Geldanlage S-Dax Setzen Sie auf kleinere Firmen

Geldanlage S-Dax Setzen Sie auf kleinere Firmen

von Horst Peter Wickel
21.07.2016
Auf einen Blick

Gerade kleineren Unternehmen mit einem geringeren Börsenwert kommt heutzutage große Bedeutung zu. Wenn Sie sich dafür interessieren, müssen Sie allerdings eine Menge wissen.

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Siemens, BMW, Deutsche Bank, Volkswagen oder Deutsche Post – kennt ja jeder. Aber haben Sie schon von Indus, Elring-Klinger, Grammer oder Braas gehört? Dabei sind es gerade die kleineren und mittelgroßen deutschen Firmen, die unsere Volkswirtschaft florieren lassen.

Während die Aktien der größten Unternehmen, die so genannten Large Caps oder Bluechips, im Dax versammelt sind, und ihnen dann die Mid Caps im M-Dax folgen, hat die Deutsche Börse am unteren Ende der Größenskala den S-Dax eingeführt.

Viele Bewegung, hohes Risiko

Während viele Milliardenkonzerne auf ein seit Jahrzehnten funktionierendes und gefestigtes Geschäftsmodell sowie ihre Marktmacht verweisen können, ist der S-Dax deutlicher in Bewegung. Verbraucherschützer der Berliner Stiftung Warentest sprechen bei small Caps von attraktiven Kurs-Chancen, "aber auch deutlich höheren Risiken".

Nach ihrer Einschätzung können sich schon kleinere Management- oder Produktionsprobleme bei diesen Unternehmen „relativ schnell zu einer die Existenz bedrohenden Krise ausweiten und den Aktienkurs abstürzen lassen“.

Zweistellige Kursverluste sind bei Nebenwerten in wenigen Tagen oder sogar Stunden durchaus häufiger anzutreffen als im Dax. Wenn sich bei S-Dax-Werten Investoren verabschieden und blitzartig aussteigen, sorgt die vergleichsweise geringere Liquidität in den Titeln dann zusätzlich für rasantere Kurskurven. Aber auch stetig erfolgreiche Geschäftsmodelle in Weltmarktnischen finden sich bei Index-Unternehmen, die im S-Dax für Furore sorgen.

Versteckte Champions unter sich

Ein Beispiel: die Autovermietung Sixt AG. Das von Erich Sixt gegründete und geführte Familienunternehmen (der Patriarch hält rund 60 Prozent der Stammaktien) ist finanziell sehr solide, in den vergangenen Jahren wurden kräftige Dividenden gezahlt, und der Börsenkurs legte in den vergangenen acht Jahren um 900 Prozent zu. Auch in diesem Jahr wuchs der Umsatz im ersten Quartal bereits um 16 Prozent, der Gewinn steigerte sich um elf Prozent auf 31 Millionen Euro.

Ein weiteres Beispiel: die Grammer AG mit Hauptsitz in Amberg. Fahrkomfort für Fahrer und Passagiere, also Sitze, Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen für viele Autohersteller werden bei Grammer gefertigt. Bei seinen Sitzen für Offroad-Fahrzeuge wie Land- und Baumaschinen sieht sich Grammer als weltweite Nummer Eins. Rund 1,7 Mrd. Euro Umsatz soll das Unternehmen in diesem Jahr erreichen.

Mehr Ertrag mit kleinen Perlen

Aus Sicht von Vermögensprofis gehören Nebenwerte, also Small und Mid Caps, eigentlich in jedes Portfolio, denn die Titel aus der zweiten Reihe können Standardwerte durchaus schlagen. Die Ratingagentur Scope weist darauf hin, dass sich die Überlegenheit der Small Caps auf alle Marktphasen erstreckt, nur in ausgeprägten Rezessionsphasen schneiden sie schlechter ab als der Rest des Marktes. Nebenwerte seien ein wichtiger Depot-Baustein für die Portfolio-Optimierung, betonen die Scope-Analysten.

Lieber Fonds

Wenn Sie nervenschonend in Small- und Mid-Caps investieren wollen, bieten sich entsprechende Fonds-Konstruktionen an. Auf alle deutschen Nebenwerteindizes sind Indexfonds (ETFs) verschiedener Anbieter erhältlich.

Dazu kommen einige aktiv gemanagte Nebenwerte-Fonds, aber erfahrene Nebenwerte-Spezialisten lassen sich die schwierige Titelauswahl mit satten Verwaltungsgebühren und zusätzlichen Performance-Fees üppig bezahlen. Die meisten bekannten Fondsgesellschaften haben sich allerdings aus dem Markt der Small Caps aufgrund der Risiken und des hohen Aufwands lieber zurückgezogen.

Mein Tipp:Das ist Ihnen alles zu Riskant? Dann sehen Sie sich doch mal die folgenden Festgeld-Anbieter an. Sie profitieren von einem festen Zins und hoher Sicherheit.

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Horst Peter Wickel
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