Alternative zum Tagesgeld?

Parkdepot der Allianz Alternative zum Tagesgeld?

Max Geißler
von Max Geißler
09.09.2016
Auf einen Blick

Wohin mit großen Vermögen? Vor dieser Frage stehen vor allem Erben großer Geldbeträge und Empfänger von ausgezahlten Lebensversicherungen.

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Wer auf die falsche Bank setzt, verliert Kapital. Millionäre am Tegernsee müssen zum Beispiel aufpassen, denn die Raiffeisenbank Gmund berechnet ab 100.000 Euro Einlage Minuszinsen von 0,4 Prozent.

Aus 500.000 Euro werden so binnen Jahresfrist 498.000 Euro – ein Verlust von 2.000 Euro. Auch die Altenburger Skatbank verlangt 0,25 Prozent Strafzins, allerdings erst ab einer Einlage von einer halben Million.

Zinsplus mit Parkdepot der Allianz

Eine Alternative zu Kapitalverlusten bietet das Parkdepot der Allianz. Es funktioniert ähnlich wie ein Tagesgeldkonto: Sie können jederzeit Geld einzahlen oder auszahlen lassen, Depoteröffnung und -führung sind kostenlos. Aktuell zahlt das Depot 0,3 Prozent Zinsen für Beträge bis 500.000 Euro, höhere Anlagebeträge erhalten individuelle Konditionen.

Die Zinsgarantie gilt für jeweils drei Monate, danach wird sie der Marktlage angepasst. Aktuell hat die Allianz bereits eine Senkung auf 0,25 Prozent angekündigt, und zwar ab dem 15.September. „Wer schnell ist und vor dem Stichtag ein Parkdepot eröffnet, der sichert sich für die nächsten drei Monate noch den höheren Zins“, ermutigt Heike Siegl von der Allianz potentielle Anleger. Zinszahlungen erfolgen quartalsweise, so profitieren Anleger von Zinseszinsen.

Depoteröffnung im Handumdrehen

Die Depoteröffnung ist simpel: Mit einem Klick auf der Internetseite: www.allianz.de/vorsorge/parkdepot-tagesgeld/ starten Sie den Antragsprozess. Nach Eingabe der persönlichen Daten kommen die Vertragsunterlagen sofort per Mail; die persönliche Identifikation erfolgt im Anschluss per Video-Ident-Verfahren. Danach überweisen Sie die gewünschte Summe auf das Parkdepot – fertig.

Wem die Identifikation via Smartphone oder PC nicht zusagt, der kann auch den klassischen Weg über das Post-Ident-Verfahren wählen. Die Verwaltung des Depots erfolgt online. Sie können selbstständig Transaktionen vornehmen, Freistellungsaufträge erteilen und Begünstigte im Todesfall vermerken. Positiv: Das Kapital ist im Rahmen des Sicherungsvermögens der Allianz vollständig geschützt. Darüber hinaus sichert die Protektor Lebensversicherungs-AG Vermögenswerte von Versicherten gegen Insolvenz des Versicherers ab.

Zinsstarkes Tagesgeld mit Bremsklotz

Zahlreiche Tagesgeldkonten bieten höhere Zinsen als die Allianz. Das klingt gut - allerdings sollten Sie hier auf Höchstbeträge achten. Die Audi-Bank garantiert zum Beispiel Neukunden vier Monate lang 1,1 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld. Das lohnt sich bis zu einem Anlagebetrag von 100.000 Euro. Höhere Beträge verzinsen sich nur mit 0,3 Prozent. Ähnlich bei der ING-Diba: Hier erhalten Neukunden vier Monate lang 1,0 Prozent für Tagesgeld garantiert, Beträge über 100.000 Euro verzinst die Frankfurter Direktbank aber nur mit 0,25 Prozent.

Tagesgeld ohne Höchstbetrag: Gewinnbringend angelegt sind große Geldbeträge bei der Renault Bank direkt. Die Franzosen garantieren für ihr Tagesgeld drei Monate lang 0,8 Prozent Zinsen – und das für Beträge bis eine Million Euro! Ab dem vierten Monat profitieren Neu- wie Bestandskunden von 0,6 Prozent Zinsen. Auch die Deniz Bank zahlt für alle Kunden und Beträge 0,6 Prozent.

Tagesgeld für Kleinanleger: Eher für überschaubare Beträge geeignet ist das Tagesgeld der Consorsbank. Die Nürnberger schreiben Neukunden zwar ein Jahr lang 1,0 Prozent Zinsen gut, aber nur bis 20.000 Euro. Darüber hinaus gehende Summen verzinsen sich mit 0,2 Prozent, ab 250.000 Euro gar nur mit 0,1 Prozent.

  • Biallo-Tipp: Wenn Sie große Summen auf einem Tagesgeldkonto anlegen wollen, sollten Sie die Einlagensicherung der Bank beachten. Der gesetzliche Schutz greift nur bis 100.000 Euro. Höhere Summen sind über den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken geschützt, dem aber nicht jede Bank angehört.
3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
58,33
1,00%
2.
57,57
0,75%
3.
49,22
1,10%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 9 Monate
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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