet sein. Grundsätzlich gilt, je höher der Aktienfondsanteil, desto größer das Risiko, aber auch die langfristige Rendite.
Biallo.de: Wie sichern Sie das Anlagevermögen ab? Welche Risiken geht der Anleger ein?

Robert Freitag: Unsere Vermögensverwaltung mit einer langfristig angelegten, wissenschaftlich untermauerten Anlagephilosophie ist die solideste Art, am Kapitalmarkt zu sparen. Die Experten streuen die investierten Gelder breit über viele Anlageklassen. Einfacher gesagt: Sie legen nicht alle Eier in einen Korb, sondern verteilen sie auf Aktien- und Rentenfonds, die sich unabhängig voneinander entwickeln. Damit reduzieren sich die Verlustrisiken erheblich. Eine unserer zentralen Innovationen besteht darin, dass bereits kleine Anlagesummen risikomindernd breit gestreut werden und die richtige Verteilung durch den Anlageausschuss überwacht wird – der eventuell notwendige An- und Verkauf von Fondsanteilen für die Neuverteilung ist in der Vermögensverwaltungsgebühr inkludiert. Dies ist sonst nur bei großen Vermögen möglich.
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Biallo.de: Wie lange sollte der Anleger am Ball bleiben? Mit welchen Renditen kann er dann rechnen?

Robert Freitag: Unsere Vermögensverwaltung für jedermann zielt zwar vorrangig auf mittel- bis langfristige Anlagehorizonte. Das konservative Portfolio sowie unser Privatbank Buch als Alternative zu Sparbuch und Tagesgeld ermöglichen aber auch Anlagehorizonte ab drei Jahren. Das reine Aktienfondsportfolio erfordert mehr als sieben Jahre. Das konservative Depot erzielte über die letzten 25 Jahre eine Durchschnittsrendite von vier Prozent nach Kosten, und dies bei geringen Wertschwankungen. Für das dynamische Portfolio mit bis zu 100 Prozent Aktienfonds ergibt sich in der gleichen Zeit eine durchschnittliche Jahresrendite von sieben Prozent.

Biallo.de: Welche Mindestanlagesumme muss der Anleger mitbringen und was kostet das Ganze?

Ein Vorteil der demokratisierten Vermögensverwaltung ist die niedrige Mindestanlagesumme: Die VL-Leistungen starten ab 34 Euro pro Monat, der Kapitalaufbau mit 50 Euro und die Vermögensverwaltung mit 100 Euro. Möglich sind auch Einmalanlagen. Die Konto- und Depotführung ist kostenfrei, für die Depoteröffnung wird eine einmalige Einrichtungsgebühr von 15 Euro erhoben. Darüber hinaus fällt eine Vermögensverwaltungsgebühr ab 1,19 Prozent pro Jahr auf das verwaltete Vermögen an, mindestens jedoch 9,90 Euro pro Jahr.

Wichtig ist, wofür der Kunde nicht zahlt: Die Sutor Bank erhält keine Provisionen oder sonstige Zuwendungen der Fondsanbieter. Darüber hinaus sind die eingesetzten passiven Fonds preiswert. Das Geld fließt komplett in die Anlage und kann dort Rendite produzieren. Zwar empfehlen wir auf jeden Fall die empfohlenen Anlagezeiträume einzuhalten, aber natürlich kann der Anleger jederzeit über sein Vermögen verfügen.

Kurzvita:

Robert Freitag, 51, Geschäftsleiter der Sutor Bank. Ausgebildeter Bankkaufmann, studierter Bankfachwirt, examinierter Verbandsprüfer und zertifizierter Versicherungsfachmann (BWV). Nach verantwortlichen Tätigkeiten bei der BHF- und der ING-Bank sowie im Genossenschaftssektor stieg er 2001 bei der Sutor Bank ein, um dort 2002 Geschäftsleiter zu werden. Heute teilt sich Robert Freitag die Geschäftsleitung mit Thomas Meier und ist für die Geschäftsfelder Markt, Neugeschäft, interne Organisation, IT und Anwendungsentwicklung sowie Stabstellen verantwortlich. Robert Freitag und Thomas Meier sind gleichzeitig die einzigen Gesellschafter der Bank.

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