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08.11.2016 05:14

Fonds und der US-Wahlkampf Clinton vs. Trump – die Wahl aus Anlegersicht

von Horst Peter Wickel Autor
Die Präsidentschaftswahlen in den USA stehen unmittelbar bevor. Ist Ihre Geldanlage vom Wahlausgang in den Vereinigten Staaten betroffen?
Fonds und der US-Wahlkampf Clinton vs. Trump – die Wahl aus Anlegersicht
Am 8. November heißt es: Clinton versus Trump.
Weltweit blicken Börsianer auf die Vereinigten Staaten. Klar ist: Mehrheitlich bevorzugen Aktionäre Clinton und fürchten sich vor Trump. So geht es übrigens auch vielen deutschen Bürgern (s. Grafik unten). Doch wer hat die besseren Aussichten? Ein Indiz könnte die Einschätzung der Buchmacher sein. Geht es nach dem Wettanbieter Bwin, so ist Hillary Clinton klare Favoritin. Wer etwa zehn Euro auf die Kandidatin der Demokraten setzt, würde im Erfolgsfall 12,30 Euro erhalten. Wer indes den gleichen Betrag auf den Republikaner Donald Trump setzt, würde 42,50 Euro bekommen, sollte er die Wahl gewinnen.

Welchen Einfluss hat das Wahlergebnis?

Zumindest in diesem Jahr müssen Sie sich wohl keine Gedanken über Ihre US-Investments machen. Nimmt man alle Jahre seit 1928, in denen Präsidenten gewählt wurden, lagen die US-Aktienmärkte (gemessen am Aktienindex S&P 500) in 18 von 22 Wahljahren im positiven Bereich. Rückschläge gab es nur, als die Internet-Blase im Jahre 2000 platzte und die Finanzmarktkrise 2008 die internationale Finanzwelt erschütterte. Und noch immer sorgen die niedrigen Zinsen dafür, dass immer mehr Geld in Aktien und Aktienfonds gesteckt wird und die Kurse weiter steigen lässt.

Allein in den vergangenen fünf Jahren hat der US-Markt jedes Jahr um 14,3 Prozent zugelegt, in Dollar gerechnet. Aus Sicht deutscher Anleger ist es wegen der Währungsgewinne des Dollar gegenüber dem Euro noch besser gelaufen: plus 19,7 Prozent pro Jahr. Zum Vergleich: Der deutsche Markt kam im selben Zeitraum auf elf Prozent pro Jahr, Europa insgesamt auf 10,4 Prozent.

US-Wirtschaftssystem bleibt unverändert

Politische Ereignisse wie die US-Wahlen sorgen in der Regel - auch an den Börsen – zwar für große Aufregung, spielen langfristig jedoch fast keine Rolle.

Abgesehen sind natürlich Extremereignisse, wie z.B. Weltkriege oder der Einführung eines kommunistischen Regimes in einem Land. Grundlegende Veränderungen des Wirtschaftssystems sind unter Clinton und Trump nicht zu erwarten. Angel Agudo, Fondsmanager des Fidelity America Fund, sagt: „Angefacht von der politischen Ungewissheit vor den US-Präsidentschaftswahlen könnten die Marktschwankungen zunehmen. Aber ganz gleich, wer die Wahl gewinnt: Mit einem grundlegenden Politikwechsel rechne ich nicht.“

Wie groß der Einfluss von Clinton oder Trump sein wird, hängt ohnehin davon ab, wer künftig in dem aus Repräsentantenhaus und Senat bestehenden Kongress das Sagen hat. Mit einer demokratischen Präsidentin Clinton und einem von den Republikanern geführten Kongress bliebe wohl alles beim Alten, denn der Kongress würde wohl wichtige Reformen der Demokraten blockieren. Bei der Republikanischen Partei gibt es ohnehin tiefe Gräben in politischen und wirtschaftlichen Fragen.

Belebung der US-Wirtschaft zu erwarten

Die US-Wirtschaft wollen Clinton wie Trump beleben. Der massive Investitionsstau in der amerikanischen Infrastruktur gilt, unabhängig von der Wahlentscheidung, als Segen für die US-Bauwirtschaft. Zwar sind Pharmaunternehmen im Wahlkampf ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, aber das Risiko von Preisobergrenzen für Medikamente ist in den Börsenkursen schon weitgehend „eingepreist“. Da beide Präsidentschaftskandidaten Protektionismus zu einem wichtigen Thema gemacht haben, sind die stärksten wirtschaftlichen Auswirkungen und Risiken für Schwellenländer wie Mexiko, aber auch südostasiatische Länder wie Vietnam oder Malaysia zu erwarten.

Weil Trump angeblich unfaire Handelsabkommen und internationale Verträge neu verhandeln will, sind zumindest vorübergehend deutliche Kursrückgänge zu erwarten. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank, sagt: „Die Aussicht, dass jemand ins Weiße Haus einzieht, der wahrscheinlich gegen den freien Handel vorgehen will, sollte viele Investoren verunsichern. Ausgehend von der Wall Street dürfte es bei einem Wahlerfolg von Donald Trump zumindest vorübergehend zu deutlichen Kursrückgängen kommen.“ Aber zahlreiche Marktbeobachter bezweifeln, dass Trump seine Ankündigungen jemals umsetzen will und kann.

Hohe Aktienkurse

Deutsche Geldanleger und Sparer, die aktuell noch überlegen, in den US-Aktienmarkt einzusteigen oder ihre Wertpapierbestände aufzustocken, tun sich zur Zeit schwer. Zwar zeigen die meisten Analysten noch vorsichtigen Optimismus für US-Aktien, aber es gibt nach der jahrelangen Kursrallye auch schon erste deutliche Warnrufe. So sind die Bewertungen der US-Aktien bereits sehr hoch. Im Durchschnitt sind die Firmen des S&P 500 derzeit das 25-Fache ihres Gewinns wert, nur selten lag diese Zahl höher.

Zu rechtfertigen wären diese hohen Bewertungen nur, wenn die Aussicht auf stark steigende Gewinne bestünde. Aber in der laufenden Berichtssaison rechnen die Analysten mit weiter zurückgehenden Unternehmensgewinnen. Auch der schon lange angekündigte Schritt der amerikanischen Notenbank zu höheren Zinsen könnte Aktionären einen Strich durch die Rechnung machen.

Reiche unter sich

Ein Blick auf die persönliche finanzielle Lage von Clinton und Trump macht deutlich, dass die Finanzmärkte wohl mit beiden millionenschweren Kandidaten gut leben könnten. Bei der Geldanlage gehen die beiden allerdings sehr unterschiedliche Wege: Während Hillary Clinton, unter deren Wahlkampfspendern einige einflussreiche Investmentbanker zu finden sind, sich vor allem auf Indexfonds verlässt, die im Durchschnitt eine jährliche Rendite von rund acht Prozent abwerfen, setzt Trump eher auf aktiv gemanagte Hedgefonds, die in den vergangenen Jahren nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg rund elf Prozent Ertrag pro Jahr brachten.
Infografik: Europäer fürchten Präsident Trump | Statista
Biallo-Lesetipp: Wer in ETF, Fonds oder Aktien investiert, sollte gewisse Regeln beachten. Mit diesen neun Regeln winkt die optimale Rendite bei geringstmöglichem Risiko.

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