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28.06.2016 11:04

Börse Kurssturz? So handeln Sie richtig

von
Dax, Dow und viele Aktien krachen in die Tiefe? Wenn Börsenkurse einbrechen, packt viele Anleger die Panik. Profis nicht - deren goldene Regel: Ruhe bewahren - und handeln. Das sind bewährte Strategien:
Der IS schlägt rund um die Welt zu, Staaten stehen am Rand der Rezession, Zentralbanken auf unsicherem Grund: Da fallen die Kurse an manchen Handelstagen weltweit stark - und manche Anleger ergreift die Panik. Sie nicht - wenn Sie Ihr Depot mit einer klaren Strategie krisenfest aufstellen.

Wie soll der Geldanleger seine Investitionen am Aktienmarkt unter diesen Voraussetzungen optimieren? Und welche Leitlinie gilt für das umsichtige Handeln? Wer das wissen möchte, der sollte darauf achten, was die Verwalter der großen Fonds in der Krise tun. Solche Profis folgen oft einem Leitgedanken:

Verluste minimieren, Gewinne laufen lassen

So vermeiden professionelle Anleger den Sturz ins Bodenlose. Viele Privatinvestoren behalten dagegen ihre Handvoll Aktien auch dann, wenn der Kurs sinkt und sinkt, weil sie denken: Jetzt ist es ohnehin zu spät. Steigt der Kurs dagegen etwas, stoßen sie die Papiere ab, um sich den kleinen Gewinn zu sichern. Wer so handelt, schmelzt sein Vermögen selbst ab. Doch es geht auch anders - wenn Anleger nicht in die Panik einstimmen, die an den Börsen an allzu vielen Tagen den Ton bestimmt. Damit Sie kühlen Kopf behalten, gibt biallo.de Ihnen Antworten auf die wichtigsten Anleger-Fragen.

Geht der Kurssturz bodenlos weiter?

Nein. Den Sturz ins Bodenlose ohne Gesundung der Kurse gibt es an der Börse nicht - und nach dieser Gewissheit sollte der Anleger auch handeln. Selbst nach großen Crashs wie Ende der Zwanziger Jahre, in den Neunzigern oder vor sieben Jahren haben sich die Märkte erstaunlich schnell wieder erholt – und oft sogar neue Rekordhöhen erreicht.

Beinahe bodenlose Verluste sind aber möglich. Die machen vor allem jene, die nun in Panik zu Tiefstkursen aussteigen – und aus der gleichen Panik heraus bei Tiefstkursen keine neuen Fonds oder Aktien erwerben. Lassen Sie sich deshalb auch nicht durch angeblich „magische“ Kursstände beirren, von denen in manchen Medien die Rede ist. Ob der Dax nun gerade knapp über oder unter 10.000 Punkten steht, hat höchstens auf einige Gelegenheitsanleger psychologische Wirkung.

Doch die Kurse werden im Wesentlichen von hochprofessionellen Strategen bewegt, die zum Beispiel die Milliarden von Pensionsfonds langfristig ertragreich investieren müssen. Sie lassen sich bei ihrer Anlage nicht von kurzfristigen Schwankungen über bestimmte Kurshöhen bewegen. Zum Thema Strategie lesen Sie im Folgenden noch mehr.
Fonds Beratung

Kurssturz - jetzt schnell Fonds verkaufen?

Nein. Bewahren Sie erst einmal kühlen Kopf. Erstens kann es ja sein, dass der Fonds, den Sie besitzen, gar nicht wesentlich oder mehrheitlich in Aktien investiert ist. Die Frage, wie abhängig er vom Börsengeschehen ist, beantwortet oft schon ein Blick in das Online-Depot. Dort finden sich die wichtigsten Einzelpapiere – und auch die Entwicklung seit Jahresbeginn. Die gibt oft bereits Auskunft darüber, ob Ihr Fonds vom Auf und Ab an den Börsen wesentlich beeinflusst ist.

Dazu kommt die Überlegung: Brauchen Sie das Geld jetzt gerade überhaupt? Oder können Sie eine Schwächephase an den Börsen auch durchstehen? Auch hier kann der Blick auf die Langfristentwicklung Ihres Papieres (zum Beispiel die Rendite pro Jahr in der Zehnjahresbetrachtung) Ihnen ein gutes Gefühl für die Langfrist-Performance geben. Und damit auch eine Antwort auf die Frage, ob ein Ende mit Schrecken durch einen schnellen Verkauf eine sinnvolle Reaktion auf den Einbruch der Kurse ist.

Fallende Kurse - wie kann ich mich absichern?

Ihre Fonds müssen nicht fallen und fallen – Sie können sich absichern: Das geht sowohl mit einzelnen Fonds, die solche Sicherungsmechanismen eingebaut haben, dafür aber bei einem Boom nicht den ganzen Kursaufschwung mitnehmen. Ein solches Hedging ist aber auch mit Optionsscheinen möglich. Dazu sollten Sie sich aber schon sehr gut an der Börse auskennen – und auch genau Ihre Anlageziele und -zeitpunkte definieren können. Normalanlegern ist eine solche Strategie daher eher nicht zu empfehlen.

