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12.03.2015 12:25

Abgeltungsteuer Mehr Rendite mit Kindern

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Eingefleischte Zinssparer müssen für längere Zeit auf lukrative Renditen verzichten. Wer sein Vermögen in der Flaute mehren will, setzt auf Aktien und Fonds und spart dabei mit Hilfe seiner Kinder Steuern.
Abgeltungsteuer Mehr Rendite mit Kindern
Der Nachwuchs als Steueroase - nicht nur per Abgeltungssteuer ist dies möglich
Die Zeiten für den deutschen Otto Normalsparer waren schon mal besser. Bei der Bank gibt es nur noch mickrige Zinsangebote für Sparbriefe, Fest- und Tagesgelder. Das wenige, was an Zinsertrag für den Sparstrumpf abfällt, wird entweder von der Inflation aufgefressen oder vom Finanzamt besteuert. Einige Bausparkassen kündigen ihren langjährigen Kunden gerade zu tausenden hochverzinsliche Altverträge, weil sie die versprochenen Zinsen von bis zu vier Prozent nicht mehr verdienen können. Die Lebensversicherer haben zum Jahresbeginn den Garantiezins auf des Deutschen liebstes Altersvorsorgeprodukt auf 1,25 Prozent gesenkt. Und jetzt das: Durch die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) vom 22. Januar, die Finanzmärkte in den nächsten drei Jahren mit 1,1 Billionen Euro billigem Geld förmlich zu fluten, zementiert EZB-Chef Mario Draghi das Jammertal für eingefleischte Zinsanleger auf Dauer. Steigende Zinsen sind auf absehbare Zeit nicht mehr in Sicht.

Für mehr Rendite muss man umdenken

Wohin also in der Zinsflaute mit dem Ersparten? Wer nicht alles verprassen will, muss bei der Geldanlage umdenken und für mehr Rendite mehr Risiken in Kauf nehmen. Renditejäger sollten sich deshalb am Aktienmarkt nach Dividendenperlen umschauen. Denn die EZB-Entscheidung schwächt den Euro und wirkt damit für die exportlastige deutsche Industrie wie ein Gewinnturbo. Mit soliden Standardtiteln vom deutschen Kurszettel wie der Allianz-Versicherung, dem Chemieriesen BASF, der Deutschen Telekom oder Daimler lassen sich trotz der gestiegenen Kurse immer noch Dividendenrenditen von bis zu 4,5 Prozent vor Steuern verdienen.

Damit auch nach Steuern ein ordentliches Plus übrig bleibt, sollte man bei der Geldanlage allerdings auch das steuerliche Einmaleins der Abgeltungsteuer im Blick haben. Für Zinserträge, Dividenden und Kursgewinne aus Wertpapiergeschäften verlangt das Finanzamt 25 Prozent Abgeltungsteuer plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag. Der Steuerabzug wird von der Bank direkt bei Auszahlung der Erträge vorgenommen – der Sparer erhält nur den Nettobetrag gutgeschrieben. Anleger, die ihrer inländischen Bank einen Freistellungsauftrag über den Sparerpauschbetrag von 801/1.602 Euro (Ledige/Verheiratete) erteilen, bekommen bis zu diesem Freibetrag Kapitaleinkommen ohne Steuerabzüge – brutto für netto - ausgezahlt.

Nachwuchs als Steueroase

Eltern können bei der Geldanlage Steuern sparen, wenn sie einen Teil ihrer Ersparnisse vor dem nächsten Zins- oder Dividendentermin auf ihre Kinder übertragen. Mit diesem Trick schlägt man steuerlich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Bis zu 400 000 Euro können alle zehn Jahre pro Elternteil steuerfrei auf die Kinder weitergegeben werden, ohne dass das Finanzamt dafür Schenkungsteuer kassiert. Großeltern können immerhin noch getrennt voneinander jedem Enkel 200.000 Euro schenken, ohne den Fiskus an den Ersparnissen beteiligen zu müssen.

Eine Schenkung lohnt sich auch im Hinblick auf die Abgeltungsteuer. Denn neben dem Kapital bleiben auch die Sparerträge bei Kindern 2015 bis zu 9.309 Euro steuerfrei. Eltern müssten für den gleichen Betrag in 2015 2.455 Euro Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag zahlen. Kinder gelten bereits im zarten Windelalter als vollwertige Steuerzahler, die eine ganze Palette eigener Steuerfreibeträge nutzen können (siehe Tabelle). Bei einer angenommenen Verzinsung von zwei Prozent bleibt damit in 2015 immerhin ein Vermögen von rund 465 000 Euro pro Kind steuerlich unbelastet.
    Soviel Zinserträge können Kinder steuerfrei kassieren
  2014 2015 2016
Grundfreibetrag 8 354 € 8 472 € 8 652 €
Sparerpauschbetrag 801 € 801 € 801 €
Sonderausgaben-Pauschbetrag 36 € 36 € 36 €
Steuerfreies Einkommen je Kind 9 191 € 9 309 € 9 489 €
Quelle: eigene Recherche; Grundfreibetrag 2015 und 2016 – erwartete Anhebung aufgrund Existenzminimum-Bericht
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NV-Bescheinigung erspart Papierkrieg

