Startseite | RSS | Mobil | Sitemap |
Sonntag, 25.09.2016 22:49 Uhr
Newsletter:
Suche:
Startseite
Startseite > Geldanlage > Brexit erschüttert Europa
Artikel bewerten:
AAA
24.06.2016 13:28

Brexit erschüttert Europa Armageddon für Sparer und Aktionäre?

von Max Geißler Autor
Woran kaum ein Kontinentaleuropäer geglaubt hat, ist Realität: Die Briten stimmen mit knapper Mehrheit für einen Austritt aus der EU. Muss man Angst um sein Erspartes haben?
Brexit erschüttert Europa Armageddon für Sparer und Aktionäre?
Die Würfel sind gefallen. Das Vereinigte Königreich tritt aus der europäischen Staatengemeinschaft aus.
Schlimmer hätte es für die Finanzmärkte kaum kommen können. Nachdem es die letzten Tage nach einem Vorsprung der EU-Befürworter aussah, funkten die Kapitalmärkte Entwarnung und die Aktienkurse wagten sich aus der Deckung.

Das unerwartete "No" der Briten zu Europa versetzt den Börsen nun einen Nackenschlag und schickt die Aktien in den tiefroten Bereich. Der Dax lag zu Handelsbeginn rund zehn Prozent im Minus, einige Banktitel schmierten mehr als 15 Prozent ab. Das britische Pfund fiel auf den niedrigsten Stand seit 1985.

Stolpert Europa über den Brexit?

Droht der Untergang Europas – wie es zahlreiche Kommentatoren vorhersagen? Obwohl die Entwicklung schwer absehbar ist, wohl eher nicht. Zwar büßt die EU knapp 20 Prozent ihrer Wirtschaftskraft, 30 Prozent ihrer Marktkapitalisierung und ihren drittgrößten Nettozahler ein, doch der Verlust scheint verkraftbar. Zum einen weil sich die Verhandlungen über den britischen Austritt aus der EU über Jahre hinziehen und mit vielen Kompromissen enden werden.

Zum anderen kocht Großbritannien sowieso seit Jahren Extrawürste, genießt zahllose Sonderregelungen und ist kein Mitglied im Euro. Gleichzeitig verfügt die EU über wirtschaftlich wie politisch starke Kern-Nationen, die jetzt noch enger zusammenrücken werden. Allerdings müssen die Kernländer Reformen zügig anpacken, um das europäische Projekt zu retten und zukunftsfähig zu machen.

Was bedeutet der Brexit für Aktionäre und Fondssparer?

Anleger sollten die Folgen des Brexit nicht unterschätzen. Anleihe-Experte David Zahn von der Investmentgesellschaft Franklin Templeton Investements geht davon aus, dass "die Volatilität an den Finanzmärkten deutlich zunehmen wird und mit ihr die Risikoaversion der Anleger."

Weil Anleger Aktien und Unternehmensanleihen nun als "riskant" einschätzen, dürften sich diese Papiere in Zukunft schwächer entwickeln. "Meiner Meinung nach wird es eine Flucht in Qualität geben, also in Anlagen, die als weniger riskant wahrgenommen werden, zum Beispiel britische und deutsche Staatsanleihen", prophezeit Zahn.

Der Chefvolkswirt der ING-Diba, Carsten Brzeski, geht ebenfalls von Verwerfungen an den Kapitalmärkten aus. Seiner Ansicht nach "sollten die Turbulenzen aber nicht allzu lange anhalten". Das wichtigste Gebot für Anleger sei jetzt "Ruhe zu bewahren" und keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen. Der Brexit-Prozess werde allerdings "lange Jahre der Unsicherheit und Volatilität mit sich bringen".

Finanzexperte Merten Larisch von der Verbraucherzentrale Bayern sieht vor allem britische Aktien kritisch und "solche Unternehmen, die viele Im- und Exportgeschäfte mit Großbritannien betreiben". Anleger sollten nicht spekulieren, sondern langfristig denken. "Um Risiken zu minimieren, bieten sich Fonds oder kostengünstige Indexfonds an, sogenannte ETFs", so Larisch.

Constanze Hintze von der Frauen-Finanzberatung Svea Kuschel setzt weiterhin auf Aktien, vor allem "auf erstklassige dividendenstarke amerikanische und europäische Unternehmen". "Aktien sind die rentabelste Anlageklasse, trotz hoher Volatilität. Langfristig orientierte Anleger sollten überlegen, die aktuellen Kursrückschläge für Zukäufe zu nutzen", so ihr Credo.

Zwingt der Brexit verzinste Geldanlagen und Baukredite in die Knie?

