Renditekiller Sparbuch In fünf Jahren fünf Prozent Minus

Max Geißler
von Max Geißler
25.01.2016
Auf einen Blick

Viele halten das klassische Sparbuch für risiko- und verlustfrei. Doch weit gefehlt: Wegen der niedrigen Zinsen verlieren Sie als Sparer derzeit Geld.

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Viele Anleger möchten kein Risiko eingehen und Verluste vermeiden

Deshalb setzen sie – trotz Niedrigzins – auf das Sparbuch. Dabei wird häufig übersehen, dass der Wert des angelegten Kapitals bei dieser Anlageform schwindet. Schuld daran ist das niedrige Zinsniveau. Es sorgt dafür, dass die Inflationsrate oft höher ist als der Zinssatz, den Anleger für ihr Sparbuch erhalten. Unterm Strich führen Guthabenzinsen von knapp über der Nullinie, wie sie die Münchner Stadtsparkasse, die Hypovereinsbank oder die BB Bank anbieten, zu realem Kapitalverlust. Wenn Sparbuch, dann sollten Sie vorab unseren Sparbuch-Vergleich zu Rate ziehen. Hier sehen Sie, dass zum Beispiel die ABC Bank mit 1,0 Prozent Zinsen aktuell ein sehr attraktives Angebot macht, das deutlich über der Inflationsrate von 0,3 Prozent liegt.

Festgeld bringt Realgewinn

Statt niedrig verzinste Sparbücher sollten Sie auf festverzinste Spareinlagen wie Festgeld oder Sparbriefe setzen. Topverzinste Geldanlagen erzielen auch nach Abzug der Teuerungsrate positive Erträge. Bei Laufzeiten ab einem Jahr winken deutliche Zinsgewinne. Mit Anbietern wie der J&T Bank, der britischen First Save Euro Bank und der österreichischen Austrian Anadi Bank erzielen Sie mehr als einen Prozentpunkt realen Zinsgewinn. Noch besser sieht es bei dreijähriger Laufzeit aus, denn dann steht zum ersten Mal eine Zwei vor dem Komma, zum Beispiel bei der J&T Banka. Aus 10.000 Euro werden so binnen drei Jahren bis zu 10.612 Euro.

Aktienfonds auf Dauer sehr erfolgreich

Bei längerer Geldanlage bleibt die Rendite von Festgeld jedoch hinter Anlageformen wie Aktien oder Fonds zurück. Grund: Wertpapiere bieten weitaus bessere Chancen, das Kapital gegenüber der Inflation zu vermehren. Zudem schütten viele Aktiengesellschaften eine jährliche Dividende aus – dies erhöht die Rendite zusätzlich. Auf lange Sicht gleichen die Wertzuwächse der Fonds zwischenzeitliche Kursschwächen mehr als aus. So erzielten deutsche Aktienfonds in den vergangenen zehn Jahren laut Fondsverband BVI im Schnitt 6,5 Prozent Rendite, Internationale Aktienfonds schafften 4,3 Prozent. Diese Zuwachsraten enthalten bereits alle Fondskosten. Hervorragende Langstreckenläufer mit vergleichsweise konstanten Zuwachsraten sind zum Beispiel der Fonds DWS Aktien Strategie Deutschland mit einer Zehnjahresrendite von 9,4 Prozent oder der Concentra von Allianz Investment mit 7,5 Prozent Wertzuwachs pro Jahr.

Unser Tipp

Unser Aktien Depot Vergleich zeigt Ihnen, bei welchem Anbieter Sie Fonds und Aktien sehr preiswert kaufen und verwalten können.

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
100,00
1,00%
2.
90,00
0,90%
3.
85,00
0,85%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 12 Monate
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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