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06.07.2015 10:29

Vermögensverwaltende Fonds Von Allem etwas

von Max Geißler Autor
Vermögensverwaltende Fonds setzen auf breite Streuung. Das stabilisiert das Depot und sorgt für Wertgewinne. Flaggschifffonds hinken aber oft hinterher.
Vermögensverwaltende Fonds Von Allem etwas
Der Mix machts beim Fondsinvestment
Vermögensverwaltende Fonds gelten als Königsdisziplin in der Geldanlage. Ohne vorgegebenes Anlagekorsett können die Fondsmanager in praktisch allen Assetklassen nach Gewinnchancen suchen. Und so verwundert es nicht, dass sich in den auch Multi-Asset-Fonds genannten Portfolios eine bunte Mischung aus Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffen, Währungen und Derivaten findet. Die Aktienquote kann je nach Marktlage und Fondskonzept zwischen null und 100 Prozent schwanken. Als Anlageregion dient der gesamte Globus – egal ob Regenwald, Wüste oder Industrieland.

Vorteil: Das breite Anlagespektrum macht vermögensverwaltende Fonds flexibler als klassische Mischfonds. Diese können oft nur zwischen Aktien und Anleihen variieren. Die große Freiheit sorgt zwar für stabilere Verhältnisse im Portfolio, hat aber auch Tücken. Denn der Markt ist unberechenbar und ändert sich schnell. Fondsmanager können sich schnell im Wirrwarr ihrer Wertpapiere verzetteln und Renditeeinbußen erleiden.
Fonds Beratung

Große Namen bedeuten nicht automatisch Erfolg

Vermögensverwaltende Fonds sind häufig Aushängeschilder berühmter Fondsmanager. So managt zum Beispiel der bekannte Fondsexperte Klaus Kaldemorgen, der sich früher um die DWS Aushängeschilder Akkumula und Vermögensbildungsfonds I kümmerte, heute den eigens für ihn geschaffenen Multi-Asset-Fonds Concept Kaldemorgen. Fondsikone Jens Ehrhardt zeichnet sich für den FMM Fonds verantwortlich, den ältesten, vermögensverwaltenden Fonds Deutschlands. Ebenfalls ganz oben auf der Hitliste der Anleger steht der Multiple Opportunities R des Fondsmanagers Bert Flossbach.
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Große Namen sorgen aber nicht automatisch für Top-Ergebnisse. Zwar bringen die Flaggschiffe der Fondsindustrie Anlegern jährlich Gewinn, mit kleineren, weniger bekannten vermögensverwaltenden Fonds wäre aber oft mehr drin gewesen. So erwirtschafteten die oben genannten Fonds auf Fünfjahressicht Durchschnittsrenditen zwischen sieben und elf Prozent. Ein Blick in die Biallo-Tabelle: Mischfonds zur Vermögensverwaltung zeigt aber, dass Topfonds aus diesem Bereich höhere Renditen erwirtschaften. So erzielten der Adelca Invest IV Multi Asset, der Ampega Balanced 3 und das DWS Top Portfolio offensiv Renditen zwischen 14 und 16 Prozent.

Große Fonds oft teurer als kleine

Die Kosten von Multi-Asset-Fonds liegen im mittleren bis oberen Segment. Der reguläre Ausgabeaufschlag liegt wie bei Aktienfonds üblich bei fünf Prozent, in Einzelfällen bei sechs Prozent. Hier lohnt ein Blick auf Verkaufsofferten von Banken und freien Vermögensverwaltern. Dort finden sich oft Preisnachlässe beim Fondskauf.

Unser Tipp: Lassen Sie sich von unabhängigen Vermögensverwaltern beraten und fordern Sie günstige Fondsangebote an. Unser Kooperationspartner V-Bank hilft schnell und kompetent weiter.

Wichtig ist der Blick auf die laufenden Kosten. Die Gesamtkostenquote TER zeigt, wie viel Geld jährlich aus dem Fondsvermögen zur Deckung von Vertriebs-, Verwaltungs- und Managementkosten abfließt. Hier ergibt sich, dass die großen Flaggschiffe oft teuer sind. Der FMM Fonds kostet zum Beispiel jährlich 1,66 Prozent, Concept Kaldemorgen verschlingt 1,6 Prozent plus erfolgsbezogener Prämien von 1,2 Prozent und der Multiple Opportunities kostet 1,7 Prozent des Fondsvermögens. Zum Vergleich: der Ampega Balanced zweigt jährlich nur 0,55 Prozent ab, das Top Portfolio der DWS 1,2 Prozent. Die geringeren Kosten könnten ein Grund sein, dass die kleineren Fonds renditemäßig die Nase vorn haben.

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