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26.03.2015 10:23

Fondssparpläne Kostenfalle durch falschen Sparrhythmus

von Max Geißler Autor
Fondssparpläne gewähren häufig Preisnachlässe bei Kauf oder Verwahrung der Anteile. Manchmal steckt der Teufel jedoch im Detail.
Fondssparpläne Kostenfalle durch falschen Sparrhythmus
Vorsicht Kostenfalle – nur wer seinen Fondssparplan regelmäßig bespart, entgeht oft teuren Ausgabeaufschlägen und Depotgebühren
Fondssparpläne sind ein bewährtes Anlageprodukt für den langfristigen, kontinuierlichen Vermögensaufbau. Mit regelmäßigen Einzahlungen eines gleichbleibenden Betrags können Anleger Vorteile beim Einstiegspreis erzielen und erhalten die Chance auf überdurchschnittliche Renditen. Laut Fondsbranchenverband BVI erzielten Fondssparpläne mit Schwerpunkt deutsche Aktien in den letzten zehn Jahren eine Durchschnittsrendite von 6,8 Prozent, binnen 20 Jahren sind es 6,0 Prozent und auf 30-Jahressicht 6,9 Prozent.

Viele Banken und Sparkassen bieten Fondssparpläne mit Rabatten beim Ausgabeaufschlag und bei den Depotgebühren. Werden regelmäßig Anteile gekauft, verzichten die meisten Institute inzwischen komplett auf Depotentgelte. Direktbanken und Onlinebroker zeichnen sich durch ein besonders breites Angebot an Fondssparplänen aus. So können Kunden von 1822 Direkt, Netbank und Targobank aus weit über 1.000 Sparplan-Angeboten wählen. Die Marktführer ING-Diba und Comdirect bieten mehrere Hundert Sparpläne – fast alle mit dauerhaftem Rabatt auf den Ausgabeaufschlag. Die Preisnachlässe liegen zwischen 50 und 100 Prozent. Tipp: Welche Bank einen gewünschten Fonds mit Rabatt beim Sparplan anbietet, erfahren Sie im Fondsvergleich auf biallo.de.
Fonds Beratung
Ein Vorteil von Fondssparplänen ist ihre hohe Flexibilität. „Anleger können Sparpläne jederzeit ändern, unterbrechen oder beenden“, erklärt Christiane Krämer von Comdirect. Auch der anteilige Verkauf vorhandener Fondsanteile sei möglich. Änderungs- oder Stornogebühren, wie sie etwa bei Versicherungsverträgen üblich sind, fallen in der Regel nicht an. „Wer den Sparplan für eine bestimmte Zeit aussetzt, muss keine Kostennachteile befürchten“, betont Krämer. „Das gebührenfreie Depot sowie die Fondsrabatte bleiben während der Auszeit erhalten.“
Fondssparplan: Auf Ratenhöhe und Sparrhythmus achten

Wichtig für Anleger ist die Höhe der Mindestsparrate, denn manche Haushalte möchten nur kleine Sparbeträge anlegen. Geringe Raten von nur 25 Euro erlauben zum Beispiel Comdirect, Consorsbank, Santander Bank und die Hypovereinsbank. Eine Vielzahl von Banken ermöglicht Fondssparpläne ab 50 Euro, etwa die DAB Bank, ING-Diba, DKB, Maxblue, Postbank oder S-Broker. Tiefer in die Tasche greifen müssen Sie bei Volkswagen Bank direkt. Die Autobank fordert Mindestraten von 100 Euro.

Von Bank zu Bank variiert die geforderte Häufigkeit der Einzahlungen. Bei manchen Instituten können Sie nur monatlich Fondsanteile kaufen, etwa bei Maxblue. Größere Handlungsspielräume gewähren Institute, die zusätzlich zweimonatliche oder quartalsweise Einzahlungen ermöglichen. DKB und Wüstenrot akzeptieren sogar einjährige Zahlweise noch als Sparplan – allerdings sollten Sie in diesem Fall schon eine größere Summe überweisen, um einen signifikanten Spareffekt zu erzielen. Möglich wäre zum Beispiel das Weihnachts- oder Urlaubsgeld für den Fondssparplan zu nutzen. Nachteil: Bei jährlichem Fondskauf können Sie keine Kaufpreisvorteile erzielen, die bei regelmäßiger Einzahlung möglich sind. Grund: Der Cost-Average-Effekt, wonach bei gleichem Anlagebetrag bei hohen Kursen weniger Fondsanteile und bei geringen Kursen mehr Anteile erworben werden, greift ins Leere.
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Fondssparplan: Kostenfallen vermeiden

Auf eventuelle Kostenfallen achten sollten Anleger, die ihr Sparintervall ausdehnen. Zwar gewähren die Geldinstitute in der Regel für jedes eingeräumte Sparplanintervall Kostenfreiheit bei der Depotverwahrung. Doch es gibt Ausnahmen: So ist es beispielsweise bei S-Broker möglich, den Sparrhythmus auf halbjährliche Zahlung einzustellen. Allerdings verzichtet der Onlinebroker der Sparkassen nur dann auf Depotentgelt, wenn mindestens eine Wertpapierorder im Quartal ausgeführt wird. Wer nur alle sechs Monate Fondsanteile kauft, der muss jedes zweite Quartal mit Depotgebühren von 8,85 Euro rechnen (2,95 Euro pro Monat). Allerdings schreibt S-Broker die Gebühr im darauffolgenden Quartal als Orderguthaben wieder gut. Die Quartalsgebühr entfällt komplett, wenn das Gesamtvermögen bei S-Broker am Quartalsende mehr als 10.000 Euro beträgt.

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