Fast einhellig gehen Finanzexperten davon aus, dass die EZB ihre lockere Geldpolitik weiter fortsetzen wird. Das bedeutet, dass die Zinsen vorerst sehr niedrig bleiben werden. "Große Veränderungen sind nicht zu erwarten, da Großbritannien nicht den Euro hat", sagt Larisch. "Deutsche Sparer sind nicht direkt betroffen", findet auch Diba-Chef Brzeski.

Es sei aber nicht auszuschließen, dass "sich durch den Brexit die Unsicherheit an den Märkten und in der Konjunktur festsetzt und die EZB dadurch gezwungen wird, den Euro-Leitzins länger als beabsichtigt niedrig zu halten". Im schlimmsten Falle könnte der Leitzins sogar noch weiter sinken. Für Sparer wäre dieses Szenario ein Albtraum, denn die Zinsen und Renditen für Tagesgeld, Festgeld und Sparpläne würden weiter sinken. Immobilienkäufer könnten hingegen jubeln, denn Baugeld würde noch billiger.
Gesamten Vergleich anzeigenFestgeld Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 12 Monate
  Anbieter Details Zinssatz
Zinsertrag
 
1.
1,00%
100,00
 
Kommentare
1,00%
100,00
2.
 
Kommentare
0,90%
90,00
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
TT tel. Kontoführung möglich
OO Online-Konditionen
Leserkommentare
27.06.2016 - von Steffen Schmidt
Läuft alles nach Plan für die Briten...
...die werden die Austrittserklärung nicht einreichen, weiter am EU-Binnenmarkt lutschen und keinen einzigen Euro in die EU zahlen...nur weil die hochdotierten Herrschaften in Brüssel keinen Plan haben, wie man die Briten endgültig hinauskegelt...da hilft nur, unverzüglich irgendein Hilfspaket schnüren, bei dem die Briten kräftig zahlen müssten, wenn sie nicht selbst tschüss sagen...aber selbst dazu ist man in Brüssel nicht fähig...dafür dürfen wir mit 800 Watt Staub saugen und das 2 Stunden lang...mit einem vernünftigen Staubsauger wäre das in einer halben Stunde erledigt...coole Ökobilanz, der Stromverbrauch mit den EU-Staubsaugern hat sich quasi fast vervierfacht...Dank sein Brüssel.
25.06.2016 - von Dasigi
Oberfaul, die Sache!
Daß Boris Johnson tönt, die Austrittserklärung Eile üüüüberhaupt nicht erweckt den Eindruck daß er wohl in erster Linie auf Camerons Posten schielt. Ich möchte wetten, daß der Schacher a la Thatcher wieder los geht und versucht wird, so viel wie möglich herauszuschinden und sich so mit einem goldenen Hintern zu Verabschieden. Nach den Aussagen der letzten Tage von britischer Seite liegt dies auf der Hand. Juncker sollte Sie nun wirklich mit dem heiligen Zorn den er zeigte die Brüder aus der EU stauben. Wie es ausschaut werden die Schotten ihrerseits sich abnabeln, dann ist's vorbei mit dem Größenwahn und Heulen und Zähneknirschen wird der Alltag Albions.
25.06.2016 - von Pillendreher
Wieso Risiko ?
Das Leben besteht aus Risiko, also akzeptieren wir den Brexit! Damit endet die Rosinenpickerei der Engländer in Brüssel. Sich nicht zu 100% engagieren, aber finanziell profitieren, das geht gar nicht unter Freunden. Die spitze Feder
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Ziffern hier eingeben: (neu laden)
Überschrift:
Kommentar:
Abschicken
Foto: RRA79 / Shutterstock.com ID:12467
Nach oben
Anzeige
savedo
Atlantico
1,75 %
Atlantico
Banka Kovanica
1,40 %
Banka Kovanica
Vaba Banka
1,00 %
Vaba Banka
Laufzeit:2 Jahre
Top 5 Tagesgeld
Anbieter Zins  
Audi Bank direct
1,10 %
Audi Bank direct
ING-DiBa
1,00 %
ING-DiBa
Renault Bank direkt
0,80 %
Renault Bank direkt
Ferratum Bank
0,75 %
Ferratum Bank
Consorsbank
0,60 %
Consorsbank
Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 3 Monate
Top 5 Festgeld
Anbieter Zins  
Klarna
1,15 %
Klarna
Deniz-Bank
1,15 %
Deniz-Bank
AutoBank
1,00 %
AutoBank
Crédit Agricole
0,96 %
Crédit Agricole
Pbb direkt
0,90 %
Pbb direkt
Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 2 Jahre
Infoservice-Geldanlage, Foto: Darren Baker/Fotolia.com
.
© 2016 Biallo & Team GmbH Partnerseiten: