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21.05.2014 15:26

Nachhaltigkeitsfonds Wachstum und Probleme

von Brigitte Watermann Autor
Der Markt für Nachhaltigkeitsfonds ist zwar noch klein, aber er wächst. Doch Privatanleger müssen genau hinsehen, bei welcher "Grünanlage" sie ihr Geld investieren wollen.
Nachhaltigkeitsfonds Weiter Wachstum bei nachhaltigen Geldanlagen, aber auch Probleme Finanzportal Biallo.de
Nachhaltige Geldanlagen - weiterhin im Trend
Nachhaltige Geldanlagen gewinnen weiter an Bedeutung, wenn auch noch immer auf niedrigem Niveau. Rund 134,5 Milliarden Euro hatten Anleger 2013 in Deutschland, Österreich und der Schweiz an Nachhaltigkeitskriterien orientiert investiert, schreibt das Forum Nachhaltige Geldanlagen in einer im Mai veröffentlichen Marktübersicht. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Plus von zwölf Prozent.

Allein auf Deutschland entfielen davon rund 80 Milliarden Euro. Das Gros entfällt auf Kundeneinlagen und Eigenanlagen von Spezialbanken mit Nachhaltigkeitsfokus sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). In Deutschland zählen zu den führenden Nachhaltigkeitsbanken neben den kirchlichen Instituten vor allem der Platzhirsch GLS Bank in Bochum, außerdem die Umweltbank aus Nürnberg, die Ethikbank aus Eisenberg und die Triodos Bank in Frankfurt. Das Volumen von Mandaten und Publikumsfonds belief sich auf knapp 31 Milliarden Euro. Gemessen am Gesamtmarkt der Publikumsfonds und Mandate von rund 2,1 Billionen Euro ist das natürlich noch immer ein Mini-Anteil von inzwischen etwa 1,5 Prozent.

Legen Nachhaltigkeitsfonds wirklich nachhaltig an?

Doch Anleger, die in Nachhaltigkeitsfonds investieren wollen, müssen weiterhin gut aufpassen. Fast jeder Anbieter von Nachhaltigkeitsfonds definiert Nachhaltigkeit nämlich ein bißchen anders. Auf die Problematik hat auch die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer im Frühling 2012 vorgelegten Studie hingewiesen („Von ethischen Maschinenpistolen und ökologischem Uranabbau“). „Der Begriff nachhaltige Geldanlage verspricht viel – und bietet nicht einmal ein produktübergreifendes Mindestmaß an Ethik, Ökologie und Sozialem. Für Kleinanleger ist das ärgerlich, investieren sie doch mit diesen Fonds unter Umständen in Unternehmen, in die sie gerade nicht investieren wollen“, heißt es in der Studie. Für Privatanleger bleibt es weiterhin eine anspruchsvolle Aufgabe, die Nachhaltigkeitsfonds herauszufiltern, die den persönlichen Anlagegrundsätzen wirklich entsprechen.
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Wie man Nachhaltigkeitsfonds findet

Eine Hilfestellung bietet biallo.de mit seinem Fonds-Analysetool. Darin lässt sich die Strategie der Nachhaltigkeitsfonds erkennen. Es gibt außerdem Informationen dazu, bei welchem Onlinebroker das Produkt im Sparplan erhältlich ist.

Eine wertvolle Unterstützung bietet auch die Website www.nachhaltiges-investment.org vom Sustainable Business Institut in Oestrich-Winkel. Dort kann man anhand einer umfangreichen Liste von möglichen Ausschluss-, aber auch Performancekriterien herausfiltern, welcher Nachhaltigkeitsfonds zu den eigenen Ansprüchen passt. Gut 300 in Deutschland zugelassene Produkte sind darin gelistet; nimmt man noch Produkte aus Österreich und der Schweiz dazu, finden sich rund 380 Fonds. Doch wenn man beispielsweise für die Region Deutschland nur die beiden Ausschlusskriterien „Atomkraftwerke“ und „Atomwaffen“ eingibt, dann wird kein einziger Fonds für den atomkritischen Anleger ausgeworfen, in die er nach seinen eigenen Wertvorstellungen noch investieren kann. Schließt man nur Atomkraftwerke aus, bleiben 30 Fonds übrig. Will man zumindest keine Atomwaffen im Depot haben, bleiben ganze drei Fonds übrig.

Rund 25 Prozent Zuwachs bei Nachhaltigkeitsfonds

Das liegt insbesondere am bei Nachhaltigkeitsfonds verbreiteten Best-In-Class-Ansatz. Er hilft dabei, die Unternehmen herausfiltern, die im Branchenvergleich am meisten tun für mehr Nachhaltigkeit. Daher können aber in einem Best-in-Class Fonds trotzdem Unternehmen aus nicht gerade als besonders umweltfreundlich geltenden Branchen vertreten sein. Der Best-in-Class-Ansatz hat nach Analyse des FNG allerdings jüngst an Bedeutung verloren, während Anlagestrategien, die mit Ausschlusskriterien arbeiten, wichtiger geworden sind. Das absolut dominierende Ausschlusskriterium sind dabei Investitionen in Hersteller von Streumunition. Das Volumen der Nachhaltigkeitsfonds in Deutschland legte übrigens um rund 25 Prozent zu - auf 12,7 Milliarden Euro.

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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
28.07.2013 - von Martin Hark
alternative Investments
Ein wirklich sehr interessanter Artikel! Ich beschäftige mich auch gerade mit alternativen Geldanlagen. Alternative Investments stellen sehr gute Möglichkeiten zur Geldanlage dar. Auf der einen Seite können diese einem bei der Diversifikation des Vermögens behilflich sein, auf der anderen handelt es sich um renditestarke Anlagemöglichkeiten. Neben den gängigsten alternativen Anlageformen, den Edelmetallen, gibt es noch unzählige andere Möglichkeiten, welche der breiten Masse meist nicht bekannt sind. Dies liegt vor allem daran, dass ein gewisses Know-How bzw. in den meisten Fällen auch das nötige Kleingeld vorhanden sein muss um in solche Asset-Klassen investieren zu können – Hedgefonds, Wald, Kunst, Sammlerstücke … Vor allem in wirtschaftlich turbulenten Zeiten gewinnen Alternative Investments immer mehr an Bedeutung. Dabei sind vor allem neben den klassischen Edelmetallen noch ethische und grüne Investments sehr gefragt. Oftmals wird angenommen, dass solch Investments sicherer als die herkömmlichen Anlagen sind, da die Gewinnmaximierung nicht im Vordergrund steht – dies bedeutet jedoch nicht, dass alternative Investments eine geringere Rendite aufweisen –alternative Investments können sogar renditestärker als herkömmliche Sparformen sein. In Zukunft wird ihnen sicherlich noch mehr Bedeutung zukommen!
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