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16.02.2015 12:49

Interview Martin Krebs, Vorstand ING-Diba

von Brigitte Watermann Autor
Ab März bietet die ING-Diba ihren Kunden die Möglichkeit, rund 5.000 Fonds und ETFs kostenlos zu kaufen, wenn auch nicht zu verkaufen. Mindestens müssen sie 500 Euro investieren. Biallo.de sprach mit ING-Diba-Vorstand Martin Krebs über die Aktion.
Interview Martin Krebs, Vorstand ING-Diba
Martin Krebs, Vorstand ING-Diba: "Wir verwalten für unsere Kunden mittlerweile rund 111 Milliarden Euro an Spareinlagen"

Biallo.de: Herr Krebs, Kostenlos-Aktionen gab und gibt es auch bei anderen Direktbanken. Was ist das Besondere an Ihrer Initiative?

Martin Krebs: Bei uns handelt es sich nicht um eine befristete Aktion, sondern sie ist auf Dauer angelegt. Damit ermöglichen wir es unseren Kunden, im außerbörslichen Direkthandel über den Partner Baader Bank erstmals die gesamte Bandbreite aktiv gemanagter Fonds ab einer Anlagesumme von 500 Euro komplett ohne Gebühren zu kaufen. Und über die Partnerbörse Tradegate können sie ETFs dauerhaft kostenfrei erwerben. Gerade ETFs sind für Privatanleger, die langfristig investieren möchten, besonders geeignet, da keine jährlichen Bestandsprovisionen an den Renditen nagen. Mit unserer Fondsinitiative wollen wir Anlegern die letzten Hürden nehmen, langfristig an der Börse zu investieren – und auf ihr Investment mehr zu verdienen als nur magere Zinsen.

Biallo.de: Diese Erkenntnis scheint sich noch längst nicht bei allen Sparern und Anlegern herumgesprochen zu haben. Gerade erst hat das Deutsche Aktieninstitut (DAI) gemeldet, dass die Zahl der Aktionäre und Aktienfondsanleger in Deutschland 2014 um rund eine halbe Million gesunken ist. Was tun Sie noch für die Geldanlagekultur in Deutschland?

Martin Krebs: Die Zahlen des DAI sind sehr ernüchternd, decken sich aber mit den Zahlen des Fondsverbands BVI, wonach die Absatzzahlen von Aktienfonds zum zweiten Mal in Folge negativ waren. Gemeinsam mit den Direktbanken comdirect Bank,Consorsbank und DAB Bank hat die ING-Diba unlängst die „Aktion pro Aktie“ gestartet. Teil der Aktion ist etwa der „Tag der Aktie“ am 16. März. An diesem Tag entfallen beim Kauf aller DAX-30-Aktien und ausgewählter DAX-ETFs über den Handelsplatz Börse Frankfurt die Ordergebühren sowie weitere Entgelte ab einem Kaufvolumen von 1.000 Euro. Mit der Aktion wollen wir Direktbanken einen Umdenkprozess anstoßen, um einen vorurteilsfreien und aufgeklärten Umgang mit dem Thema „Aktie“ zu fördern. So glaubt etwa die Hälfte der Deutschen, Aktien seien nur etwas für Reiche, aber das stimmt natürlich nicht. Ich halte es für gesellschaftspolitisch bedenklich, dass breite Bevölkerungsschichten am wirtschaftlichen Erfolg viel zu wenig teilhaben.

Biallo.de: Vielleicht sind die Konditionen auf Ihrem Extra-Konto noch zu gut, dass die Leute umdenken? Neukunden bekommen bei Ihnen immerhin derzeit 1,25 Prozent auf Einlagen bis maximal 100 000 Euro, befristet auf vier Monate. Spaß beiseite: Hat das Extra-Konto immer noch überragende Bedeutung für Ihr Haus?

Martin Krebs: Es ist nach wie vor das Fundament unseres Geschäfts. Wir verwalten für unsere Kunden mittlerweile rund 111 Milliarden Euro an Spareinlagen, davon liegen rund 93 Milliarden auf Tagesgeldkonten. Wir möchten uns aber breiter aufstellen und auch als Wertpapieranbieter noch stärker wahrgenommen werden. Schließlich sind wir mit aktuell mehr als 960 000 Wertpapierdepots Deutschlands größter Onlinebroker. Auch deshalb möchten wir mit unsererFondsinitative unseren Kunden langfristige Anlagen in Wertpapieren schmackhafter machen. Davon profitieren mittelfristig unsere Kunden und wir als Bank...

Biallo.de: ... Ihr Haus dank der Bestandsprovisionen bei aktiv gemanagten Fonds und die Kunden – hoffentlich – dank höherer Renditen auf Investmentfonds. Wird Ihre Fondsinitiative dazu führen, dass der Ausgabeaufschlag bei Investmentfonds bald Geschichte ist?

Martin Krebs: Ganz so optimistisch bin ich nicht, aber unser Angebot könnte in der Tat helfen, die Ausgabeaufschläge weiter nach unten zu bringen. Ich gehe davon aus, dass unsere Wettbewerber sich unser Modell gut anschauen werden und sich auch der Konditionenwettbewerb bei ETFs nochmals beleben wird.

Biallo.de: Stichwort Niedrigzinsphase: So manche Bank geht her und führt Kontoführungsgebühren ein – oder erhebt Servicegebühren etwa für beleghafte Überweisungen, wie unlängst die Postbank angekündigt hat. Bleiben Konten und Depots bei Ihnen kostenlos?

Martin Krebs: Wir haben nicht vor, das zu ändern. Was wir allerdings geändert haben: Unlängst haben wir eine Gebühr für Ersatz-EC-Karten eingeführt, wenn ein Kunde diese verloren hat. Und Ab März stellen wir den Aufschlag bei telefonischen Wertpapieraufträgen über einen Kundenbetreuer um. Bislang hatten Telefonorders eine um zehn Euro höhere Mindestgebühr gegenüber Onlineorders:Das nivellierte sich aber bei Aufträgen von 8.000 Euro und mehr. Sie kosteten dann online oder per Telefonaufgabe gleich viel. Künftig wird für Telefonorders eine Servicegebühr von zehn Euro erhoben, Mindestgebühren und Preisstaffel sind dann online und bei Telefonorders gleich. Aber diese Umstellung betrifft nur eine kleine Minderheit von Kunden, unsere Telefonquote liegt gerade mal noch bei etwa vier Prozent.
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