Vermögensverwaltung

Vermögensverwaltung Sparen nach dem Baukastenprinzip

Max Geißler
von Max Geißler
22.04.2016
Auf einen Blick

Wer Vermögen vermehren will, braucht ein gutes Konzept. Standardisierte Vermögensverwaltung bietet einfache Strategien für jeden Anleger.

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Größere Privatvermögen sollten Sie nicht ausschließlich in Tages- oder Festgeld anlegen – dafür sind die Renditen aktuell zu schwach. Ein Teil des Ersparten hat in ausgewogen und flexibel anlegenden Wertpapierdepots deutlich größere Gewinnchancen.

Erfolgreiche Portfolios können auf jede Marktlage reagieren und erzielen unterm Strich höhere Erträge als verzinste Bankeinlagen. Für Sparer mit wenig Zeit oder geringer Börsenerfahrung sind standardisierte Wertpapierportfolios eine gute Wahl. Denn hier übernehmen Profis die Wertpapierauswahl und suchen mit klar umrissenen Risikoprofilen nach Wachstumschancen für das eigene Vermögen. Die Kosten für diesen Service gehen aber deutlich auseinander. Einige Beispiele:
 

1. Privatmandat Comfort der Deutschen Bank

Deutschlands größtes Geldhaus bietet verschiedene Standard-Portfolios zur Vermögensverwaltung. Die Vermögensverwaltung findet je nach Risikoneigung und Anlagehorizont mit unterschiedlich ausgerichteten Fonds statt. Von defensiv bis offensiv sind alle Anlagestrategien vertreten, selbst spezielle Anlagekonzepte wie USA oder Deutschland können verfolgt werden.

Das Vermögensmanagement ähnelt den in der standardisierten Vermögensverwaltung häufig anzutreffenden Modellen: Individuelle Anlageberatung plus Investition ein vorstrukturiertes Fondsdepot, in diesem Fall in einen Mischfonds. Zu Beginn erhalten Sie als Anleger eine umfassende Erstberatung. Dabei ermitteln Sie gemeinsam mit dem Anlageberater zunächst Ihre Risikobereitschaft und dann das Sparziel. Im zweiten Schritt erfolgt die Festlegung der Anlagestrategie. Im dritten Schritt fließt das Geld in das ausgewählte Portfolio und bleibt dort, bis man sein Sparziel oder die Anlagestrategie ändern möchte. Die Überwachung der Teilfonds sowie deren Zielrenditen bzw. Schwankungsbreiten erfolgt mittels Computer. Sind Änderungen aufgrund neuer Marktlagen nötig, um den Fonds auf Kurs zu halten, werden die Fondsmanager aktiv.

  • Vorteil: Sie brauchen sich nicht selbst um Auswahl und Kauf der Wertpapiere zu kümmern. Die Deutsche Bank informiert regelmäßig über die Entwicklung der Geldanlage. Bei Beratungsbedarf steht ein Finanzexperte kostenfrei bereit.
     
  • Die Kosten: Das Privatmandat Comfort beginnt ab 2.500 Euro Anlagebetrag. Regelmäßige Zuzahlungen sind ab 50 Euro möglich. Je nach Teilfonds fallen zusätzlich zu den einmaligen Ausgabeaufschlägen jährliche Kosten zwischen 1,5 und 1,8 Prozent an. Die erzielten Gewinne auf Fünfjahressicht liegen zwischen plus 15 Prozent in defensiven Teilfonds und mehr als 20 Prozent in offensiv ausgerichteten Teilfonds.
Unser Tipp

Mein Fazit: Die Vermögensverwaltung "Privatmandat Comfort" der Deutschen Bank erfüllt Ihre Aufgabe und vermehrt zuverlässig das Kapital der Anleger. Alle ausgewogen investierenden Teilfonds liegen bei mehrjähriger Anlagedauer deutlich im Plus.

2. Vermögensmanagement der Commerzbank

Bei der standardisierten Vermögensverwaltung der Commerzbank stehen insgesamt sechs verschiedene Portfolios zur Wahl. Neben klassischen Risikoprofilen wie Substanz, Balance, Chance oder Wachstum können Sparer auch auf ein spezielles Europa-Portfolio oder rein auf Wachstumsländer setzen.

Die Commerzbank-Portfolios kennt kaum Anlagegrenzen, praktisch sämtliche Börsenpapiere und Fondsarten rings um den Globus stehen für Investitionen bereit. Dadurch können die Depots sowohl risikoreicher als auch stark sicherheitsorientiert gemanagt werden, was sich am Ende auf die Kosten durchschlägt – hier sollten Sie sich vor einer Geldanlage genau informieren.

  • Vorteil: Die Vermögensverwaltung der Commerzbank erfordert keine Mindesteinlage.

  • Die Kosten: Die Gebühren sind zum Teil recht üppig, so fallen für das Portfolio Chance jährlich 2,5 Prozent an, die Gesamtkostenquote summiert sich auf über drei Prozent.

3. Deka-Vermögenskonzept: Wenn sich die Sparkasse ums Geld kümmert

Das Deka-Vermögenskonzept startet ab 15.000 Euro Einmalanlage bzw. 5.000 Euro plus monatlicher Sparplan von 100 Euro. Zur Wahl stehen zwei Anlagetypen: Balance und aktiv.

Beide Varianten investieren in Aktien und Rentenpapiere. Die schwankungsärmere Variante Balance arbeitet mit fest definierten Aktienquoten von 20, 40 oder 70 Prozent und investiert ausschließlich in Euroland. Die chancenreicheren Aktiv-Depots arbeiten mit variablen Aktienquoten von bis zu 120 Prozent und investieren weltweit. In letzten Jahr verbuchten die Balance-Depots Renditen zwischen 3,7 und 11,1 Prozent, die Aktiv-Depots rentierten mit 0,4 bis 10,1 Prozent. Die persönliche Anlageberatung in der Sparkassenfiliale ist kostenlos.

  • Vorteil: Das Deka-Vermögensmanagement ermöglicht die Wertsicherung des angelegten Kapitals, damit sind Verluste ausgeschlossen.


  • Die Kosten: Beim Fondskauf fallen einmalig Ausgabeaufschläge je nach Depotvariante von 1,2 bis 2,5 Prozent an. Zudem erhebt die Deka 0,2 Prozent Managementgebühr pro Jahr plus Depotverwaltungskosten, je nach Einlagenhöhe.

Hier lesen Sie mehr zu den Top-Fonds in 2015 oder welcher Fondssparplan sich für Kinder eignet auf Geldsparen.de.

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Max Geißler
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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