Was indes viele Anleger längst zur Absicherung tun - ohne das zu registrieren: Absicherung gegen das zwischenzeitliche Ab an den Börsen findet für den Normalkunden schon allein dadurch statt, dass er in der Regel den Großteil seiner Geldanlagen anderswo investiert hat: in Kapital-Lebensversicherungen etwa, in eine Immobilie, in Tages- oder Festgelder und auch durch die Zahlung in die Rentenkasse. Die Wertentwicklung dieser großen Geldanlagen des Normalverdieners ist vom Börsengeschehen weitgehend unberührt. Bei Immobilien kann sie sogar davon profitieren, wenn die Anlage an der Börse durch Kursverfall weniger lukrativ ist. Dann steigt die Nachfrage nach „Betongold“ – und damit der Wert von Eigentum.

Werden nach dem Börsen-Kursverfall auch Immobilien und festverzinsliche Anlagen leiden?

Wer die vorige Antwort gelesen hat, der könnte einfach nein sagen. Aber ganz so einfach ist die Lage nicht. Denn zum einen könnte ein länger anhaltender Einbruch an den Aktienmärkten auch Fonds unter Druck bringen, die in Immobilien anlegen. Die Insolvenz der offenen Immofonds wie SEB Immoinvest oder CS Euroreal hat das erschreckend belegt. Zum anderen kann das allgemeine Zinsniveau sinken, wenn die Realwirtschaft wie schon in den vergangenen Monaten wegen der Marktkrisen auf billiges Geld von den Zentralbanken angewiesen ist. Mit Tagesgeld können Sie aber Ihr freiwerdendes Kapital zumindest bei den besten Anbietern krisenfest überwintern - bis Sie sich zum Beispiel wieder trauen, in dann billigere Aktien zu investieren.

Soll ich jetzt das ganze Ersparte in Gold oder Immobilien investieren?

Ein schlechter Rat: Nie nur auf ein Pferd setzen – das gilt auch in Zeiten der Börsenschwankungen. So wie der Normalanleger sein Geld anlegt, ohne dass ihm das oft ganz bewusst ist, so ist das auch ziemlich richtig: Ein Teil in festverzinsliche Papiere mit verschiedenen Laufzeiten, Kapital-Lebensversicherungen, dem selbstgenutzten Heim, aber auch an den Kapitalmärkten – das ist eine gute Strategie für Anleger mit langem Horizont.

Der Goldpreis ist 2013 kräftig gesunken - und zuvor stark gestiegen. So gesehen ist auch die Investition in Gold bestenfalls als Beimischung zur Gesamtanlage mit einstelligem Prozentsatz möglich. Denn auch Gold ist ein spekulativer Wert - und kein sicherer Hafen.

Kurssturz - wenn der Dax sinkt, fällt dann jeder Fonds mit?

Nein. Große Teile der Anlagen dort sind von den Einbrüchen der Aktienmärkte gar nicht berührt – und viele Fonds oder gar Optionsscheine profitieren sogar von sinkenden Aktienkursen. Anleger sollten sich deshalb stets genau darüber informieren, was überhaupt das Investment ist, in das sie etwa über einen Fonds ihr Geld anlegen. Und Sie sollten vor allem eines eisern beachten: Niemals in etwas Börsengehandeltes investieren, das Sie nicht zur Gänze verstehen. Niemals! So lässt sich böses Erwachen bereits im Ansatz vermeiden.

Kurs-Kapriolen: Wie mache ich mein Depot immun?

Disziplinierte Anleger, die etwa in normale Fonds und nicht in hochspekulative Produkte investieren, können sich mit einer Methode dagegen wappnen, große Verluste zu erleiden – und zugleich große Gewinne möglich machen. Der Autor nennt es die Zehn-Prozent-Regel. Sie funktioniert einfach so:
  1. Wenn Sie etwas Börsennotiertes erwerben, dann sollten Sie gedanklich vom Kaufkurs zehn Prozent abziehen – und diesen Wert notieren. Auch zehn Prozent Plus sollten Sie als Kurs bereits notieren.
  2. Erreicht der Kurs die Zehn-Prozent-Verlust-Marke, so wird das Papier sofort verkauft! So erleiden Sie niemals mehr als eben jene zehn Prozent Minus.
  3. Erreicht der Kurs die Marke von zehn Prozent Kursgewinn, dann geht das Rechnen und Notieren von vorne los – zehn Prozent Minus ausgehend von dieser neuen Marke ist der Verkaufskurs; zehn Prozent Plus der Kurs, mit dem jetzt wieder neu gerechnet wird.
Diese Methode kennen Börsianer auch als die Regel: Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen. Das funktioniert – sofern Sie sich nicht selbst betrügen und diszipliniert bleiben. Was dabei helfen kann: Schon beim Kauf eines Papieres können Sie die entsprechenden Stopp-Kurse eingeben – und bei guten Depotbanken sogar automatisch zu einem gewählten Kurs verkaufen.

Geldhäuser wackeln - ist jetzt auch Tages- oder Festgeld unsicher?

