Fondssparplan ohne Alternative

Wie aus 100 Euro 100.000 Euro werden Fondssparplan ohne Alternative

Max Geißler
von Max Geißler
10.09.2016
Auf einen Blick

Sparbücher und Sparbriefe zahlen kaum noch Zinsen. Wer sein Geld vermehren will, muss umdenken. Fondssparpläne sind für Einsteiger eine gute Wahl.

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Wie baue ich erfolgreich Kapital auf? Diese Frage stellen sich inzwischen viele Anleger. Mit Tagesgeld ist im besten Fall noch ein Prozent Zinsen drin, mit Festgeld zwei. Wenn Sie beispielsweise bei der Von Essen Bankgesellschaft 12.000 Euro in Festgeld anlegen, dann erzielen Sie bei zwei Prozent Zinsen nach zehn Jahren einen Gewinn von rund 2.628 Euro.
 

Fondssparplan bringt Kapitalaufbau in Schwung

Zwar wächst mit Festgeld Ihr Erspartes sicher und stabil. Nur: Reich werden können Sie mit den aktuellen Minirenditen nicht. Um Ihren Kapitalaufbau in Schwung zu bringen, benötigen Sie eine Geldanlage mit mehr Rendite. Die gibt es, und zwar in Form von Aktienfonds. Fünf bis sieben Prozent Wertzuwachs pro Jahr sind durchaus realistisch, in guten Börsenzeiten auch mehr.

Allerdings müssen Sie Ihre Risikobereitschaft erhöhen. Was nicht bedeutet, dass Sie Verluste in Kauf nehmen müssen. Im Gegenteil: Auf lange Sicht bieten Aktienfonds fast schon eine Renditegarantie. Denn langfristig gesehen machen Fondssparpläne so gut wie immer Plus. Allerdings müssen Sie akzeptieren, dass die Kurse der Fondsanteile schwanken. Wenn Sie nicht gleich Schweißausbrüche bekommen, nur weil Ihr Fonds zwischenzeitlich zehn oder zwölf Prozent weniger Wert ist, dann dürfen Sie sich am Ende über einen hübschen Gewinn freuen.

Pluspunkte für Fonds

Fondssparen ist kostengünstig. Aktiv verwaltete Aktienfonds kosten ein bis 1,5 Prozent Gebühr pro Jahr, börsengehandelte Indexfonds, sogenannten ETF’s, gar nur wenige Zehntel. Zudem verteilen Aktienfonds das Anlagerisiko auf viele Aktien und halten so Ausfallrisiken in Grenzen. Betreiben Sie einen Fondssparplan mit gleichbleibenden Sparraten, profitieren Sie außerdem vom sogenannten Cost-Average-Effekt. Das heißt in schwachen Börsenphasen erwerben Sie mehr preiswerte Fondsanteile für das gleiche Geld als in starken Börsenphasen, wenn die Anteile teurer sind. Unterm Strich entsteht ein günstiger Durchschnittspreis für die Fondsanteile.

Wie viel Gewinn ist drin?

Das hängt von der Anlagedauer und Ihrem Einsatz ab. Legen Sie beispielsweise monatlich 100 Euro beiseite, dann erzielen Sie auf Zehnjahressicht nach den jüngsten Statistiken des Fondsverbandes BVI mit einem deutschen Aktienfonds ein Ergebnis von 15.340 Euro, die Durchschnittsrendite beträgt 4,8 Prozent. Das heißt, aus einer Einzahlung von 12.000 Euro entspringt ein Gewinn von 3.340 Euro. Damit liegen Sie fast 700 Euro höher als mit dem oben genannten Top-Festgeld, und das, obwohl Sie das Kapital erst peu à peu angespart haben.

Interessant sind Ihre Gewinnchancen auf lange Sicht: Nach zwanzig Jahren steht bei gleicher Rendite ein Ergebnis von knapp 40.000 Euro zu Buche. Nach dreißig Jahren überschreitet Ihr Depotvermögen bereits die 100.000-Euro-Marke. Nach Auswertungen des BVI erzielten Sparpläne mit deutschen Aktienfonds binnen dreißig Jahren im Schnitt 6,2 Prozent Rendite, was das Ergebnis unseres Fondssparplans auf 102.000 Euro katapultiert.

Biallo-Tipp: Informieren Sie sich in unseren Fonds-Tabellen über die besten Fonds in der jeweiligen Kategorie. Dabei werden Sie schnell feststellen, dass Top-Fonds deutlich bessere Ergebnisse erzielen als der vom BVI ermittelte Kategorie-Durchschnitt. So fahren die besten deutschen Aktienfonds auf Zehnjahressicht etwa doppelt so hohe Gewinne ein wie der Durchschnitt.

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
58,33
1,00%
2.
57,57
0,75%
3.
49,22
1,10%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 9 Monate
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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