Kapitalerträge der Kinder können bei der Bank mit Hilfe eines eigenen Freistellungsauftrages maximal in Höhe des Sparerpauschbetrages von 801 Euro steuerfrei gestellt werden. Erzielen die Kinder Zinsen und Dividenden oberhalb dieses Freistellungsvolumens, ist die Bank zum Abzug der pauschalen Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag verpflichtet. Diese Steuern müssen sich die Eltern vom Finanzamt wiederholen, in dem sie als Erziehungsberechtigte im Namen ihrer Kinder Jahr für Jahr eine Einkommensteuererklärung einreichen. Unnötige Steuerabzüge kann man jedoch auf bequemere Art vermeiden. Eltern legen der kontoführenden Bank statt eines Freistellungsauftrages eine „Nichtveranlagungsbescheinigung“ für ihren Nachwuchs vor. Die Bescheinigung wird für einen Zeitraum von maximal drei Jahren anstandslos ausgestellt, wenn die Einnahmen des Kindes auf absehbare Zeit unter 9.309 Euro (2015) bleiben. Den Antragsvordruck NV 1 A erhalten Steuerzahler bei ihrem örtlichen Finanzamt oder unter www.formulare-bfinv.de, unter den Stichworten „Formularcenter, Formulare A-Z, Nichtveranlagungsbescheinigung“ zum Download. Nach Ablauf der Frist muss die Bescheinigung erneut beantragt werden.
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Nachteile vermeiden

Bei der Vermögensübertragung auf Kinder sollte man allerdings einige Fallgruben kennen, damit die familiäre Steueroase nicht zum finanziellen Rohrkrepierer wird. Haben Eltern oder Großeltern größere Beträge innerhalb der Familie überschrieben, um Steuern zu sparen, prüfen die Finanzämter nach einer Verfügung der OFD Magdeburg (Az. S 2252-90-St 214) genau, ob das Vermögen auch tatsächlich und endgültig auf den Nachwuchs übertragen wurde. Die Eltern und Großeltern können nicht mehr ohne weiteres auf Kapital und Zinsen zurückgreifen, wenn sie ein Konto oder Depot auf den Namen des Nachwuchses eingerichtet haben (Urteil des Landgerichtes Coburg, Az. 33 S 9/10). Um Schwierigkeiten mit dem Finanzamt vorzubeugen, sollte gegenüber der Bank bereits im Kontoeröffnungsantrag deutlich gemacht werden, dass der Nachwuchs als Gläubiger des Guthabens bestimmt wird und die Eltern nur im Rahmen des elterlichen Sorgerechtes verfügungsberechtigt sein sollen. Zudem können die Kinder nach Vollendung des achtzehnten Lebensjahres frei über ihr Geld verfügen. Vorsichtige Eltern wickeln die Schenkung deshalb über einen notariellen Vertrag ab, in dem sie festlegen, dass die Erträge des Vermögens zweckgebunden für die Berufsausbildung oder einen Immobilienerwerb des beschenkten Kindes genutzt werden müssen. Dieser Schachzug beugt nicht nur finanziellen Eskapaden der Kinder vor – der Notarvertrag dient auch gegenüber dem Finanzamt als Nachweis für eine ernsthaft gewollte Vermögensübertragung.

Krankenkassen forschen nach

Auch die Krankenkassen fragen konsequent nach Familienangehörigen, die trotz eigenem Verdienst beitragsfrei beim Haushaltsvorstand mitversichert sind. Das ist für Kinder in Ausbildung und Studium grundsätzlich bis zum 25. Lebensjahr möglich – allerdings nur, wenn diese nicht zu üppig verdienen. Nach einem Urteil des Bundessozialgerichtes zählen neben Einkünften aus Mini- oder Teilzeitjobs auch Zinseinnahmen zum anrechenbaren Gesamteinkommen des Kindes (Az. B 12 KR 13/02 R). Zinserträge bleiben in Höhe des Sparerpauschbetrages bei der Berechnung außen vor. Liegen die nach Abzug des Freibetrages verbleibenden Kapitalerträge im Kalenderjahr 2015 über 4.860 Euro (405 Euro monatlich), endet die kostenfreie Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung. Für den Fall, dass das Kind einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht (450-Euro-Job), beträgt die Grenze 450 Euro monatlich, also 5.400 Euro im Jahr. Der Nachwuchs muss sich dann aus eigener Tasche versichern und die Prämien für die Krankenkasse zehren den Steuervorteil wieder auf.
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