Nicht verrückt machen lassen: Tages- und Festgeld in den üblichen Höhen von weniger als 100.000 Euro pro Privatanleger ist extrem sicher angelegt. Die europäische oder deutsche Einlagensicherung sorgt dafür, dass hier selbst bei einer unwahrscheinlichen Pleite des Bankhauses der Anleger keinen Verlust erleidet. Und über die deutsche Bankensicherung hinaus bieten viele Geldhäuser auch noch Sicherungsverbünde, durch die Geldanlagen des einzelnen Kunden in zweistelliger Millionenhöhe abgesichert werden.

Was sind Grundregeln bei der Geldanlage an der Börse?

  1. Niemals mit geliehenem Geld spekulieren
  2. Niemals mit Geld, das eigentlich zu einem festen Termin für etwas anderes verplant ist. Das heißt:
  3. Sie sollten etwa auf einem Festgeld-Konto auch stets flüssig genug bleiben, damit Sie nicht in schlechten Börsenzeiten dortige Anlagen verkaufen müssen, weil Sie das Geld brauchen.
  4. Was zuletzt nicht genug wiederholt werden kann: Niemals in eine Geldanlage investieren, die Sie nicht völlig verstehen.

Sollten normale Geldanleger lieber gar nicht an der Börse investieren?

Wenn „normal“ bedeutet - Anleger, die Schwankungen im Wert ihrer Anlage nicht ertragen können, dann heißt die Antwort: Finger weg von den meisten Fonds, Aktien oder gar Optionsscheinen. Wer aber keinen Teil seines Ersparten mit einem langen Zeithorizont in die Aktienmärkte investiert, der verpasst eine der ertragreichsten Chancen zur Geldanlage. Die durchschnittliche Wertentwicklung des Deutschen Aktienindex zum Beispiel hat nach einer Auswertung des Deutschen Aktieninstituts von 1949 bis Ende 2006 genau 12,3 Prozent pro Jahr betragen. Festverzinsliche, aber auch viele Fonds, Versicherungen und Anleihen können da nicht mithalten.
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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
25.06.2013 - von Gunkel, Kunzenbacher & Partner
Antizyklisch handeln
Wenn die Kurse stark fallen - wie im Augenblick - ist das der Zeitpunkt, wieder langsam an einen Kauf zu denken. Über den Mischkurs der Einstandspreise wird die Gewinnschwelle weiter nach unten gedrückt. Wenn die Kurse irgendwann wieder steigen - und das wird unvermeidlich passieren - ist man früher wieder im Haben. Deswegen sollten Privatanleger nie den richtigen Zeitpunkt für einen (kompletten) Einstieg oder Ausstieg suchen, sondern immer einen "cost - average - effect" ausnutzen als langfristige Anlagestrategie. Bei hohen Kursen wird (kontinuierlich) schrittweise abverkauft. Bei gesunkenen Kursen wird (kontinuierlich) schrittweise wieder zugekauft. Alles zu einem bestimmten Zeitpunkt auf eine Karte zu setzen, ist was für Zocker. Meines Erachtens sind solche Ratschläge bei kursabhängigen Kapitalanlagen sogar Falschberatung. Mit freundlichen Grüßen Arnim Kunzenbacher Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht in Bielefeld
25.07.2012 - von erasmus
10 Tipps in der Börsenkrise
Angenommen man hat 100 000,-€ auf einem Tagesgeldkonto und ist bereits 70 Jahre alt. Langfristige Anlagen sind da eher nicht ratsam. Was soll derjenige nun machen, in Zeiten wie jetzt ? Anfangen zu spekulieren an der Börse? Oder was passiert, wenn der Euro als Zahlungsmittel verschwindet ? Dann ist das Geld weg.Rechtzeitiger Umtausch in eine andere Währung, evtl. norw. Kronen ? Bislang konnte ich noch keinen passenden Vorschlag finden. Bankberater verkaufen meist nur solche Anlagen, wo deren Bank involviert ist. Ob das dann passende Anlagen sind, kann der Laie nicht feststellen,wodurch auch. Es heisst immer nur, informieren ! Die Ratschläge, derer gibt es massenweise. Durchleuchtet man sie, muss man doch feststellen, dass diese den persönlichen Wünschen nicht entsprechen. Ich wollte in den letzten Wochen von einer Volksbank für Tagesgeld dieselben Konditionen wie die, die es bei der ING-DiBa gibt. Das kann die Volksbank nicht und der Berater sagte mir, er wisse nicht, wie die das machen. Das interessiert mich freilich nicht, wie die das machen. Mir wurde ein Minimalzins für eine Festanlage angeboten, was ich ablehnte. Schliesslich habe ich mich für Geschäftsanteile der Bank entschieden, die werfen mehr Rendite ab, als alle anderen Anlagemöglichkeiten. Haken an der Sache ist nur der, dass nur bis zu einer gewissen Höhe, Geschäftsanteile gekauft werden können. 3000 € ist das Limit, leider. Nun sage mir jemand, wie man sein Geld ohne Börse einigermassen gut anlegen kann. Gold ist schon zu teuer und zu riskant. Wer da brauchbare Vorschläge hat, darf mich gerne unter noether@gmx.de kontaktieren.
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